Kiel Life Science

Emeritierter Kieler Pathologe erhält Deutschen Krebspreis

25.03.2015

Zu den renommiertesten Auszeichnungen in der deutschen Krebsmedizin zählt der Deutsche Krebspreis. In der Sparte „Klinische Forschung“ ging diese hohe Auszeichnung in diesem Jahr an Professor Günter Klöppel, Emeritus der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Der Preis wurde ihm gestern (Mittwoch, 18. März) anlässlich des 18. Internationalen Kongresses der Arbeitsgemeinschaft Experimentelle Krebsforschung (AEK) in Heidelberg verliehen.

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Die Träger des Deutschen Krebspreises 2015 (erste Reihe von links): Professor Karl Lenhard Rudolph, Professor Wolfgang Wick und Professor Günter Klöppel (Bildausschnitt) mit den Laudatoren, darunter Professor Christoph Röcken von der CAU (3.v.l.) und Dr. Johannes Bruns, Deutsche Krebsgesellschaft (4.v.l.).
Foto/Copyright: Brigitte Engelhardt

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„Günter Klöppel hat etwas geschafft, was einen Krebspreis würdig ist: Eine über die Emeritierung hinausreichende, ungebrochene translationale Forschungsleistung im Themenkomplex zweier hochgradig komplexer Krankheitsgruppen, den Tumoren des Pankreas und des neuroendokrinen Systems“, sagte Professor Christoph Röcken, Direktor des Instituts für Pathologie der CAU, in seiner Laudatio bei der Preisverleihung. „Diese Tumorentitäten sind im Vergleich zu Lungen-, Brust- und Prostatakrebs selten und deren Erforschung ist schon rein anatomisch erschwert. Umso mehr verdient diese ungebrochene Forschungsleistung unsere höchste Anerkennung.“ 1995 ist Günter Klöppel dem Ruf an die CAU gefolgt und wurde Direktor des Instituts für Pathologie, das er 14 Jahre lang bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2009 leitete.

Günter Klöppel leistete bahnbrechende Arbeit auf dem Gebiet der Pathologie und der Charakterisierung von Tumoren der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und des neuroendokrinen Systems. Hier hat er durch seine jahrzehntelange Forschung (über 600 Originalarbeiten) ganz wesentlich das Verständnis von der Entstehung und der Vielfalt dieser Tumoren verbessert. Bauchspeicheldrüsenkrebs gilt als eine der heimtückischsten Krebsarten, an der in Deutschland ca. 15.500 Patientinnen und Patienten jährlich sterben. Der Preisträger beschrieb und klassifizierte spezielle Pankreastumoren, deren Vorläuferläsionen aber auch die hormonproduzierende Tumoren im Verdauungssystem. Seine Forschungsergebnisse führten zum Beispiel zu einer Hypothese über die schrittweise molekulare Entstehung dieser Tumoren aus frühen und späten Stammzellen. Er war ein wichtiger Motor der Pankreaskrebsforschung in Kiel.

Neben Klöppel sind bereits drei CAU-Professoren Träger des Deutschen Krebspreises: Professor Walter Jonat, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Professor Axel Hauschild, Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie sowie Professor Martin Schrappe, Klinik für Allgemeine Pädiatrie. Stifter dieses Wissenschaftspreises sind die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebsstiftung. Die Auszeichnung wird jährlich zu gleichen Teilen für hervorragende Arbeiten im deutschsprachigen Raum in den Kategorien experimentelle onkologische Grundlagenforschung (experimenteller Teil), translationale Forschung (Transfer experimenteller Forschungsergebnisse in den klinischen Bereich) sowie Tumordiagnostik und -behandlung (klinischer Teil). Jede Kategorie ist mit 7.500 Euro dotiert.

Kontakt:

Prof. Christoph Röcken

Institut für Pathologie

Tel.: 0431/597-3400

E-Mail: christoph.roecken@uksh.de

 

 

Dr. Ann-Kathrin Wenke

Dekanat der Medizinischen Fakultät

Tel.: 0431/880-2126

E-Mail: wenke.dekanat@med.uni-kiel.de

 

 

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski

Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355

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Text / Redaktion: Dr. Ann-Kathrin Wenke
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