Kiel Life Science

Beste Nachwuchsforschende in den Kieler Lebenswissenschaften geehrt

27.01.2021

CAU-Forschungsschwerpunkt Kiel Life Science vergibt die KLS-PostDoc-Awards für die erfolgreichsten jungen Forschenden des vergangenen Jahres

Am Dienstag, 26. Januar, verlieh der lebenswissenschaftliche Forschungsschwerpunkt Kiel Life Science (KLS) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) nachträglich die „Kiel-Life-Science-Postdoc-Awards“ des Jahres 2020. Erstmals konnten vier statt wie bisher zwei Preisträgerinnen und Preisträger ausgezeichnet werden. Dr. Elisa Rosati vom Institut für Klinische Molekularbiologie (IKMB) und Dr. Sascha Rahn vom Biochemischen Institut nahmen ihre Preise in der Kategorie medizinische Forschung entgegen. Dr. Malte Rühlemann, ebenfalls vom IKMB, und Dr. João Botelho vom Zoologischen Institut erhielten ihre Awards für ihre Arbeiten in der nicht-medizinischen Forschung.

Der Forschungsschwerpunkt ehrt mit den KLS-PostDoc-Awards fortgeschrittene Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Lebenswissenschaften an der CAU, die sich mit hervorragenden Leistungen in einer der mit KLS verbundenen Institutionen ausgezeichnet haben. Da die Preise unter den Corona-bedingten Einschränkungen nicht wie üblich im Rahmen der jährlichen KLS-Mitgliederversammlung Ende 2020 vergeben werden konnten, erfolgte nun nachträglich eine virtuelle Preisverleihung in Anwesenheit der Mitglieder des Forschungsschwerpunkts. Die KLS-Postdoc-Awards sind mit je 6.000 Euro dotiert, die Fördersumme wird in künftige Forschungsvorhaben investiert.

Über die Preisträgerinnen und –träger
Dr. Rosati erhält ihren Preis für die Erforschung der Rolle von T-Zellen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED). In der Arbeitsgruppe von Professor Andre Franke gelang es ihr, das Verständnis der T-Zellen als Schlüsselfaktoren bei der adaptiven Immunantwort zu verbessern. Konkret konnte Rosati dazu neue Next-Generation-Sequenzierungsmethoden und Techniken zur Einzelzell-Analyse entwickeln, um den Anteil der T-Zell-Rezeptoren als Vermittler der adaptiven Immunantwort bei CED besser zu verstehen.

Dr. Rahn wird für seine Erforschung der Metalloproteinasen Meprin α und Meprin β in der Homöostase und Pathologie der Haut mit dem KLS-Postdoc-Award ausgezeichnet. In der Arbeitsgruppe von Professor Christoph Becker-Pauly erforscht er unter anderem die Beteiligung der Meprine an der Entstehung systemischer Entzündungen. Ziel seiner Arbeiten ist es, die molekularen Mechanismen der Krankheitsentstehung zu identifizieren und Erkenntnisse auf verwandte menschliche Erkrankungen zu übertragen.

Dr. Botelho wird für seine Beiträge zur Erforschung der Evolution von Antibiotikaresistenzen in der Arbeitsgruppe von Professor Hinrich Schulenburg ausgezeichnet. Seine Evolutionsexperimente mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa konzentrieren sich vor allem auf den Beitrag sogenannter mobiler genetischer Elemente und die Genomik der bakteriellen Anpassung. In einem multidisziplinären Forschungsansatz aus experimenteller Evolution, Bioinformatik, klinischer Mikrobiologie und Epidemiologie zielt Botelhos Forschung darauf ab, neue Ansätze zur Eindämmung von Antibiotikaresistenzen zu entwickeln.

Dr. Rühlemann erhält seinen KLS-Postdoc-Award für seine Erforschung des Zusammenspiels von Genetik, Entzündung und dem Mikrobiom im menschlichen Metaorganismus. Seine Arbeit umfasst dabei die Generierung und Analyse von Mikrobiomdaten in verschiedenen Kontexten. Rühlemanns Forschung, ebenfalls in Frankes Arbeitsgruppe am IKMB, leistet einen wichtigen Beitrag für ein verbessertes Verständnis der Zusammenhänge von chronischen Entzündungserkrankungen und der Zusammensetzung und Veränderungen des menschlichen Mikrobioms.

Gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Alle nun ausgezeichneten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen mit ihren exzellenten Forschungsarbeiten in besonderer Weise die fundamentale Bedeutung der gezielten Förderung des lebenswissenschaftlichen Nachwuchses an der CAU. „Möglichst optimale Bedingungen für unsere jungen Forschenden sind Voraussetzung für den auch in Zukunft anhaltenden Erfolg der Lebenswissenschaften am Standort Kiel. Daher legen wir größten Wert auf attraktive Förderpreise und gut ausgestattete Nachwuchsprogramme. Unsere gezielte Förderung hilft dabei, dass talentierte junge Menschen sich für eine wissenschaftliche Karriere an der CAU entscheiden und ihren Beitrag für eine erfolgreiche Zukunft der lebenswissenschaftlichen Spitzenforschung am Standort Schleswig-Holstein leisten“, betont Professor Thomas Bosch, Sprecher des Forschungsschwerpunkts KLS.

Bilder stehen zum Download bereit:
www.uni-kiel.de/de/pressemitteilungen/2021/014-kls-awards-20-meeting.jpg
Bildunterschrift: KLS-Sprecher Prof. Thomas Bosch (oben links) ehrte die Preisträgerin und die Preisträger im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung in Anwesenheit der KLS-Mitglieder.
© Uni Kiel

www.uni-kiel.de/de/pressemitteilungen/2021/014-kls-awards-20-awardees.jpg
Bildunterschrift: Dr. Elisa Rosati, Dr. Sascha Rahn (oben rechts), Dr. João Botelho (unten links) und Dr. Malte Rühlemann (unten rechts) wurden mit den KLS-PostDoc-Awards ausgezeichnet.
© Privat/Uni Kiel
 
Kontakt:
Prof. Thomas Bosch
Sprecher „Kiel Life Science“, CAU
Tel.:     0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Dr. Nadine Höft
Nachwuchsförderung, Diversity
„Kiel Life Science“, CAU
Tel. +49 (0)431 880 5535
E-Mail: nhoeft@uv.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS), CAU Kiel:
www.kls.uni-kiel.de

Über die Nachwuchsförderung im Forschungsschwerpunkt KLS:
www.kls.uni-kiel.de/de/karriere-und-ausbildung

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