Kiel Life Science

Den biochemischen Fingerabdrücken des Lebens auf der Spur

06.10.2015

„Kiel Life Science“ richtet ersten Metabolomics-Workshop an der Universität Kiel aus

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Am heutigen Dienstag, 6. Oktober, veranstaltet der Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) den KLS-Metabolomics-Workshop. Unter dem Begriff Metabolomics fassen Forschende die Untersuchung aller Stoffwechselprodukte in einer Zelle oder einem Organismus zusammen. Die Analyse der biochemischen Vorgänge, die bei der Umwandlung dieser sogenannten Metabolite auftreten, vertieft die wissenschaftliche Kenntnis zellbiologischer Prozesse. So erlauben metabolomische Analysen, basierend auf Methoden der modernen analytischen Chemie, entscheidende Rückschlüsse für vielfältige biologische und medizinische Fragestellungen. Mehr als 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, vorrangig aus den verschiedenen Forschungsdisziplinen innerhalb von KLS, nehmen an der ersten Tagung dieser Art in Kiel teil.


Das wissenschaftliche Programm gestalten Expertinnen und Experten von zahlreichen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Firmen. Verschiedene Aspekte der Metabolomics werden dabei aus den Blickwinkeln von Forschung und Dienstleistung betrachtet. Dabei geht es zum Beispiel um die Anwendung metabolomischer Analysen in der Lebensmittelforschung, der Biotechnologie, der Medizin oder der Pflanzenforschung. „Für die lebenswissenschaftliche Forschung im Rahmen von ‚Kiel Life Science‘ werden die Metabolomics immer wichtiger. In unserem Workshop möchten wir vor allem Bedarfe und vorhandene Kapazitäten an der Universität Kiel identifizieren und zusammenführen. Damit sind wir auf einem guten Weg, die Metabolomics zu einem wichtigen Standbein innerhalb des Forschungsschwerpunkts am Standort Kiel zu machen“, betont Andreas Tholey, Professor der bioanalytischen Chemie und Mitorganisator, den Anspruch des Arbeitstreffens in Kiel.

Die Veranstaltung trägt der wachsenden Bedeutung der Metabolomics für die lebenswissenschaftliche Forschung, insbesondere auch in Kiel, Rechnung: Rund 90 Prozent der Fachbereiche innerhalb des Forschungsschwerpunkts arbeiten an Fragestellungen, die direkt oder indirekt durch Metabolomics-Studien unterstützt werden können.
Ob es nun um die Analyse menschlicher, tierischer oder pflanzlicher Gewebe geht oder auch um das Finden neuer Wirkstoffe beispielsweise aus Meeresorganismen: Die Metabolomics sind nicht nur ein eigenständiges Forschungsgebiet, sie bilden insbesondere eine Schlüsselmethode für zahlreiche angrenzende Forschungsfelder. Ziel der Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es daher, die stark ausgeprägte Nachfrage, das Fachwissen und auch die wachsende Infrastruktur auf diesem Gebiet zu bündeln. „Ein eigenständiges ‚Kiel-Metabolomics‘-Netzwerk wird künftig in den Forschungsschwerpunkt ‚Kiel Life Science‘ einfließen und damit allen beteiligten Forschenden zur Verfügung stehen“, sagt Tholey weiter.

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Mit rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erweist sich der KLS-Metabolomics-Workshop an der Uni Kiel schon in der ersten Auflage als Erfolg.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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CAU-Vizepräsidentin Prof. Karin Schwarz eröffnet die Veranstaltung und verdeutlicht den Stellenwert der Metabolomics für den Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“.
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Mit dem Vortrag von Prof. Ludger Wessjohann vom Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle beginnt der wissenschaftliche Teil der Veranstaltung.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Prof. Sabine Kulling vom Max-Rubner-Institut für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe berichtet über den Wert metabolomischer Studien in der Ernährungsforschung.
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Prof. Volkhard Kaever von der Medizinischen Hochschule Hannover schildert die Rolle der Metabolomics an der Schnittstelle von Forschung und wissenschaftlicher Dienstleistung.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Die Veranstaltung findet im Rahmen des Forschungsschwerpunkts „Kiel Life Science“ (KLS) an der Christian-Albrechts-Universität Kiel statt, der Forschungen aus den Agrar- und Ernährungswissenschaften, den Naturwissenschaften und der Medizin vernetzt.

 

 

Kontakt:

 

Prof. Andreas Tholey

AG Proteomics & Bioanalytik, Institut für Experimentelle Medizin, Universität Kiel

Tel.: 0431-597-2335

E-Mail: a.tholey@iem.uni-kiel.de

 

 

Weitere Informationen:

 

Workshop-Programm:

www.uni-kiel.de/download/temp/vorlaeufiges_programm_metabolomics_workshop.pdf

 

 

Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS)

www.kls.uni-kiel.de

 

 

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski

Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355

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Text / Redaktion: Christian Urban

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