Kiel Life Science

Aktuelles

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Der Forschungsschwerpunkt Kiel Life Science veranstaltet jährlich wiederkehrend verschiedene interne und externe wissenschaftliche Veranstaltungen und beteiligt sich an diversen Formaten der Öffentlichkeitsarbeit und gesellschaftlichen Beteiligung. Ein fester Termin in jedem Semester ist die KLS-Ringvorlesung, die international renommierte Forschende aus verschiedenen lebenswissenschaftlichen Disziplinen zu Gastvorträgen nach Kiel einlädt.

Impressionen vom 1. Nachkonzert im Zoologischen Museum Kiel

Am vergangenen Freitag fand eine außergewöhnlich Musikveranstaltung im Zoologischen Museum Kiel statt: Zu später Stunde veranstaltete die Karl-August-Möbius-Gesellschaft gemeinsam mit Kiel Life Science ein Cello-Konzert mit der Kieler Philharmonikerin Frauke Rottler-Viain mit Werken von Bach bis Prokofjew. Die besonderen architektonischen Möglichkeiten der zentralen Walhalle sorgten bei diesem ersten Abend der neuen Klassik-Reihe Nachtkonzerte im Zoologischen Museum Kiel für eine besondere Atmosphäre.
 

Erstes Nachtkonzert im Zoologischen Museum Kiel

02.06.2017

Cello-Konzert am 9. Juni zum Auftakt der neuen Klassik-Reihe der Karl-August-Möbius-Gesellschaft

Am kommenden Freitag, 9. Juni, steht eine besondere Musikveranstaltung auf dem Programm des Zoologischen Museums Kiel an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU): Ab 22 Uhr lädt die Karl-August-Möbius-Gesellschaft als Förderverein des Zoologischen Museums gemeinsam mit dem Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) der Universität zu einem Cello-Konzert mit der Kieler Philharmonikerin Frauke Rottler-Viain ein. In ihrem Solovortrag spielt sie ein breites Spektrum ausgewählter Werke von Bach bis Prokofjew.

Ungewöhnlich ist nicht nur das Konzept des Nachtkonzerts, auch der Spielort trägt zum Reiz der Veranstaltung bei: Beim Konzert werden die besonderen architektonischen Möglichkeiten der zentralen Walhalle mit ihren umlaufenden Galerien genutzt. „Wir sind stolz, das Zoologische Museum mit seiner herausragenden Architektur als Bühne für die neue Konzertreihe anbieten zu können“, sagt Dr. Dirk Brandis, Leiter des Zoologischen Museums. Die musikalische Darbietung fände in der besonderen Atmosphäre des Museums einen angemessenen Rahmen.

Das Cellokonzert mit Frauke Rottler-Viain bildet den Auftakt einer Reihe von Nachtkonzerten, mit denen die Karl-August-Möbius-Gesellschaft das neue Format weiterführen möchte. Das zweite Nachtkonzert im Zoologischen Museum Kiel folgt im November mit Musik des britischen Komponisten Ralph Vaughan Williams, der ein Cousin zweiten Grades des berühmten Evolutionsforschers Charles Darwin war. Dazu wird der Kieler Zoologe Professor Thomas Bosch aus Briefen Darwins lesen.

Von der Kombination beider Werke erhofft sich das Organisationsteam einen interessanten und ungewöhnlichen Effekt. „Mit dieser Konzertreihe erhoffen wir uns mehr Aufmerksamkeit für die Anliegen des Museums und seines Fördervereins und glauben damit auch ein neues attraktives Format im Kulturkalender der Landeshauptstadt verankern zu können“, betont Bosch, Mit-Initiator der Veranstaltungsreihe und Vorsitzender des Fördervereins.

Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich zur Berichterstattung über das Nachtkonzert im Zoologischen Museum Kiel eingeladen. Wir bitten um vorherige Anmeldung bei der Pressestelle der CAU unter Telefon 0431/880-2104 oder per E-Mail an presse@uv.uni-kiel.de.

Das Wichtigste in Kürze:
Was:     1. Nachtkonzert im Zoologischen Museum
               Frauke Rottler-Viain, Cello
Wann:    Freitag, 9. Juni, 22:00 Uhr
Wo:         Zoologisches Museum Kiel
                Hegewischstr. 3, 24105 Kiel

Programm:
•  Johann Sebastian Bach: Suite Nr.1 G-Dur für Vc solo BWV 1007
•  Sergej Prokofjew: Sonate für Vc solo op. 134
•  Gesa Rachel Biffio: Bashana haba’a Meditation über ein israelisches Lied
•  Jacques Ibert: Étude-Caprice Pour un „tombeau de Chopin“
•  Gaspar Cassadó: Suite per Violoncello

Eintritt:
Kartenvorverkauf:
Sitzplatz: 18,00 Euro
Stehplatz: 12,00 Euro
Vorbestellungen: 0431/ 880 51 70
Restkarten an der Abendkasse

Über die Karl-August-Möbius Gesellschaft:
Die Karl-August-Möbius-Gesellschaft zur Förderung des Zoologischen Museums der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. e.V. ist der Förderverein des Zoologischen Museums. Die Gesellschaft unterstützt das Zoologische Museum Kiel in seinen Arbeiten, sie fördert seine Einrichtungen, Bauten und Projekte sowie Ausstellungs-, Sammlungs- und Forschungsvorhaben. Sie zielt darauf, Interesse für die Sammlungen des Zoologischen Museums Kiel zu wecken und Verständnis für die Bedeutung der zoologischen Wissenschaft, insbesondere in den Bereichen Evolution und Meeresforschung, zu fördern.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:

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Bildunterschrift: Die Walhalle des Museums dient als Bühne des Cellokonzerts mit Frauke Rottler-Viain.
Foto: Dr. Boris Pawlowski, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Die besondere Atmosphäre des Museums bildet den Rahmen für die neue Veranstaltungsreihe der Nachtkonzerte.
Foto: Roy Beck, Zoologisches Museum

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Bildunterschrift: Das Solo-Konzert der Cellistin Frauke Rottler-Vian vom philharmonischen Orchester des Theaters Kiel ist der erste Beitrag zu den Nachtkonzerten im Zoologischen Museum Kiel.
Foto: Jürgen Haacks, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Veranstaltungsplakat des 1. Nachtkonzerts im Zoologischen Museum Kiel am 9. Juni.
Abbildung: Karl-August-Möbius-Gesellschaft

Kontakt:
Prof. Thomas Bosch,
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

PD Dr. Dirk Brandis
Zoologisches Museum Kiel, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-5170
E-Mail: brandis@zoolmuseum.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Möbius-Gesellschaft, Zoologisches Museum Kiel
www.zoologisches-museum.uni-kiel.de/index.php/moebius-gesellschaft

Zoologisches Museum Kiel, CAU Kiel
www.zoologisches-museum.uni-kiel.de

Forschungsschwerpunkt Kiel Life Science, CAU Kiel
www.kls.uni-kiel.de

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
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Text / Redaktion: ► Christian Urban

 

Das Mikrobiom – Der Mensch ist nicht allein.

22.05.2017

Der Exzellenzcluster „Entzündungsforschung“ und die Muthesius Kunsthochschule eröffneten die Ausstellung “Das Mikrobiom – Der Mensch ist nicht allein.” in Kiel. Bis Ende Februar 2018 wird in der Medizin- und Pharmaziehistorischen Sammlung eine vielfältige und ganz andere Sichtweise auf die Entzündungsforschung gezeigt. Zur Eröffnung am 18. Mai besichtigte Wissenschafts-Staatssekretär Rolf Fischer gemeinsam mit Dr. Arne Zerbst (Präsident der Muthesius Kunsthochschule) und dem Sprecher des Exzellenzclusters, Professor Stefan Schreiber, die Ausstellung. Pünktlich zum internationalen Museumstag am Sonntag, 21. Mai, öffnet die Sammlung ihre Türen für die Öffentlichkeit. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.

Billionen Bakterien und andere Mikroorganismen auf unserem Körper bilden unser Mikrobiom. Um zukünftige, erfolgreiche Strategien zur Therapie chronisch-entzündlicher Erkrankungen zu schaffen ist ein umfangreiches Wissen über die Zusammensetzung und Funktion dieses zusätzlichen „Organs“ unerlässlich. Diese komplexe Forschung an die Bevölkerung zu vermitteln stellt eine enorme Herausforderung dar. Hier waren die Studierenden der Muthesius Kunsthochschule als eine Art Vermittler tätig, denn sie übersetzten die komplexen Forschungsinhalte in eine verständliche, künstlerische Sprache.

Nach Besuchen im Labor und in der Klinik, bei denen ein inhaltlicher Austausch mit Cluster-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern stattfand, entstanden insgesamt 18 Projekte, darunter Fotografien, Comics, Malerei und Installationen. Dabei handelt es sich nicht um eine Visualisierung medizinischer Forschungsthemen. Vielmehr haben die verschiedenen Erkrankungen die Studierenden intuitiv und persönlich berührt; diese Empfindungen sind in die künstlerische Umsetzung mit eingeflossen. Auf diese Weise entstanden zahlreiche, jeweils einzigartige Blickpunkte auf die medizinische Entzündungsforschung am Patienten.

Informationen zur Ausstellung:
Titel: Das Mikrobiom – Der Mensch ist nicht allein.
Laufzeit: 21.05.2017 – 28.02.2018
Ort: Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung der Universität Kiel (Brunswiker Str. 2, 24105 Kiel)
Öffnungszeiten: Di-Fr 10 -16 Uhr, So 12-16 Uhr

Weitere Informationen: www.mikrobiom-cluster.de


 

Deutsch-Französischer Studiengang besuchte das Kiel Evolution Center

09.05.2017

Molekularbiologie-Studierende aus Strasbourg und dem Saarland informierten sich über Evolutionsforschung in Kiel

Vergangene Woche öffnete das „Kiel Evolution Center“ (KEC) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) seine Türen für eine Gruppe von deutsch-französischen Biologiestudierenden. Ein Dutzend angehende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus dem binationalen Studiengang Molekularbiologie der Université de Strasbourg und der Universität des Saarlandes waren nach Kiel gekommen, um sich über die Evolutionsforschung und das lebenswissenschaftliche Studienangebot an der schleswig-holsteinischen Landesuniversität zu informieren.

Sie folgten einer Einladung des KEC-Sprechers Professor Hinrich Schulenburg, der ihnen an Beispielen aus Medizin, Umwelt und Landwirtschaft die Bedeutung der sogenannten „Translationalen Evolutionsforschung“ näher brachte. Mit ihrem neuartigen Forschungskonzept wollen die Kieler Forschenden gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern in Zukunft nachhaltige Lösungsansätze für gesellschaftlich bedeutsamen Probleme finden, wie zum Beispiel die Evolution von Resistenzen in Medizin und Landwirtschaft oder die Veränderung in Fischpopulationen durch Überfischung. „Der Besuch der Studierendengruppe ist ein Beispiel für das intensive Bestreben des KEC, Studierende, Schülerinnen und Schüler bereits früh auf die zentrale Bedeutung der Evolution hinzuweisen und sie für das Forschungsfeld zu begeistern“, so Schulenburg.

Der Besuch in Kiel war Teil eines sogenannten interkulturellen Seminars, das die Studierenden des binationalen integrierten Bachelor-Studiengangs Molekularbiologie selbst gestalten konnten. Dieser von deutschen und französischen Studierenden belegte Studiengang wird gemeinsam von der Universität des Saarlandes und der Université de Strasbourg angeboten. Finanziert wird das deutsch-französische Studienangebot von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH), die die Mobilität und die Begegnung junger Forscherinnen und Forscher aus Deutschland und Frankreich fördert.

Der Vize-Rektor für deutsch-französische Angelegenheiten von der Université de Strasbourg, und zugleich auch französischer Programmbeauftragter des integrierten Studienganges, Dr. Joern Pütz, begleitete die Studierenden auf ihrer Reise in den Norden. Die Wahl für den wissenschaftlichen Teil des Besuchsprogramms fiel auf die CAU, „um den Studierenden den interdisziplinären Charakter der Evolutionsforschung zu demonstrieren“, unterstrich Pütz. Dies sei wichtig, um Gesamtzusammenhänge etwa in der Medizin oder dem Naturschutz besser verstehen zu können, so Pütz weiter.

Mit den internationalen Masterstudiengängen „Molecular Biology and Evolution“ und „Medical Life Sciences“ und der internationalen Graduiertenschule für Evolutionsbiologie (IMPRS) am Max-Planck-Institut in Plön ist der Standort Kiel im Bereich der Evolutionsbiologie und -medizin für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler attraktiv aufgestellt. Bei ihrem Besuch an der CAU zeigten die deutsch-französischen Studierenden großes Interesse an diesen weiterqualifizierenden Angeboten.

Über das KEC:
Das „Kiel Evolution Center“ (KEC) als interaktive Wissenschaftsplattform an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) setzt sich zum Ziel, Evolutionsforscherinnen und -forscher in der Region Kiel besser zu koordinieren. Daneben sollen unter dem Schlüsselbegriff „Translationale Evolutionsforschung“ gezielt Brücken zwischen Grundlagenforschung und Anwendung geschlagen werden. Neben der Förderung der Wissenschaft stehen ausdrücklich auch Lehre und Öffentlichkeitsarbeit im Fokus des „Kiel Evolution Center“. Daran beteiligt sind neben der CAU auch Forschende vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön (MPI EB) und dem Forschungszentrum Borstel (FZB), Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften.

Es stehen Materialien zum Download bereit:
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Bildunterschrift: Die deutsch-französische Studierendengruppe bei ihrem Besuch an der CAU. In der ersten Reihe: Dr. Joern Pütz (ganz links) aus Strasbourg und Prof. Hinrich Schulenburg von der CAU (2.v.l.). Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Schulenburg präsentierte den Gästen aus Strasbourg und Saarbrücken das Kieler Konzept der „Translationalen Evolutionsforschung“.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Hinrich Schulenburg
Sprecher „Kiel Evolution Center“ (KEC), CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4141
E-Mail: hschulenburg@zoologie.uni-kiel.de

Dr. Joern Pütz
Programmbeauftragter deutsch-franz. „Bachelor of Sciences“,
Université de Strasbourg
Tel.: +33 6 33 61 00 83
E-Mail: j.puetz@unistra.fr

Weitere Informationen:
Forschungszentrum „Kiel Evolution Center“, CAU Kiel:
www.kec.uni-kiel.de

Master of Science in Molecular Biology & Evolution, CAU Kiel:
www.biologie.uni-kiel.de/en/studying/mambe

Master of Science in Medical Life Sciences, CAU Kiel:
www.medlife.uni-kiel.de

International Max Planck Research School (IMPRS)
for Evolutionary Biology:
www.evolbio.mpg.de/imprs

Exzellenzstudiengang „Bachelor of Science Molekularbiologie“,
Université de Strasbourg/ Universität des Saarlandes:
www.bionational.eu/study/courses.php?sel=bsc

Alena Buyx zur Ethik in den Lebenswissenschaften

09.05.2017

Öffentlicher Abendvortrag der Möbius-Gesellschaft im Zoologischen Museum

Die moderne lebenswissenschaftliche Forschung, zum Beispiel im Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), verzeichnete in jüngster Zeit zahlreiche technologische Durchbrüche. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versprechen sich daher Problemlösungen auf verschiedenen den Menschen und die Gesellschaft betreffenden Gebieten. Die Lebenswissenschaften rücken zum Beispiel die Chance auf Heilung schwerwiegender Erkrankungen, gesteigerte Erträge in der Landwirtschaft oder präzise, an individuellen Bedürfnissen des einzelnen Menschen orientierte Behandlungsansätze in greifbare Nähe. Dieses Potenzial bringt zugleich eine enorme Verantwortung mit sich. Denn neben diesen Chancen birgt die lebenswissenschaftliche Forschung auch Risiken, deren Tragweite in der Gegenwart nicht immer sicher abzuschätzen ist. Ein Beispiel dafür ist der Einsatz gentechnischer Methoden und die dadurch möglicherweise irreversible Veränderung des genetischen Pools. Um auf dieses Spannungsfeld hinzuweisen, veranstaltet die Möbius-Gesellschaft als Förderverein des Zoologischen Museums Kiel gemeinsam mit KLS am Mittwoch, 10. Mai, einen öffentlichen Vortragsabend mit der Kieler Medizinethikerin Professorin Alena Buyx. Sie spricht ab 18 Uhr im Hörsaal des Zoologischen Museums, im Anschluss lädt die Möbius-Gesellschaft zu einem Empfang in die Walhalle des Museums ein.

CAU-Professorin Buyx wird sich in ihrem allgemeinverständlichen Vortrag zum Beispiel mit den ethischen Implikationen im Bereich der sogenannten „Citizen Science“, also der gesellschaftlichen Beteiligung an wissenschaftlichen Experimenten, beschäftigen. Dabei beleuchtet sie, welche Rolle ethische Grundsätze zum Beispiel in der partizipativen medizinischen Forschung spielen – etwa im Falle der Nutzung von Patientendaten in Biobanken. Weiterhin widmet sie sich dem sogenannten „Nagoya-Protokoll“. Dieses von den Vereinten Nationen im Jahre 2010 beschlossene Abkommen regelt den Umgang mit und die Nutzung der Gesamtheit der auf der Erde vorhandenen genetischen Informationen. Die – auch kommerzielle – Nutzung dieser Ressource wirft ebenfalls zahlreiche ethische Fragen auf.

In Veranstaltungen wie diesem Vortragsabend und in Form der seit 2014 an der CAU eingerichteten Professur für Medizinethik stellen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der schleswig-holsteinischen Landesuniversität den ethischen Herausforderungen, die ihre Forschungsarbeiten mit sich bringen. Zentrale Expertin ist hierbei Professorin Buyx am Institut für Experimentelle Medizin der CAU. Sie interpretiert ihr Arbeitsgebiet bewusst interdisziplinär und arbeitet intensiv mit Kolleginnen und Kollegen aus den Naturwissenschaften und klinischen Bereichen, aus den Rechts- und Sozialwissenschaften, genauso wie aus der Philosophie, der Ökonomie und der Theologie zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Forschungsarbeiten in einem breiten inhaltlichen Spektrum im Einklang mit ethischen Grundsätzen zu planen und durchzuführen.

Zur Person:
Prof. Dr. med. Alena Buyx, ist seit April 2014 Professorin für Medizinische Ethik und stellvertretende Sprecherin des Instituts für Experimentelle Medizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Alena Buyx bearbeitet die gesamte Breite der biomedizinischen Ethik und Theorie, von klassischen medizinethischen Fragen aus der klinischen Praxis, über Herausforderungen durch biomedizinische Behandlungsinnovation und Forschung; bis hin zu ethischen und Gerechtigkeitsfragen in modernen Gesundheitssystemen. Sie ist zudem Mitglied des Deutschen Ethikrats, dessen Auftrag die Befassung mit ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft sind.

Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich zur Berichterstattung über den Vortrag von Professorin Buyx eingeladen. Wir bitten um vorherige Anmeldung bei der Pressestelle der CAU unter Telefon 0431/880-2104 oder per E-Mail an presse@uv.uni-kiel.de.

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Bildunterschrift: Alena Buyx ist seit 2014 Professorin für Medizinethik an der Universität Kiel.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Thomas Bosch,
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

PD Dr. Dirk Brandis
Zoologisches Museum Kiel, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-5170
E-Mail: brandis@zoolmuseum.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Möbius-Gesellschaft, Zoologisches Museum Kiel
www.zoologisches-museum.uni-kiel.de/index.php/moebius-gesellschaft

Medizinethik, Institut für Experimentelle Medizin, CAU Kiel
www.iem.uni-kiel.de/de/medizinethik

Zoologisches Museum Kiel, CAU Kiel
www.zoologisches-museum.uni-kiel.de/

Forschungsschwerpunkt Kiel Life Science, CAU Kiel
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Text / Redaktion: Christian Urban

Karl August Möbius-Fellowship 2017 geht an Angela Douglas

03.05.2017

Anlässlich der Preisverleihung eröffnete Kieler Sonderforschungsbereich Metaorganismus-Kunstausstellung

Der Sonderforschungsbereich 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ (SFB 1182) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) verlieh am gestrigen Dienstag, 2. Mai, erstmals den neu geschaffenen Wissenschaftspreis „Karl August Möbius Fellowship“. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ging an Professorin Angela Douglas von der US-amerikanischen Cornell University, die damit für ihre Verdienste um die Erforschung der symbiotischen Beziehungen von Lebewesen und Mikroorganismen geehrt wurde. Douglas, die als eine der Vordenkerinnen dieses noch jungen wissenschaftlichen Feldes gilt, eröffnete aus diesem Anlass gemeinsam mit dem SFB die Ausstellung „Art of Metaorganisms“ im Zentrum Molekulare Biowissenschaften (ZMB) der CAU. In beeindruckenden Bildern vermittelt die Schau die wechselseitigen Beziehungen zwischen Tieren, Pflanzen und Bakterien und macht so das abstrakte Thema der Metaorganismus-Forschung auch für Laien zugänglich. Ab heute können Besucherinnen und Besucher die Ausstellung montags bis donnerstags von 7:30 bis 16:00 Uhr und freitags von 8:00 bis 14:00 Uhr im Foyer des ZMB besichtigen.

Die Preisträgerin Douglas ist Professorin für Physiologie und Toxikologie der Insekten und arbeitet an der Cornell University an den Beziehungen zwischen Mikroben und höheren Lebewesen. Aus der Erforschung dieser Interaktionen möchte sie biomedizinische Modelle ableiten, die den positiven Einfluss von Bakterien auf die Gesundheit von Mensch und Tier nutzbar machen sollen. Die international renommierte Wissenschaftlerin ist damit eine würdige erste Trägerin des neuen Kieler Wissenschaftspreises, mit dem der SFB 1182 die Bedeutung der Metaorganismus-Forschung auch international hervorheben möchte. 

„Angela Douglas spielt eine herausragende Rolle im neuen Wissenschaftsgebiet der Metaorganismus-Forschung. Wir sind stolz, sie als erste Preisträgerin mit dem Karl August Möbius-Fellowship unseres Sonderforschungsbereichs ehren und darüber hinaus auch wissenschaftlich eng mit ihr zusammenarbeiten zu können“, betonte Professor Thomas Bosch, Sprecher des SFB 1182. Douglas ist regelmäßig zu Gast an der CAU und verbrachte erst kürzlich den mit dem „Karl August Möbius-Fellowship“ verbundenen mehrwöchigen Forschungsaufenthalt in Kiel, um sich mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Sonderforschungsbereichs auszutauschen. 

Karl August Möbius als Namensstifter des Preises ist mit Bedacht gewählt: Der Zoologe und Ökologe entdeckte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Kiel mit dem Konzept der Biozönose die gegenseitige Abhängigkeit von unterschiedlichen Lebewesen innerhalb einer Lebensgemeinschaft. Die heutigen Metaorganismus-Forschenden in Kiel und ihre Partnerinnen und Partner weltweit führen die von Möbius geschaffene Forschungsrichtung fort, indem sie das Konzept der multiorganismischen Beziehungen und seine Bedeutung für Gesundheit und Krankheit von Mensch, Tier und Pflanze weiterentwickeln. 

Mit der Ausstellung „Art of Metaorganisms“, zu der neben Forschenden des SFB 1182 auch internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beigetragen haben, möchten Douglas und ihre Kieler Kolleginnen und Kollegen ihr Thema der Öffentlichkeit in künstlerischer Interpretation vermitteln. Das Zusammenspiel von Körper und Kleinstlebewesen wird in ästhetischen und ausdrucksstarken Aufnahmen auch für fachfremde Besucherinnen und Besucher greifbar. Die Ausstellung, so hofft das Organisationsteam, soll dabei helfen, Bakterien als unverzichtbare Stütze für Gesundheit und Wohlbefinden auch des menschlichen Körpers zu verstehen. Damit ist sie eines von zahlreichen Formaten, mit denen die Forschenden des SFB 1182 zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit vermitteln möchten.

Über den SFB 1182
Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ beschäftigt sich mit der Frage, wie Pflanzen und Tiere einschließlich des Menschen gemeinsam mit hoch spezifischen Gemeinschaften von Mikroben funktionale Einheiten (Metaorganismen) bilden. Ziel des SFB ist es zu verstehen, warum und wie mikrobielle Gemeinschaften diese langfristigen Verbindungen mit ihren Wirtsorganismen eingehen und welche funktionellen Konsequenzen diese Wechselwirkungen haben. Im SFB 1182 sind insgesamt rund 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf Fakultäten der CAU, vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und von den Max Planck-Instituten für Evolutionsbiologie und Marine Mikrobiologie in Plön und Bremen zusammengeschlossen.

Bildmaterial steht zum Download bereit:
1. www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-136-1.jpg 
Bildunterschrift: Cornell-Professorin Angela Douglas ist die erste Preisträgerin des Kieler „Möbius-Fellowships“. Links im Bild: Professor Thomas Bosch, Sprecher des SFB 1182.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

2. www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-136-2.jpg 
Bildunterschrift: Angela Douglas wurde für ihre herausragende Forschung zu den Beziehungen von Lebewesen und Symbionten geehrt. 
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

3. www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-136-3.jpg 
Bildunterschrift: Teil der Preisverleihungszeremonie am Dienstagabend war ein Fachvortrag von Professorin Douglas über die Rolle der mikrobiellen Besiedlung des Körpers.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

4. www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-136-4.jpg 
Bildunterschrift: Im Anschluss an die Preisverleihung eröffneten Douglas und Bosch die Ausstellung „Art of Metaorganisms“ im Zentrum Molekulare Biowissenschaften.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

5. www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-136-5.jpg 
Bildunterschrift: In faszinierenden Bildern vermittelt die Ausstellung Einblicke in die Erforschung der wechselseitigen Beziehungen von Tieren, Pflanzen und Bakterien.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Thomas Bosch, 
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Sonderforschungsbereich 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“, CAU Kiel:
www.metaorganism-research.com

Douglas Lab, Department of Molecular Biology & Genetics, Cornell University
angeladouglaslab.com/


Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski, Text: Christian Urban 
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
E-Mail: presse@uv.uni-kiel.de, Internet: www.uni-kiel.de, Twitter: www.twitter.com/kieluni 
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Podiumsdiskussion auf der Hannover Messe: „Spitzenforschung als Innovationsmotor in Deutschland“

28.04.2017


Fotostrecke zur Hannover Messe auf flickr

Immer mehr technische und soziale Innovationen kommen aus dem kreativen Umfeld von Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Am Dienstag, 25. April, diskutierte Professor Lutz Kipp, Präsident der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), auf der Hannover Messe mit Fachleuten über „Spitzenforschung als Innovationsmotor in Deutschland“ und die neue Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Auf dem CAU-Stand in der Halle 2, „Research & Technology“ stellte Kipp gemeinsam mit den Vertretern der vier Forschungsschwerpunkte an der Universität Kiel einem intenationalen Publikum den Kieler Weg der Spitzenforschung vor.

Der Kieler Weg zeichnet sich durch ein hohes Maß an transdisziplinärer Forschung aus. Dabei arbeiten Forschende nicht allein über Fächergrenzen hinweg. „Naturwissenschaften und Kulturwissenschaften interagieren vielmehr auch intensiv miteinander“, lobte der Sprecher des Kieler Forschungsschwerpunktes Gesellschaft, Umwelt und Kultur im Wandel Professor Lutz Käppel. In Kiel sei die Planung von Wissenschaft ein Gemeinschaftsprojekt, betonte Kipp. Dafür werde ein komplexes Verständnis von den Dingen benötigt. "Dieses komplexe Verständnis und neue wissenschaftliche Lösungsansätze zum Beispiel in Form technologischer Neuerungen bedürfen jedoch eines besonderen soziologischen, kulturellen oder psychologischen Verständnisses“, ergänzte der Sprecher des lebenswissenschaftlichen Schwerpunktes Professor Thomas Bosch. „Ob Technologie, Medizin, Energie oder Klimawandel: Interdisziplinarität braucht einen langen Atem“, stellte Professor Rainer Adelung, Sprecher des Kieler Forschungsschwerpunktes Nano- und Oberflächenforschung fest. Der Vertreter des meereswissenschaftlichen Schwerpunktes, Professor Martin Visbeck, mahnte: „Wissenschaft ist Vielsprachigkeit. Universität schafft Spezialsprachen. Im Gegenzug muss eine universelle Wissenschaftssprache hergestellt werden. Nur so können wir Antworten auf die großen Fragen der Zeit finden. Dafür braucht es vor allem eines: Kommunikation. Exzellenzcluster sind dafür ein guter und erprobter Weg.“ Erfolgreiche Spitzenforschung brauche außerdem Glaubwürdigkeit, verlässliche Strukturen und gute Lösungsansätze für Fragen mit gesellschaftlicher Relevanz, betonte Bosch.

Im Anschluss beleuchteten Sophia Hatzelmann vom Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU), der Berliner Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung Steffen Krach und Jean-François Ricci, Campus Development Manager der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), mit Universitätspräsident Kipp, wie das ideale Zusammenspiel zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik für mehr Innovation und Beschäftigung gelingen kann.
„Der Mittelstand war und ist der wichtigste Innovationsträger der deutschen Wirtschaft. Wir brauchen einen besseren Kontakt und einen unbürokratischen Transfer zwischen Spitzenforschung und kleinen und mittelständischen Unternehmen. Denn nur so sind diese Unternehmen auch in Zukunft der Schlüssel für den Erfolg der Wirtschaft in Deutschland“, betonte Hatzelmann. Innovationskapital bereitzustellen, zum Beispiel zur Finanzierung von Stiftungsprofessuren, sei für kleine und mittelgroße Unternehmen schwierig. Vielen gehe es derzeit zwar sehr gut. Bestimmte Geschäftsmodelle seien jedoch bedroht. „Anlagenbau, Mobilität oder Energie sind Bereiche, die noch gut verdienen, aber schnell unter Druck geraten könnten“, warnte Hatzelmann. Es brauche daher dringend neue Geschäftsmodelle. Gute Unternehmen würden dies erkennen und entsprechend handeln.

Für Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung in Berlin, hat „der Exzellenzwettbewerb eine große Dynamik im Wissenschaftssystem insgesamt ausgelöst.“ Mit dem Konzept „Brain City Berlin“ werden Wissenschaft und Forschung noch deutlicher zum Markenzeichen Berlins – als Ausdruck der Leistungsfähigkeit der Stadt und einer innovativen Wissensmetropole Berlin. Organisatorischer Fixpunkt sei in Berlin neben einem neuen Wissenschaftsstadtteil Adlershof die Einsteinstiftung als Finanzierungsstruktur für Spitzenforschung. In diesem Programm werden ein Euro private Investition vom Land Berlin um je 50 Cent ergänzt: „So sind jüngst 50 Juniorprofessuren im Bereich der Digitalisierung entstanden“. Krach regte außerdem an, flächendeckend Vizepräsidenten für den Technologietransfer an Hochschulen zu installieren. So könnten noch mehr Startups entstehen. Berlin sei inzwischen Startup-Hautstadt. Kapital sei genügend vorhanden. „Es braucht aber neue Konzepte für die kritische Phase nach drei bis fünf Jahren“, sagte der Berliner Wissenschaftsstaatssekretär.

Den Blick von außen brachte Jean-François Ricci, Campus Development Manager der Schweizer École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), in die Diskussion ein: „Wissenschaft und Technologie spielen eine immer wichtigere Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung von Regionen. Sie werden immer komplexer und zunehmend international. Eine internationale Gesellschaft muss deshalb die Grenzen ihres Wissens unermüdlich erweitern, denn aus diesem Wissen entsteht Innovation. Wissenschaft ist ihrem Wesen nach global.“
Die Unabhängigkeit der Wissenschaft, die wissenschaftliche Freiheit, so der Schweizer, dürfe das allerdings nicht berühren.

Damit sich die Universitäten der Wirtschaft besser öffnen können, braucht es Orte, an denen dieser Austausch stattfinden kann. In Kiel wäre dafür ein Kongresszentrum auf dem Uni-Campus denkbar, überlegte Kipp. Denkbar seien auch neue Veranstaltungsformen wie TED-Talks oder Wissenschafts-Slams. "Nach wie vor gehen viele Unternehmen nicht in Universitäten, wenn es um Innovationen geht“, stellte Hatzelmann fest. Universitäten sollten sich deshalb ruhig öffnen: „Wir brauchen Orte, an denen Wirtschaft und Wissenschaft im engen Alltagskorsett in Kontakt kommen können. Kurze knappe Informationen sind uns dabei wichtig. Denn Zeit ist für uns Geld.“

„Damit wir in der neuen Exzellenzstrategie des Bundes und Länder weiter erfolgreich sein können, ist es für uns wichtig zu erfahren, welche Erwartungen Wirtschaft und Politik an das System Wissenschaft haben. Dieser Themenabend hat uns in dieser Hinsicht viele wertvolle Einsichten und Ideen verschafft. Das verdanken wir den sehr engagierten und fundierten Beträgen unserer Gäste“, fasste CAU-Präsident Kipp einen rundum gelungenen Abend zusammen.

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Podiumsdiskussion zur Exzellenz hoch 4 mit den Vertretern der Forschungsschwerpunkte (von links nach rechts): Heike Schmoll, Moderation, Thomas Bosch, KLS, Rainer Adelung, KiNSIS, Martin Visbeck, KMS, Lutz Käppel, SECC, Lutz Kipp, Präsident.
Foto, Copyright: Claudia Levetzow, CAU
 

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Lutz Kipp präsentiert den Kieler Weg der Spitzenforschung auf der Hannover Messe 2017.
Foto, Copyright: Claudia Levetzow, CAU
 

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Podiumsdiskussion zur Spitzenforschung als Innovationsmotor (von links nach rechts): Heike Schmoll, Sophia Hatzelmann, Steffen Krach, Jean-François Ricci, Lutz Kipp.
Foto, Copyright: Claudia Levetzow, CAU
 

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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
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Kieler Evolutionsforschung auf der Hannover Messe 2017

26.04.2017

Kieler Forschende präsentieren ihr Konzept der „Translationalen Evolutionsforschung“

Am heutigen Montag, 24. April, startete in der niedersächsischen Landeshauptstadt die Hannover Messe 2017. Erstmals ist dort auch die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit einem eigenen Stand in der Halle 2, „Research & Technology“, vertreten: Noch bis zum 28. April präsentiert sie ihre vier Forschungsschwerpunkte. Der lebenswissenschaftliche Schwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) stellte zum Messeauftakt am Montag, 24. April, das „Kiel Evolution Center“ (KEC) auf der Messe vor. Expertinnen und Experten des KEC berichteten dem interessierten Fachpublikum vom Kieler Konzept der „Translationalen Evolutionsforschung zur Lösung gesellschaftlicher Probleme“. Dr. Olivia Roth (GEOMAR) und Professor Hinrich Schulenburg (CAU) diskutierten mit Publikum und Moderator Jan-Martin Wiarda, Wissenschaftsjournalist aus Berlin, über das Anwendungspotenzial evolutionärer Prinzipien in Gesundheit, Umwelt und Landwirtschaft.

So verdeutlichten sie, dass zum Beispiel die Ausbreitung Antibiotika-resistenter Keime, die Übernutzung schwindender Fischbestände oder Ernteeinbußen durch Pflanzenschädlinge eine gemeinsame Ursache haben können: Der Mensch greift durch sein Handeln in die natürliche Selektion ein und beeinflusst damit evolutionäre Prozesse. Das Ergebnis sind häufig stark negative Langzeitfolgen, denen die Kieler Forschenden durch eine stärkere Berücksichtigung der Evolution in Forschung und Anwendung begegnen möchten. „Evolution trägt zentral zu den aktuellen Problemen bei, wird bei der Entwicklung von neuen Maßnahmen aber nur selten berücksichtigt. Das wollen wir ändern, denn nur so können wir nachhaltige Lösungsansätze finden“, bekräftigte Professor Hinrich Schulenburg, Sprecher des „Kiel Evolution Center“, in Hannover.

Neben dieser Diskussionsrunde gestaltete das KEC zudem den Messestand des lebenswissenschaftlichen Forschungsschwerpunkts mit: Die gesellschaftliche Relevanz der Translationalen Evolutionsforschung wird darin anhand anschaulicher Beispiele aus Medizin, Umwelt und Landwirtschaft deutlich. Zudem stellten sich Expertinnen und Experten des KEC vor Ort den Fragen des Messepublikums und sorgten für Sichtbarkeit ihres Forschungskonzepts und des Wissenschaftsstandorts Kiel als bundesweit einzigartiger Schwerpunkt in der Evolutionsforschung.

Die Exponate des Forschungsschwerpunktes „Kiel Life Science“ sind über die gesamte Messewoche zu erleben. Das vollständige Programm der Kieler Präsentation bei der Hannover Messe vom 24. bis 28. April 2017 finden Sie hier:

www.uni-kiel.de/hannovermesse
www.hannovermesse.de/aussteller/christian-albrechts-universitaet-zu-kiel/P412512

Den Stand der Universität Kiel finden Sie in Halle 2, C07
https://www.uni-kiel.de/hannovermesse/de/hallenplan

Über das KEC
Das „Kiel Evolution Center“ (KEC) als interaktive Wissenschaftsplattform an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) setzt sich zum Ziel, Evolutionsforscherinnen und -forscher in der Region Kiel besser zu koordinieren. Daneben sollen unter dem Schlüsselbegriff „Translationale Evolutionsforschung“ gezielt Brücken zwischen Grundlagenforschung und Anwendung geschlagen werden. Neben der Förderung der Wissenschaft stehen ausdrücklich auch Lehre und Öffentlichkeitsarbeit im Fokus des „Kiel Evolution Center“. Daran beteiligt sind neben der CAU auch Forschende vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön (MPI EB) und dem Forschungszentrum Borstel (FZB), Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
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Bildunterschrift: Zum Messeauftakt in Hannover präsentierten Forschende des „Kiel Evolution Center“ (KEC) das Konzept der „Translationalen Evolutionsforschung“.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Dr. Olivia Roth (GEOMAR) und Professor Hinrich Schulenburg (CAU) diskutierten mit Publikum und Moderator Jan-Martin Wiarda über das Anwendungspotenzial der Evolutionsforschung.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Dr. Olivia Roth (GEOMAR) hob die evolutionäre Bedeutung der Schwangerschaft für Mensch und Tier hervor.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Professor Hinrich Schulenburg (CAU) verdeutlichte, wie die Evolutionsforschung in Zukunft zur Lösung der Antibiotikakrise beitragen könnte.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Hinrich Schulenburg
Sprecher „Kiel Evolution Center“ (KEC), CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4141
E-Mail: hschulenburg@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Forschungszentrum „Kiel Evolution Center“, CAU Kiel:
www.kec.uni-kiel.de

Forschungsschwerpunkt Kiel Life Science, CAU Kiel:
www.kls.uni-kiel.de
 

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
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Text / Redaktion: ► Christian Urban

Kieler Lebenswissenschaften auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017

Kiel Life Science präsentiert lebenswissenschaftliche Spitzenforschung auf der weltgrößten Industriemesse

Wenn am kommenden Montag, 24. April, die Hannover Messe in der niedersächsischen Landeshauptstadt beginnt, betritt die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit ihrem dortigen Messeauftritt Neuland: Erstmals präsentieren sich die vier CAU-Forschungsschwerpunkte Lebenswissenschaften, Nanowissenschaften und Oberflächenforschung, Meereswissenschaften und Kultureller Wandel dem Publikum der größten Industriemesse der Welt. Der lebenswissenschaftliche Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) trägt mit einem attraktiven Programm aus Exponaten und Vorträgen dazu bei, Kieler Spitzenforschung und ihre Schnittstellen zu Gesellschaft und Anwendung darzustellen.

KLS-Sprecher Professor Thomas Bosch betont: „Ziel unserer Forschung ist es, die Entstehung gesunder und kranker Prozesse verschiedenster Lebewesen im Zusammenspiel mit ihrer Umwelt zu verstehen. Daraus hoffen wir, in Zukunft neue Optionen für Prophylaxe und Therapie abzuleiten. In Hannover möchten wir präsentieren, wie unsere stark interdisziplinär ausgerichtete Forschungsarbeit künftig zur Lösung grundlegender Probleme in Gesundheit, Umwelt und Ernährung beitragen wird.“

Als Vertreterinnen und Vertreter der Kieler Lebenswissenschaften diskutieren zum Auftakt des CAU-Messeauftritts in der Halle 2, „Research & Technology“, Forschende des „Kiel Evolution Center“ (KEC): Unter dem Titel „Translationale Evolutionsforschung zur Lösung gesellschaftlicher Probleme“ zeigen Dr. Olivia Roth (GEOMAR) und Professor Hinrich Schulenburg (CAU) am Montag um 10 und nochmals um 12 Uhr auf, wie die Erforschung und Anwendung evolutionärer Prinzipien dabei helfen können, die Ausbreitung Antibiotika-resistenter Keime oder die Übernutzung schwindender Fischbestände zu bekämpfen.

Insgesamt präsentiert „Kiel Life Science“ in Dialogveranstaltungen und mit verschiedenen Exponaten exemplarische Einblicke aus verschiedenen Bereichen der lebenswissenschaftlichen Spitzenforschung an der schleswig-holsteinischen Landesuniversität. Dazu zählt unter anderem das Exponat „Perspektive Mikrobiom“, das die Bedeutung der Erforschung der mikrobiellen Besiedlung des menschlichen Körpers hervorhebt: Ziel des von Studierenden der Muthesius Kunsthochschule gemeinsam mit dem Exzellenzcluster Entzündungsforschung entwickelten Bakterien-Selbsttests ist es, die Diagnostik von Mikroorganismen im menschlichen Körper künftig für eine individuelle Krankenversorgung zu nutzen. Vorgestellt wird außerdem der Prototyp der mobilen Medizin-Anwendung „eHealth-App: Tagesaktuellen Gesundheitsstatus per Smartphone erfassen“. Diese Smartphone-Anwendung soll künftig medizinische Daten im alltäglichen Leben von Patientinnen und Patienten erheben und zielt damit auf die Entwicklung präziserer Behandlungsansätze bei verschiedenen schwerwiegenden Erkrankungen ab.

Folgende repräsentative Leitthemen stellt der Forschungsschwerpunkt auf der Hannover Messe beispielsweise vor: die Übertragung der Forschungsergebnisse vom Labor bis hin zum Krankenbett, die Erforschung des menschlichen Mikrobioms in Gesundheit und Krankheit oder der Einfluss evolutionärer Prozesse auf Umwelt und Gesundheit. Im Mittelpunkt steht dabei die individualisierte Medizin, deren Ziel eine an individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientierte Krankenversorgung ist. Insgesamt hoffen die Kieler Lebenswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, vielfältige Einblicke in ihre exzellente Forschungsarbeit gewähren und so die Bedeutung der Spitzenforschung für Gesellschaft und Innovation hervorheben zu können.

Das vollständige Programm der Kieler Präsentation bei der Hannover Messe vom 24. bis 28. April 2017 finden Sie hier:
www.uni-kiel.de/hannovermesse

www.hannovermesse.de/aussteller/christian-albrechts-universitaet-zu-kiel

Den Stand der Universität Kiel finden Sie in Halle 2, C07
www.uni-kiel.de/hannovermesse/de/hallenplan

Über „Kiel Life Science“:
Das interdisziplinäre Zentrum für angewandte Lebenswissenschaften – „Kiel Life Science“ (KLS) – vernetzt an der CAU Forschungen aus den Agrar- und Ernährungswissenschaften, den Naturwissenschaften und der Medizin. Es bildet einen von vier Forschungsschwerpunkten an der Universität Kiel und will die zellulären und molekularen Prozesse besser verstehen, mit denen Lebewesen auf Umwelteinflüsse reagieren. Im Mittelpunkt der Forschung stehen Fragen, wie sich landwirtschaftliche Nutzpflanzen an spezielle Wachstumsbedingungen anpassen oder wie im Zusammenspiel von Genen, dem individuellen Lebensstil und Umweltfaktoren Krankheiten entstehen können. Gesundheit wird dabei immer ganzheitlich im Kontext der Evolution betrachtet. Unter dem Dach des Forschungsschwerpunkts sind derzeit rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 40 Instituten und sechs Fakultäten der CAU als Vollmitglieder versammelt.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
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Bildunterschrift: Der Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ stellt seine Leitthemen in Hannover auch in Form einer interaktiven digitalen Präsentation vor.
Grafik: KLS, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Eines der Messe-Exponate: Mit dem Selbsttest „Perspektive Mikrobiom“ lassen sich Mikroorganismen im menschlichen Körper bestimmen.
Copyright: Yannick Kaiser/studioungleich.de

Kontakt:
Prof. Thomas Bosch
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“, CAU Kiel
www.kls.uni-kiel.de

„Kiel Evolution Center“, CAU Kiel
www.kec.uni-kiel.de

Exzellenzcluster Entzündungsforschung:
inflammation-at-interfaces.de

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
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Text / Redaktion: ► Christian Urban

Kiel Life Science auf der Hannover Messe 2017

12.04.2017

Auf der Hannover Messe präsentieren die Kieler Lebenswissenschaften in Dialogveranstaltungen und mit verschiedenen Exponaten exemplarische Einblicke aus der lebenswissenschaftlichen Spitzenforschung an der schleswig-holsteinischen Landesuniversität. Leitthemen sind: Die Translation von Forschungsergebnissen vom Labor bis hin zum Krankenbett, die Erforschung des menschlichen Mikrobioms in Gesundheit und Krankheit sowie der Einfluss evolutionärer Prozesse auf die Entstehung und Behandlung von Krankheiten. Im Mittelpunkt steht zudem die individualisierte Medizin, deren Ziel eine an individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientierte Krankenversorgung ist.

Weitere Informationen: KLS auf der Hannover Messe

Gesamtprogramm der CAU

CAU auf der Website der Hannover Messe

 

 

Podiumsdiskussion „Exzellenz4“

12.04.2017

Kieler Kurs der Spitzenforschung wird auf der Hannover Messe vorgestellt

Vier Mal Spitzenforschung aus Kiel: Die Vertreter der Forschungsschwerpunkte Lebenswissenschaften, Nanowissenschaften und Oberflächenforschung, Meereswissenschaften und Kultureller Wandel an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) kommen am Dienstag, 25. April, um 15.30 Uhr auf der Hannover Messe zusammen. Gemeinsam skizzieren sie dort auf dem CAU-Stand in der Halle 2, Research & Technology, den Kieler Weg der Spitzenforschung. „Seit ihrer Gründung im Jahr 1665 hat sich die CAU Stück für Stück in eine Universität der verbundenen Wissenschaftskulturen entwickelt. Über bewährte Partnerschaften mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind über die Jahre unsere vier Forschungsschwerpunkte entstanden. Sie vereinen heute die wissenschaftliche Exzellenz der Fakultäten in sich. Jetzt beginnt eine neue Phase, in der sie neue dynamische Schnittstellen zwischen den Natur-, Sozial-, Technischen und Geisteswissenschaften schaffen und leben“, beschreibt CAU-Präsident Professor Lutz Kipp die Strategie, mit der aus sich die Kieler Universität für die neue Phase der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder positioniert.

Auf der Hannover Messe diskutiert Kipp mit den Sprechern der Kieler Forschungsschwerpunkte Professor Rainer Adelung (Nanowissenschaften und Oberflächenforschung), Professor Thomas Bosch (Lebenswissenschaften), Professor Lutz Käppel (Kultureller Wandel) und Professor Martin Visbeck (Meereswissenschaften) über Aspekte, die für den Wissenschaftsstandort Kiel und Norddeutschland in Zukunft immer bedeutsamer werden. Dabei geht es unter anderem um die vertiefte interdisziplinäre Zusammenarbeit über bestehende Schwerpunkte hinweg, Big Data und Digitalisierung oder die gesellschaftliche Relevanz von Forschungsergebnissen. Der Besuch der Veranstaltung ist für Besucherinnen und Besucher der Hannover Messe kostenfrei.

Das Wichtigste in Kürze:
Was: Podiumsdiskussion „Exzellenz4“ auf der Hannover Messe 2017
Wann: Dienstag, 25.04.2017, 15:30 Uhr
Wo: Hannover Messe, Halle 2, Research & Technology, Messestand C07,
30521 Hannover

Informationen zum Programm unter:
www.uni-kiel.de/hannovermesse

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
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Bildunterschrift: CAU-Präsident Professor Lutz Kipp spricht auf der Hannover Messe mit den Sprechern der Kieler Forschungsschwerpunkte über den Wissenschaftsstandort Kiel.
Foto/Copyright: Axel Schön, CAU

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Bildunterschrift: Professor Rainer Adelung ist Sprecher des Kieler Forschungsschwerpunktes Nanowissenschaften und Oberflächenforschung.
Foto/Copyright: pur.pur, CAU

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Bildunterschrift: Professor Thomas Bosch ist Sprecher des Kieler Forschungsschwerpunktes Lebenswissenschaften.
Foto/Copyright: Tebke Böschen, CAU

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Bildunterschrift: Professor Lutz Käppel ist Sprecher des Kieler Forschungsschwerpunktes Gesellschaft, Umwelt, Kultur im Wandel.
Foto: privat

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Bildunterschrift: Professor Martin Visbeck ist Sprecher des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“. Copyright: GEOMAR


 

IMPRS Evolutionary Biology: 10 PhD positions and fellowships

03.04.2017

The International Max Planck Research School for Evolutionary Biology is offering up to 10 PhD positions and fellowships.

The graduate school is dedicated to highest level of research and training in all areas of contemporary Evolutionary Biology. It is a joint initiative of the Max Planck Institute for Evolutionary Biology, Kiel University and the GEOMAR Helmholtz Center for Ocean Research Kiel. The school offers an internationally competitive research environment with state of art facilities. The participating groups are working on a broad variety of scientific topics including molecular, behavioral, theoretical and organismal approaches.

The graduate program starts with a rotation period of three months followed by a PhD project of three years including seminars, courses and workshops. The language of the graduate school is English. Financial support is provided throughout the program.


To obtain further information about our PhD program and application details (only online application possible), please visit our website at http://www.evolbio.mpg.de/imprs.
Well-motivated and highly-qualified students from all countries are welcome to apply. A Master of Science degree or a Diploma as well as a strong interest in Evolutionary Biology and flexibility in the research project are prerequisites for entering the program. We are looking forward to your online application for a PhD project in the beautiful landscape of Northern Germany.

The deadline for applications is April 23, 2017.
The selection week will be held from June 26– 30 and
the program itself starts on September 18, 2017.

Contact:
Dr. Kerstin Mehnert,
August-Thienemann-Str. 2, 24306 Plön, Germany
email: imprs@evolbio.mpg.de phone: +49(0)4522 763 233

Learn more: http://www.evolbio.mpg.de/imprs

 

Wirte und Bakterien unter extremen Umweltbedingungen

Professor Heribert Hirt von der König-Abdullah-Universität spricht über Mikroorganismen, die Agrarpflanzen das Überleben in der Wüste ermöglichen. Foto: Christian Urban, Universität Kiel

29.03.2017

Gemeinsames Arbeitstreffen des Kieler SFB 1182 mit der saudi-arabischen Eliteuniversität KAUST 

Seit dem gestrigen Dienstag, 28. März, läuft der bilaterale Workshop „Metaorganisms in Extreme Environments“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Auf Einladung des Sonderforschungsbereichs  (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ an der CAU ist derzeit eine Abordnung der saudi-arabischen König-Abdullah-Universität für Wissenschaft und Technologie (KAUST) zu Gast an der schleswig-holsteinischen Landesuniversität. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des SFB 1182 erörtern sie die Bedeutung des Zusammenspiels von Lebewesen mit ihrer bakteriellen Besiedlung für das Leben unter extremen Umweltbedingungen. Ziel der Forschenden ist es, sich über neueste Ergebnisse auf dem noch jungen Gebiet der Metaorganismus-Forschung auszutauschen und die Zusammenarbeit der Wissenschaftsstandorte zu intensivieren.

 

Vom Pflanzenbau in besonders trockener Umgebung über die Rolle mikrobieller Symbionten im Ökosystem Korallenriff bis hin zu sauerstoffarmen Lebensräumen im Meer: Die thematische Bandbreite des Arbeitstreffens unterstreicht die universelle Bedeutung des Metaorganismus-Konzepts in den Lebenswissenschaften. Neben seiner zentralen Anwendung in der Gesundheitsforschung berührt es die Gesamtheit der Lebensprozesse und ist damit ein fundamentaler Aspekt in den modernen Lebenswissenschaften. „Mikrobielles Leben dominierte unseren Planeten lange bevor sich erste höhere Lebewesen entwickeln konnten. Es bildet auch heute noch den Kontext, in dem sich das Leben insgesamt abspielt. Unsere zentrale Herausforderung ist es daher, die herausragende Rolle des symbiotischen Zusammenspiels von Organismus und Bakterien in seiner gesamten Breite und in den verschiedensten Ausprägungen zu untersuchen“, betont Professor Thomas Bosch, Sprecher des SFB 1182. 

In diesem Zusammenhang widmen sich die Forschenden von der saudi-arabischen Universität dem Metaorganismus-Prinzip in besonderer Weise: Unter dem Einfluss der vorherrschenden extremen Lebensbedingungen in ihrer Heimat beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der KAUST unter anderem mit der Frage, wie bakterielle Symbionten Agrarpflanzen bei der Anpassung an besonders trockene Wüstenstandorte unterstützen können. Als noch junge Eliteuniversität stellt sich die vom saudischen Königshaus geförderte Universität schwerpunktmäßig gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Nahrungs- und Wasserversorgung einer wachsenden Weltbevölkerung oder der Verbesserung bestehender oder der Entwicklung neuer Formen der Energiegewinnung. Ausdrückliches Ziel des wissenschaftlichen Arbeitstreffens im Zentrum Molekulare Biowissenschaften (ZMB) der Uni Kiel ist auch die Vorbereitung einer künftig dauerhaften Forschungskooperation zwischen den beiden Wissenschaftsstandorten, um gemeinsam Fortschritte auf dem Gebiet der Metaorganismus-Forschung zu erzielen. 


Bildmaterial steht zum Download bereit:

1. www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-090-1.jpg 
Professor Heribert Hirt von der King-Abdullah-Universität spricht über Mikroorganismen, die Agrarpflanzen das Überleben in der Wüste ermöglichen.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

2. www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-090-2.jpg 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des bilateralen Workshops „Metaorganisms in Extreme Environments“ an der Uni Kiel.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Thomas Bosch, 
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Sonderforschungsbereich 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“, CAU Kiel:
www.metaorganism-research.com


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Kieler Wissenschaftspreis 2017 geht an Ruth Schmitz-Streit

Professorin Ruth Schmitz-Streit, Trägerin des Wissenschaftspreises 2017 der Stadt Kiel, im Labor. Foto: Stefan Kolbe

24.03.2017

Landeshauptstadt ehrt CAU-Mikrobiologin für herausragende Leistungen

Vergangene Woche befanden die Ratsmitglieder der Landeshauptstadt über die Vergabe des Wissenschaftspreises 2017 der Stadt Kiel. Sie entschieden sich einstimmig für Ruth Schmitz-Streit, Professorin für molekulare Mikrobiologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Mit dem Wissenschaftspreis ehrt die Landeshauptstadt hervorragende wissenschaftliche Leistungen; der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung erfolgt am 25. Juni in einer Feierstunde im Rathaus. Stadtpräsident Hans-Werner Tovar informierte die Preisträgerin bereits jetzt über die Entscheidung der Ratsversammlung und gratulierte ihr im Namen der Landeshauptstadt Kiel.

Ruth Schmitz-Streit forscht und lehrt seit 2004 am Institut für Allgemeine
Mikrobiologie der CAU, dem sie als Direktorin vorsteht. Ihre Forschungsarbeiten spannen einen Bogen von der Regulation des Stickstoffmetabolismus bei Bakterien und Archaeen über den Stickstoffkreislauf und die Identifizierung von neuen Wirkstoffen des Ozeans bis hin zu Untersuchungen von Wirt-Mikroorganismus-Interaktionen. Sie ist in zahlreichen Gremien und Forschungsverbünden an der Universität Kiel aktiv. Weiterhin steht sie dem Schwerpunktprogramm (SPP) 2002 „Kleine Proteine in Prokaryoten, eine unbekannt Welt“ als Sprecherin vor. Das SPP 2002 wird seit 2017 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. Seit wenigen Tagen bekleidet sie zudem als erste Frau die Position der Präsidentin der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Sie ist eine der größten und bedeutendsten deutschsprachigen Fachgesellschaften im Bereich der Lebenswissenschaften.

Ruth Schmitz-Streit tritt als Trägerin des Kieler Wissenschaftspreises die Nachfolge von Professor Rainer Herges an. Der Direktor des Otto Diels-Instituts für Organische Chemie an der CAU wurde 2015 ausgezeichnet. Die Landeshauptstadt verleiht ihren Wissenschaftspreis gemeinsam mit dem neu geschaffenen Innovationspreis im jährlichen Wechsel mit dem Kulturpreis. Die Kandidatinnen und Kandidaten für diese Ehrungen werden jeweils vom Kultur- und Wissenschaftssenat vorgeschlagen.

Zur Person:
Ruth Schmitz-Streit (Jahrgang 1965) studierte Biologie an der Universität Marburg und promovierte 1992 über Molybdän- und Wolframat-haltige Enzyme in methanogenen Archaeen bei Rolf Thauer. Es folgte eine zweijährige Postdoc-Zeit, in der sie an der University of California, Berkeley, im Labor von Sydney Kustu über die Regulation der Stickstofffixierung in Klebsiella pneumoniae arbeitete. 1996 kehrte sie nach Deutschland zurück an das Institut für Mikrobiologie und Genetik der Universität Göttingen und habilitierte sich 2001 bei Gerhard Gottschalk für das Fach Mikrobiologie. Von 2001 bis 2004 arbeitete Ruth Schmitz-Streit als unabhängige Gruppenleiterin und Heisenbergstipendiatin an der Universität Göttingen. Seit Oktober 2004 ist sie C4-Professorin für molekulare Mikrobiologie an der Universität Kiel.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-082-1.jpg
Bildunterschrift: Professorin Ruth Schmitz-Streit, Trägerin des Wissenschaftspreises 2017 der Stadt Kiel, im Labor.
Foto: Stefan Kolbe

www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-082-2.jpg
Bildunterschrift: Die Arbeitsgruppe Schmitz-Streit, Molekularbiologie der Mikroorganismen, am Institut für Allgemeine Mikrobiologie.
Foto: AG Schmitz-Streit

Kontakt:
Prof. Ruth Schmitz-Streit
Molekularbiologie der Mikroorganismen,
Institut für Allgemeine Mikrobiologie, CAU
Telefon: 0431 880-4334
E-Mail: rschmitz@ifam.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Molekularbiologie der Mikroorganismen (AG Schmitz-Streit),
Institut für Allgemeine Mikrobiologie, CAU
www.mikrobio.uni-kiel.de/de/ag-schmitz-streit

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
E-Mail: ► presse@uv.uni-kiel.de, Internet: ► www.uni-kiel.de
Twitter: ► www.twitter.com/kieluni, Facebook: ► www.facebook.com/kieluni, Instagram: ► www.instagram.com/kieluni
Text / Redaktion: ► Christian Urban

 

Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM): Ruth Schmitz-Streit wird erste Präsidentin

Auf ihrer Jahresversammlung in Würzburg wählten die VAAM-Mitglieder mit Professorin Schmitz-Streit (2.v.l.) zum ersten Mal eine Frau an ihre Spitze. Mit im Bild: VAAM-Vizepräsident Professor Zelder und Geschäftsführerin Muth (links). Foto: Dr. Anja Störik

17.03.2017

Kieler Professorin bei Jahrestagung der VAAM zur neuen Vorsitzenden gewählt

Die VAAM hat vergangene Woche auf ihrer Jahrestagung in Würzburg Ruth Schmitz-Streit, Professorin für molekulare Mikrobiologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), mit großer Mehrheit zu ihrer neuen Präsidentin gewählt. Schmitz-Streit, Direktorin des Instituts für Allgemeine Mikrobiologie an der CAU, ist die erste Frau, die auf diese renommierte Position berufen wird.

Die VAAM als Vereinigung der deutschsprachigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit mikrobiologischer Forschungsausrichtung ist eine der größten und bedeutendsten Fachgesellschaften im Bereich der Lebenswissenschaften. „Ich freue mich sehr, dass das Präsidentenamt der VAAM erstmals mit einer Frau besetzt ist”, bekräftigt Professor Oskar Zelder, Vizepräsident der VAAM, „mit ihren vielseitigen Forschungsinteressen wird Ruth Schmitz-Streit unsere Vereinigung erfolgreich repräsentieren." Professorin Karin Schwarz, CAU-Vizepräsidentin für Forschung, bewertet die prestigeträchtige Position: „Ruth Schmitz-Streits Ernennung zur Präsidentin der VAAM ist nicht nur eine große persönliche Auszeichnung, sondern auch eine weitere Bestätigung der erfolgreichen Arbeit am Wissenschaftsstandort Kiel.“

Mit ihrer Entscheidung votierten die VAAM-Mitglieder für eine besonders erfahrene und vielseitige Wissenschaftlerin an ihrer Spitze: Schmitz-Streits Forschungsarbeiten spannen einen Bogen von der Regulation des Stickstoffmetabolismus bei Bakterien und Archaeen über den Stickstoffkreislauf und die Identifizierung von neuen Wirkstoffen des Ozeans bis hin zu Untersuchungen von Wirt-Mikroorganismus-Interaktionen. Sie ist in zahlreichen Gremien und Forschungsverbünden an der Universität Kiel aktiv. Weiterhin steht sie dem Schwerpunktprogramm (SPP) 2002 „Kleine Proteine in Prokaryoten, eine unbekannt Welt“ als Sprecherin vor. Das SPP 2002 wird seit 2017 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert.

Über die VAAM:
In der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie e.V. sind etwa 3.500 mikrobiologisch orientierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammengeschlossen. Die 1985 in Würzburg gegründete Vereinigung fördert den wissenschaftlichen Informationsaustausch und die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder, mit dem Ziel, Forschungsergebnisse der Mikrobiologie zum Wohl der Gesellschaft und der Umwelt umzusetzen.

Zur Person:
Ruth Schmitz-Streit (Jahrgang 1965) studierte Biologie an der Universität Marburg und promovierte 1992 über Molybdän- und Wolframat-haltige Enzyme in methanogenen Archaeen bei Rolf Thauer. Es folgte eine zweijährige Postdoc-Zeit, in der sie an der University of California, Berkeley, im Labor von Sydney Kustu über die Regulation der Stickstofffixierung in Klebsiella pneumoniae arbeitete. 1996 kehrte sie nach Deutschland zurück an das Institut für Mikrobiologie und Genetik der Universität Göttingen und habilitierte sich 2001 bei Gerhard Gottschalk für das Fach Mikrobiologie. Von 2001 bis 2004 arbeitete Ruth Schmitz-Streit als unabhängige Gruppenleiterin und Heisenbergstipendiatin an der Universität Göttingen. Seit Oktober 2004 ist sie C4-Professorin für molekulare Mikrobiologie an der Universität Kiel.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
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Bildunterschrift: Ruth Schmitz-Streit, CAU-Professorin für molekulare Mikrobiologie, ist neue VAAM-Präsidentin.
Foto: Jürgen Haacks, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Auf ihrer Jahresversammlung in Würzburg wählten die VAAM-Mitglieder mit Professorin Schmitz-Streit (2.v.l.) zum ersten Mal eine Frau an ihre Spitze. Mit im Bild: VAAM-Vizepräsident Professor Zelder und Geschäftsführerin Muth (links).
Foto: Dr. Anja Störiko, VAAM

Kontakt:
Prof. Ruth Schmitz-Streit
Molekularbiologie der Mikroorganismen,
Institut für Allgemeine Mikrobiologie, CAU
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Weitere Informationen:
Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie e.V. (VAAM):
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Molekularbiologie der Mikroorganismen (AG Schmitz-Streit),
Institut für Allgemeine Mikrobiologie, CAU
www.mikrobio.uni-kiel.de/de/ag-schmitz-streit

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
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Text / Redaktion: ► Christian Urban

Internationale entwicklungsbiologische Trends

Klaus Sander-Preisträgerin Professorin Ruth Lehmann (2.v.l) gemeinsam mit GfE-Präsident Professor Bosch (Mitte) und der Familie des Namensgebers. Foto: Christian Urban, Universität Kiel

16.03.2017

Gemeinsame Tagung der deutschen und japanischen Gesellschaften für Entwicklungsbiologie an der Uni Kiel

Seit dem heutigen Mittwoch, 15. März, findet die gemeinsame Tagung der deutschen Gesellschaft für Entwicklungsbiologie (GfE) und der Japanese Society of Developmental Biologists (JSDB) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) statt. Die rund 280 internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutieren noch bis einschließlich Samstag über die aktuellen Entwicklungen in der lebenswissenschaftlichen Kerndisziplin der Entwicklungsbiologie. Ein Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung ist die Teilnahme des Nobelpreisträgers Professor Eric Wieschaus: Der US-amerikanische Entwicklungsbiologe von der Princeton University wurde für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Embryogenese ausgezeichnet. Wieschaus wird sich in einer Feierstunde im Kieler Rathaus am Freitagabend, 17. März, in Anwesenheit des Stadtpräsidenten Hans-Werner Tovar in das Goldene Buch der Landeshauptstadt eintragen und anschließend seine neuesten Forschungsergebnisse präsentieren.

Die im zweijährigen Turnus ausgerichtete Tagung hat sich zu einem der wichtigsten Foren für entwicklungsbiologisch arbeitende Forschende aus den Bereichen der Genetik, Molekularbiologie, Medizin, Zoologie und Botanik entwickelt. Als deren Dachorganisation im deutschsprachigen Raum setzt sich die GfE zum Ziel, die entwicklungsbiologische Forschung und deren Darstellung zu fördern und zu koordinieren. „In diesem Jahr dreht sich alles um die Fortschritte in der Entwicklungsbiologie in Japan und Deutschland. Forschende beider Nationen haben für viele wichtige Impulse auf unserem Gebiet gesorgt, dafür zollen wir insbesondere den japanischen Kolleginnen und Kollegen großen Respekt. Gleichzeitig sind wir stolz, ihnen unsere Erfolge am Spitzenforschungsstandort Kiel präsentieren zu können“, betont Professor Thomas Bosch, GfE-Präsident und Sprecher des Forschungsschwerpunkts “Kiel Life Science” an der CAU.

In insgesamt sechs Themenbereichen beleuchtet die Veranstaltung verschiedene aktuelle Aspekte der Entwicklungsbiologie von der Stammzellenforschung über die Entwicklung des Nervensystems bis hin zur Rolle der Umwelt einschließlich der Mikroben bei entwicklungsbiologischen Prozessen. Im Rahmen ihrer Tagungen ehrt die GfE zudem besonders verdiente Mitglieder: Am Donnerstag wird der mit 10.000 Euro dotierte Klaus Sander-Preis an die US-amerikanische Zellbiologin Ruth Lehmann vergeben, mit dem die Gesellschaft das Lebenswerk der Professorin von der New York University würdigt. An den Nachwuchs in der entwicklungsbiologischen Forschung richtet sich der sogenannte “Young Investigator’s Lunch” am Freitagmittag. Bei diesem gemeinsamen Mittagessen können sich junge Forschende mit Vertreterinnen und Vertretern der nationalen Forschungsförderung über Karrierewege und Finanzierungsmodelle austauschen. Weiterhin feiert die japanische Partnerorganisation JSDB beim Festakt im Kieler Rathaus am Freitagabend in Anwesenheit des japanischen Generalkonsuls Takao Anzawa gemeinsam mit ihren internationalen Kolleginnen und Kollegen ihr 50-jähriges Bestehen.

Einen weiteren wichtigen inhaltlichen Akzent liefert der seit Anfang 2016 an der CAU bestehende Sonderforschungsbereich (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“: Der dritte Tag der Konferenz widmet sich schwerpunktmäßig dem Einfluss ökologischer und evolutionärer Faktoren auf die Entwicklungsprozesse des Lebens. Diese Einflussgrößen sind von besonderer Bedeutung für die Arbeit des neuen SFBs: Um das Zusammenspiel von Lebewesen mit ihren mikrobiellen Symbionten besser zu verstehen, ist die Berücksichtigung von Evolution und Ökologie von entscheidender Wichtigkeit. Auf diesem Weg zielen die Forschenden des SFB 1182 darauf ab, die hochkomplexen Wechselwirkungen von Lebewesen, Mikroorganismen und Umwelt als Schlüssel zu Gesundheit oder Krankheit besser zu verstehen.

Über die GfE:
Die Gesellschaft für Entwicklungsbiologie e.V. (GfE) wurde 1975 gegründet und ist ein Zusammenschluss von entwicklungsbiologisch arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des deutschen Sprachraums. Neben der Durchführung wissenschaftlicher Tagungen unterstützt die GfE die Aktivitäten ihrer Mitglieder, zum Beispiel mit Workshops oder Symposien. Im zweijährigen Rhythmus findet zudem die GfE School statt, die die Förderung von Master-Studierenden, Promovierenden und jungen Postdocs zum Ziel hat. Aus Mitteln privater Stiftungen vergibt die GfE Wissenschaftspreise für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Entwicklungsbiologie. Die GfE ist Mitglied der International Society of Developmental Biologists (ISDB). Die Gesellschaft besteht zurzeit aus 380 Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.


Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:

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Rund 280 Entwicklungsbiologinnen und –biologen sind zur
deutsch-japanischen Tagung an der CAU zusammengekommen.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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GfE-Präsident Professor Thomas Bosch begrüßt die japanischen Kolleginnen und Kollegen und internationalen Teilnehmenden in Kiel.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Der Präsident der japanischen Entwicklungsbiologie-Gesellschaft JSDB, Professor Naoto Ueno, lobt die Vorteile des internationalen wissenschaftlichen Austauschs.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Zum Auftakt der Tagung spricht Professorin Janet Rossant von der Universität Toronto über die Entwicklung der Pluripotenz in menschlichen Embryonen.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Klaus Sander-Preisträgerin Professorin Ruth Lehmann (2.v.l) gemeinsam mit GfE-Präsident Professor Bosch (Mitte) und der Familie des Namensgebers. Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Thomas Bosch
Tagungsleiter GfE/JSDB-Konferenz 2017,
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Tagungs-Website:
www.gfe-meeting.de/

Gesellschaft für Entwicklungsbiologie e.V.:
www.vbio.de/der_vbio/fachgesellschaften/gfe_entwicklungsbiologie/index_ger.html

Japanese Society of Developmental Biologists (JSDB):
www.jsdb.jp/

Sonderforschungsbereich 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“, CAU Kiel:
www.metaorganism-research.com

Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“, CAU Kiel
www.kls.uni-kiel.de

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
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Text / Redaktion: ► Christian Urban

Lebenswissenschaften in Kiel und Tartu arbeiten zusammen

10.02.2017

CAU setzt vereinbarte Kooperation der Wissenschaftsstandorte in die Praxis um

Am gestrigen Donnerstag, 9. Februar, trafen sich Forschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit Kolleginnen und Kollegen der estnischen Universität Tartu zu einem gemeinsamen Arbeitstreffen im Zentrum Molekulare Biowissenschaften (ZMB) der Landesuniversität. Die Zusammenkunft unter dem Titel „Evolving Health: Novel Perspectives in Genetics & Bioinformatics“ behandelte neueste Trends der Gesundheitsforschung in den Bereichen der Genetik und Bioinformatik. Mit dem Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) an der CAU und dem „Estonian Genome Center“ in Tartu stehen beide Universitäten für Spitzenforschung auf diesem Gebiet.

Das gemeinsam von KLS und vom Institut für Klinische Molekularbiologie (IKMB) an der CAU organisierte Treffen markiert den Beginn einer deutsch-estnischen Forschungskooperation, deren Ursprung der Besuch des damaligen estnischen Staatspräsidenten Toomas Hendrik Ilves in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt vor rund eineinhalb Jahren war. Dieser Staatsbesuch stand nicht nur symbolisch für eine engere Zusammenarbeit zwischen der Republik Estland und dem Land Schleswig-Holstein. Auch konkrete Kooperationsvorhaben wie eine intensivere Zusammenarbeit in der lebenswissenschaftlichen Forschung wurden damals auf den Weg gebracht.

„Das Estonian Genome Center in Tartu mit seiner hochmodernen Forschungsinfrastruktur entwickelt sich mehr und mehr zu einem international führenden lebenswissenschaftlichen Zentrum. Wir freuen uns, die dorthin geknüpften Kontakte nun in eine konkrete Zusammenarbeit überführen zu können. Die estnischen Kolleginnen und Kollegen und wir hier in Kiel werden in Zukunft von diesem intensiven Austausch profitieren“, sagte Professor Thomas Bosch, Sprecher des Forschungsschwerpunkts „Kiel Life Science“ und einer der geistigen Väter dieser Zusammenarbeit. Sein estnischer Kollege Professor Tõnu Esko, Vize-Direktor des „Estonian Genome Center“, bekräftigte: "Sehr gute Kontakte zu den Lebenswissenschaftlerinnen und Lebenswissenschaftlern an der Universität Kiel sind auch für das Estonian Genome Center wichtig. Aus unserer engen Zusammenarbeit mit Professor Frankes Kieler Arbeitsgruppe sind bahnbrechende Fortschritte in der Erforschung von Autoimmunerkrankungen, zum Beispiel Psoriasis, hervorgegangen. Unser Besuch in Kiel steht für den Anfang einer strategischen Zusammenarbeit, aktuell kooperieren wir zum Beispiel in der Durchführung einer großangelegten Mikrobiomstudie. Gemeinsam wollen wir so in Zukunft die Spitzenforschung auf diesem Gebiet vorantreiben.“

Der Workshop umfasste ein breites Programm mit Schwerpunktthemen wie personalisierte Medizin, genetische Bevölkerungsstudien oder die Untersuchung des menschlichen Mikrobioms als Schlüssel zu neuen Behandlungsansätzen bei schwerwiegenden Erkrankungen. Wichtiger Bestandteil des Austauschs zwischen deutschen und estnischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern waren zudem die jeweils zur Verfügung stehenden technischen Infrastrukturen, zum Beispiel Hochdurchsatztechnologien zur Genomsequenzierung. Eine gute Ausstattung in diesem Bereich ist zur Grundvoraussetzung für den Erfolg moderner lebenswissenschaftlicher Forschung geworden. Die Universität Tartu hat sich hier mit der Einrichtung des „Estonian Genome Center“ innerhalb weniger Jahre eine Vorreiterrolle erkämpft.

„Wir sind beeindruckt von den Forschungsleistungen der estnischen Kolleginnen und Kollegen. Sie sind in vielen Bereichen Weltklasse. Wir beobachten zudem mit besonderem Interesse, dass ein signifikanter Teil der Bevölkerung in Estland an biomedizinischen Studien teilnimmt und zum Beispiel Blut spendet. Solch eine hohe Spendenbereitschaft kennen wir nur von Patientinnen und Patienten, weniger von gesunden Personen der Normalbevölkerung“, sagte Professor Andre Franke vom IKMB.

Forschung und Wirtschaft fokussieren sich im Baltikum zunehmend auf die Lebenswissenschaften. Gute Kontakte dorthin spielen daher auch für die Spitzenforschung in Schleswig-Holstein eine wichtige Rolle. Dem trägt die CAU mit der jetzt anlaufenden lebenswissenschaftlichen Zusammenarbeit der Standorte Kiel und Tartu Rechnung und führt damit eine bald dreißigjährige Tradition in der Kooperation beider Universitäten fort.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:

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Die deutschen und estnischen Forschenden: Ingolf Cascorbi, Andres Metspalu, Wolfgang Lieb, Lili Milani, Andre Franke, Philip Rosenstiel, Tõnu Esko, Elin Org, Hinrich Schulenburg, Krista Fischer, Mait Metspalu (v.l.nr.).
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Die Forschenden aus Kiel und Tartu tauschten sich über den Einfluss von Genetik und Bioinformatik auf die Gesundheitsforschung aus.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Dr. Mait Metspalu aus Tartu erläuterte, wie sich die historische Bevölkerungsentwicklung anhand genetischer Muster verfolgen lässt.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Staatsbesuch des damaligen Präsidenten Toomas Ilves (2.v.l.) im Mai 2015 an der CAU: Hier wurde der Grundstein für die deutsch-estnische Forschungskooperation gelegt. Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Andre Franke
Institut für Klinische Molekularbiologie, CAU Kiel
Telefon: 0431-500-15110
E-Mail: a.franke@mucosa.de

Prof. Thomas Bosch
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Institut für Klinische Molekularbiologie, CAU Kiel
www.ikmb.uni-kiel.de

Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“, CAU Kiel
www.kls.uni-kiel.de

„Estonian Genome Center“, Universität Tartu
www.geenivaramu.ee

 

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
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Text / Redaktion: ► Christian Urban

Bakterien und der Begriff des Menschseins

Rund 70 Gäste versammelten sich zum Neujahrsempfang 2017 des Forschungsschwerpunkts „Kiel Life Science“ an der CAU. Foto: Christian Urban, Universität Kiel

08.02.2017

KLS-Neujahrsempfang 2017 im Zoologischen Museum Kiel

Am gestrigen Donnerstag, 2. Februar, versammelten sich rund 70 Gäste aus Universität und Kieler Gesellschaft zum Neujahrsempfang des Forschungsschwerpunkts „Kiel Life Science“ (KLS) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Der aus Deutschland stammende kanadische Anthropologe Professor Tobias Rees eröffnete die Festveranstaltung im Zoologischen Museum Kiel mit seinem Vortrag zur „Anthropologie der Gegenwart: Der Begriff des Menschen und das Mikrobiom“. Rees beschäftigte sich darin mit den Beziehungen zwischen der modernen lebenswissenschaftlichen Forschung und der Anthropologie.

Jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse, die zum Beispiel auf einen Einfluss symbiotischer Mikroben auf das Verhalten des Menschen hindeuten, bieten hier hochinteressante Anknüpfungspunkte. Die enge Verschränkung menschlichen und bakteriellen Lebens erfordere, so Rees, eine Neudefinition des menschlichen Individuums. Eingebettet in eine Geschichte der Menschheit als Trennungsgeschichte von der Natur entwarf Rees ein faszinierendes Bild vom Zusammenspiel von Sozialwissenschaft, Kunst und Naturwissenschaft als neue Form der disziplinübergreifenden Forschung.

Der KLS-Neujahrsempfang bot zudem Gelegenheit, auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurückzublicken: Unter dem Dach des Forschungsschwerpunkts konnte sich die lebenswissenschaftliche Spitzenforschung in Kiel weiter konsolidieren. Exzellente Verbundforschungsprojekte wie der neue Sonderforschungsbereich (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ oder das erneut bewilligte Graduiertenkolleg „Gene, Umwelt und Entzündung“ innerhalb des Exzellenzclusters Entzündungsforschung zeugen von einer sehr positiven Bilanz. Im bundesweiten Wettstreit der Wissenschaftsstandorte im Zuge einer neuen Exzellenzstrategie zeigen sich die Lebenswissenschaften an der Universität Kiel gut gerüstet.

Professor Thomas Bosch, Sprecher des Forschungsschwerpunkts KLS an der Landesuniversität, sagte: „Ziel unserer Forschung ist es, gesunde und kranke Prozesse verschiedenster Lebewesen in einem Gesamtzusammenhang zu verstehen und daraus in Zukunft neue Optionen für Prophylaxe und Therapie abzuleiten. Um damit Erfolg zu haben, müssen wir weit außerhalb der gewohnten Disziplingrenzen denken.“ Diesen Aspekt griff die Veranstaltung auf: Das ungewöhnlich erscheinende anthropologisch-philosophische Thema des Abends vermittelte den Anwesenden einen Eindruck von dieser Art einer besonders breit gefächerten und stark interdisziplinär ausgerichteten Forschungsarbeit, wie sie die Forschenden in Kiel gemeinsam mit ihren internationalen Partnerinnen und Partnern vertreten. Mit seiner „Anthropologie der Gegenwart“ lieferte Rees ein Beispiel, wie dieser neue Ansatz wissenschaftlicher Zusammenarbeit in Zukunft gelingen kann.

Zur Person:
Tobias Rees, geboren 1973 in Schwaben, ist Professor für Anthropologie an der McGill University in Montreal, Kanada. Er studierte unter anderem in Tübingen und Paris und erhielt 2006 seinen Doktortitel von der University of California, Berkeley. Rees ist unter anderem Mitglied des bedeutenden kanadischen Wissenschaftskollegs “Canadian Institute of Advanced Research” (CIFAR). Er erforscht die Berührungspunkte von Anthropologie, Kunstgeschichte, Wissenschaftsgeschichte und Philosophie und welche Rolle sie zum Beispiel in der Medizin oder den Biowissenschaften spielen. In seinem neuesten Buch „Plastic Reason – An Anthropology of Brain Science“ macht er den Versuch, das menschliche Gehirn aus der Perspektive der embryologischen Plastizität zu verstehen.

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Rund 70 Gäste versammelten sich zum Neujahrsempfang 2017 des Forschungsschwerpunkts „Kiel Life Science“ an der CAU.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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„Anthropologie der Gegenwart“: Prof. Tobias Rees entwarf ein faszinierendes Bild vom Zusammenspiel von Sozialwissenschaft, Kunst und Naturwissenschaft.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Prof. Thomas Bosch hieß die Gäste zum Neujahrsempfang im Zoologischen Museum Kiel willkommen.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Die zentrale Walhalle des Zoologischen Museums lieferte einen eindrucksvollen Rahmen für den diesjährigen KLS-Empfang.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Thomas Bosch
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“, CAU Kiel
www.kls.uni-kiel.de

Zoologisches Museum Kiel, CAU Kiel
www.zoologisches-museum.uni-kiel.de

Prof. Tobias Rees, Social Studies of Medicine, McGill University
www.mcgill.ca/ssom/staff/rees

Buyx zur Ethik des Genome Editing

29.12.2016

Medizinethikerin Professorin Alena Buyx diskutierte mit KLS-Forschenden

Chance auf Heilung oder Vermeidung schwerwiegender Erkrankungen oder unüberschaubares Risiko? Zwischen diesen Polen bewegt sich die in jüngster Zeit in Wissenschaft und Öffentlichkeit intensiv ausgetragene Debatte zur sogenannten CRISPR/Cas9-Technik, die auch als „Genome Editing“ bezeichnet wird. Dieses neuartige gentechnische Verfahren erlaubt es, in einer bisher nie dagewesenen Einfachheit Veränderungen an den Erbinformationen  vorzunehmen: Die auch als „Genschere“ bezeichnete Methode macht es möglich, DNA-Stränge gewissermaßen zu zerschneiden und neu zusammenzusetzen. Vielversprechend erscheint die daran geknüpfte Aussicht, in Zukunft möglicherweise erbliche Krankheiten lindern oder ganz vermeiden zu können. Auf der anderen Seite besteht womöglich die Gefahr, irreversible Eingriffe zum Beispiel in das menschliche Erbgut zu verursachen, deren Auswirkungen auf künftige Generationen heute kaum abzuschätzen sind. Die Erforschung und Weiterentwicklung des Genome Editing und sein in jeder Hinsicht gewaltiges Potenzial verlangen daher nach einem begleitenden Diskurs, der eine sorgfältige und kritische Abwägung der ethischen Implikationen sicherstellt.

Der Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ stellte sich dieser Diskussion und lud die Medizinethikerin Professorin Alena Buyx zu seiner diesjährigen Vollversammlung, dem KLS-Retreat 2016, ein. Buyx hat seit 2014 eine Professur für Medizinethik an der CAU inne und ist seit 2016 Mitglied im neu formierten Deutschen Ethikrat, der sich aktuell unter anderem mit den neuen Möglichkeiten des Zugriffs auf das menschliche Erbgut befasst. Buyx lieferte am Beispiel des neuen Verfahrens Denkanstöße, wie die moderne biomedizinische Forschung angesichts der Chancen und Risiken ethisch handeln kann und welche Anforderungen ein ethischer Umgang mit Innovationen wie dem Genome Editing an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellt. Ihr Vortrag und die anschließende lebhafte Diskussion mit den anwesenden Expertinnen und Experten aus den Lebenswissenschaften bildeten damit eines der Highlights des KLS-Retreats 2016.


 

Mit "verwirrten Bakterien" zum Gewinn - Studierendentagung 2016 in Kiel

05.12.2016

lsn2016Den Gegner verwirren – Roderich Römhild gewinnt den Hauptpreis der Studierendentagung zu den Life Sciences in Kiel mit seinem Vortrag über Antibiotikaresistenzen

Auf der fünften Studierendentagung im Kieler Wissenschaftszentrum beeindruckten Jungwissenschaftler aus den Life Sciences auch im fünften Jahr mit spannenden Beiträgen. Bei der gemeinsamen Veranstaltung von Life Science Nord und Kiel Life Science (KLS) waren insgesamt acht Vorträge und 45 Poster an den Start gegangen. Weiter lesen...

Graduiertenkolleg „Gene, Umwelt und Entzündung“ geht in die nächste Runde

22.11.2016

DFG fördert Graduiertenausbildung in der Entzündungsforschung mit weiteren gut 3 Millionen Euro


Seit 2011 finanziert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das Graduiertenkolleg „Gene, Umwelt und Entzündung“ (RTG 1743). Dieser gemeinsame Forschungsverbund von Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und Universität zu Lübeck untersucht seitdem erfolgreich den Einfluss von Umweltfaktoren auf die Entstehung chronisch-entzündlicher Krankheiten wie zum Beispiel Morbus Crohn oder Psoriasis. Zudem sorgt er für die Ausbildung höchstqualifizierter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Die hervorragenden Ergebnisse der bisherigen Zusammenarbeit der Kieler und Lübecker Entzündungsforschenden und die strategische Einbettung des Graduiertenkollegs in den Exzellenzcluster Entzündungsforschung haben die DFG erneut überzeugt: Vergangene Woche sagte sie offiziell die Finanzierung für weitere viereinhalb Jahre zu und unterstützt das Vorhaben mit weiteren 3,2 Millionen Euro. Weiter lesen...

Kiel Life Science vergibt erstmals eigene Wissenschaftspreise

21.11.2016

Zweimal 6000 Euro für die besten Nachwuchsforschenden der Kieler Lebenswissenschaften

Am gestrigen Donnerstag, 17. November, vergab der Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) auf seiner Jahresversammlung zum ersten Mal Auszeichnungen für die besten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Die beiden sogenannten „Kiel Life Science-Postdoc Awards“ gingen an Dr. Eva Ellinghaus vom Institut für Klinische Molekularbiologie an der CAU in der Kategorie „Medizinische Forschung“ und an Dr. Philipp Rausch vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön für die „Nicht-Medizinische Forschung“. Weiter lesen...

Jugend auf den Spuren der Evolution

10.11.2016

Evolutionsbiologische Projekttage für Schülerinnen und Schüler in der Kieler Forschungswerkstatt


Vom 7. bis 9. November bot die Kieler Forschungswerkstatt gemeinsam mit dem Forschungszentrum „Kiel Evolution Center“ (KEC) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) evolutionsbiologische Kurse für Oberstufenschülerinnen und -schüler an. Unter dem Titel „Evolution – Arbeiten mit dem Modellorganismus Caenorhabditis elegans“ hatten insgesamt 58 Jugendliche aus Kiel und Flensburg an drei Tagen Gelegenheit, die Theorie und Arbeitsweisen der Evolutionsforschung kennenzulernen. Im sogenannten „life:labor“ der Forschungswerkstatt untersuchten die Schülerinnen und Schüler dazu selbständig den Fadenwurm C. elegans. Diesen durchsichtigen und einfach gebauten Wurm bevorzugen Evolutionsforschende für ihre Experimente: Seine Eigenschaften eignen sich ideal, um Entwicklungsprozesse zu untersuchen und er lässt sich gut im Labor halten. Weiter lesen...

Form und Funktion im Laufe der Evolution

07.11.2016

Erneut volles Haus beim Darwintag 2016 im Audimax der CAU

Am heutigen Freitag, 4. November, richtete das Zoologische Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit dem Zoologischen Museum Kiel den achten Kieler Darwintag aus. Rund 1.200 Schülerinnen und Schüler aus ganz Schleswig-Holstein folgten dem Ruf der Kieler Evolutionsforschenden ins Audimax der Uni, um in fünf spannenden Vorträgen in die Welt der Evolution einzutauchen. In diesem Jahr drehte sich alles um die Evolution von Form und Funktion und wie sie sich zum Beispiel bei Krebsen, Zugvögeln oder fliegenden Fischen entwickelt haben. CAU-Vizepräsidentin Professorin Ilka Parchmann hieß die Schülerinnen und Schüler willkommen. Sie machte deutlich, dass die Uni Kiel zu den weltweit führenden Standorten in der Evolutionsforschung zähle und die Jugendlichen hier genau richtig seien, um Einblicke in dieses Gebiet zu bekommen. Weiter lesen...

Neues Zentrum für Evolutionsforschung in Kiel

04.10.2016

Internationales Symposium zur Gründung des „Kiel Evolution Center“

Der heutige Freitag, 30. September, hat es in sich für den Wissenschaftsstandort Kiel: Während hunderte Forschende aus der Landeshauptstadt bei der „Nacht der Wissenschaft“ für ihre Arbeit werben, gründet die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zeitgleich ein neues Forschungszentrum. Das „Kiel Evolution Center“ (KEC) nimmt heute im Rahmen eines internationalen Symposiums mit über 100 Forschenden im Zoologischen Museum Kiel seine Arbeit auf. Die interaktive Wissenschaftsplattform setzt sich zum Ziel, Evolutionsforscherinnen und -forscher in der Region Kiel besser zu koordinieren. Daneben sollen unter dem Schlüsselbegriff „translationale Evolutionsforschung“ gezielt Brücken zwischen Grundlagenforschung und Anwendung geschlagen werden. Neben der Förderung der Wissenschaft stehen ausdrücklich auch Lehre und Öffentlichkeitsarbeit im Fokus des „Kiel Evolution Center“. Mehr lesen...

2016 DZG-Meeting at Kiel University

20.09.2016

Wichtigste deutsche Zoologie-Konferenz an der Uni Kiel

450 Forschende aus allen Bereichen der Zoologie tagen noch bis Samstag in der Landeshauptstadt

 

Seit dem heutigen Mittwoch, 14. September, läuft die Jahrestagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft (DZG) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Bis einschließlich Samstag haben rund 450 deutschsprachige und internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Gelegenheit, sich bei der größten europäischen Konferenz im Bereich der Zoologie auszutauschen. Die DZG-Tagung hebt sich besonders durch ihr umfassendes, sämtliche Disziplinen rund um die zoologische Forschung einschließendes Programm hervor. So geht es um aktuelle Entwicklungen und neueste Forschungsergebnisse unter anderem aus der Evolutionsbiologie, Ökologie, Physiologie oder Neurobiologie. Weiter lesen...

Europäische Nacht der Wissenschaft in der KielRegion

05.07.2016

Nacht-der-Wissenschaft-2016-Logo

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Rückblick: Erfolgreiche erste Metaorganismus-Konferenz an der Uni Kiel

20.06.2016

Vergangene Woche fand das Kick off-Meeting des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ im Rahmen des internationalen Kiel Life Science-Symposiums 2016 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) statt – und damit die erste große wissenschaftliche Tagung zum noch jungen wissenschaftlichen Feld der Metaorganismus-Forschung in Kiel. Weiter lesen...

Erste internationale Tagung zur Metaorganismus-Forschung in Kiel

09.06.2016

2016-194-1.jpgKonferenz des SFB 1182 holt weltweit führende Expertinnen und Experten für Wirts-Bakterien-Beziehungen an die CAU

Seit dem heutigen Mittwoch, 8. Juni, läuft das internationale Kick off-Meeting des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) – und damit die erste große wissenschaftliche Tagung des noch jungen Verbundforschungsprojekts. Weiter lesen...

Buchvorstellung: Die Grundlagen des Metaorganismus-Prinzips

01.06.2016

Thomas Bosch und David Miller definieren die Grenzen der Biologie neu

In ihrem neuen englischsprachigen Buch „The Holobiont Imperative – Perspectives from Early Emerging Animals“ („Das Gebot des Metaorganismus – einfache Lebewesen zeigen neue Perspektiven auf“) stellen Professor Thomas Bosch, Zell- und Entwicklungsbiologe an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), und sein Co-Autor Professor David Miller vom australischen ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies die Grundzüge eines neuartigen wissenschaftlichen Feldes vor. Weiter lesen...

Kiel Oncology Network Workshop

01.06.2016

Foto Dormancy Workshop 2_modifiedAm 25.05.2016 veranstaltete das Kiel Oncology Network (KON) zusammen mit dem Max Planck Institut für Evolutionsbiologie in Plön einen Workshop zum Thema „Dormancy as evolutionary key process in the maintenance of phenotypic plasticity in tumors”.

Der Workshop setzte damit erfolgreich die Reihe von Veranstaltungen zum Thema  „Evolution & Cancer“ des Forschungsschwerpunkts Kiel Life Science (KLS) fort. Weiter lesen...

Thomas Bosch in bedeutendes internationales Wissenschaftskolleg berufen

23.05.2016

x-sfb-1182-metaorganisms-EN.pngKieler Zoologie-Professor wird Senior Fellow des Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR)

Es entspricht in seiner Bedeutung in etwa dem Wissenschaftskolleg zu Berlin, und zwar auf internationaler Ebene: Das Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR) vereint führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, um an Lösungen für globale Probleme in Gesundheit, Technik und Umwelt zu arbeiten. Weiter lesen...

Schnelle Anpassung an eine veränderliche Umwelt

28.04.2016

Kieler Biologe erhält mit zwei internationalen Kollegen 900.000 Euro für Forschung

Einen stattlichen individuellen Förderungserfolg kann der Kieler Biologe Dr. Sebastian Fraune aus der Arbeitsgruppe Zell- und Entwicklungsbiologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) verbuchen: Sein neues Forschungsprojekt konnte sich kürzlich gemeinsam mit sechs weiteren Vorhaben unter rund 200 Anträgen bei der diesjährigen Fördervergabe des internationalen „Human Frontier Science Program“ (HFSP) behaupten. Gemeinsam mit einem US-amerikanischen und einem australischen Kollegen wird Fraune sich nun mit der Frage beschäftigen, wie sich Lebewesen unter dem Einfluss des Klimawandels schnell an geänderte Umweltbedingungen anpassen können. Dem Kieler Biologen sowie Dr. Adam Reitzel und Dr. Sylvain Foret von den Universitäten Charlotte und Canberra stehen dafür nun umgerechnet rund 900.000 Euro an HFSP-Mitteln für die kommenden drei Jahre zur Verfügung. Weiter lesen...

Neues Kieler Analyse-Netzwerk bündelt naturwissenschaftliche Schlüsseltechniken

20.04.2016

Auftaktveranstaltung des neugegründeten „Spectromics-Network“ an der Uni Kiel

 

Am Freitag, 15. April, fand die Auftaktveranstaltung des neugegründeten “Kiel Network of Analytical Spectroscopy and Mass Spectrometry”, kurz „Spectromics-Network“, statt. Ziel des Netzwerks ist die Bündelung elementarer Analysemethoden aus dem Bereich der Spektroskopie und der Massenspektrometrie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Spektroskopische Methoden beruhen auf der Wechselwirkung von Strahlung verschiedener Art, zum Beispiel verschiedener Wellenlänge, mit Materie, zum Beispiel Molekülen. Weiter lesen...

Kleine Proteine in Prokaryoten: Die Erforschung einer neuen Welt

13.04.2016

CAU-Mikrobiologie koordiniert neues 6 Millionen Euro DFG-Schwerpunktprogramm

Erneuter Erfolg für den Forschungsstandort Schleswig-Holstein: Nach der Bewilligung gleich drei neuer Leibniz-WissenschaftsCampi Mitte März in Kiel ist es nun die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) weitere umfangreiche Förderung zusagt. Zur Einrichtung des neuen Schwerpunktprogramms (SPP) „Kleine Proteine in Prokaryoten, eine unbekannt Welt“ stellt die DFG einem interdisziplinären bundesweiten Forschungskonsortium unter der Leitung der CAU nun rund 6 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre zur Verfügung. Weiter lesen...

Kieler Medizinforschung erhält 1,7 Millionen Euro für Supercomputer

12.04.2016

Ob Bilddaten aus der Radiologie, Fotos von Gewebeschnitten, Proteinmessungen aus Massenspektrometern oder Sequenzdaten aus großen Sequenziervorhaben – täglich werden in der medizinischen Forschung neue Daten generiert. Um diese immer größer werdenden Datenmengen besser archivieren und nachhaltig nutzen zu können, ist es Forscherinnen und Forschern der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) in Zusammenarbeit mit dem Rechenzentrum der CAU nun gelungen, Fördermittel in Höhe von 1,7 Millionen Euro für einen Supercomputer einzuwerben. Bewilligt wurde die Hälfte der Fördersumme von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die andere Hälfte steuert das Land Schleswig-Holstein bei. Weiter lesen...

Seminar: LC-MS based protein analytics, proteomics and bioanalytics

15.04.2016 von 14:00 bis 16:00

Hörsaal 1, Innere Medizin, UKSH

Neuer Leibniz-Campus zur Erforschung von Lungenkrankheiten bewilligt

18.03.2016

- Gemeinsame Presseinformation -

Diese Woche hat es in sich: Gleich drei WissenschaftsCampi richtet die Leibniz-Gemeinschaft am Universitätsstandort Kiel ein. Das hat der Senat der Leibniz-Gemeinschaft gestern (Donnerstag, 17. März) in Berlin entschieden. Mit dabei ist das neue evolutionsmedizinische Zentrum „Evolutionary Medicine of the Lung“ (EvoLUNG). Als erste Einrichtung ihrer Art in Deutschland erhält EvoLUNG in den kommenden vier Jahren (2016 bis 2020) eine Förderung von rund 4 Millionen Euro. Das Land Schleswig-Holstein trägt eine halbe Million Euro zur Finanzierung des vom Forschungszentrum Borstel (FZB), der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön (MPI-EB) getragenen Vorhabens bei. Weiter lesen...

IMPRS bietet 15 PhD-Stellen an

14.03.2016

Die Internationale "Max Planck Research School for Evolutionary Biology" (IMPRS) schreibt 15 PhD-Stellen aus, siehe Ausschreibungstext. Die Bewerbungsfrist endet am 17. April 2016.

Weitere Informationen über die IMPRS und das Bewerbungsverfahren finden sich auf der  IMPRS-Website.

Medikamente zum „Anknipsen“ – Studierendentagung zu den Life Sciences in Kiel kürt zum vierten Mal Life Science-Nachwuchs

08.12.2015

Auf der Studierendentagung zu den Life Sciences im Wissenschafts-zentrum Kiel am vergangenen Donnerstag stellte der wissenschaftliche Nachwuchs inzwischen zum vierten Mal seine Arbeiten im Bereich der Life Sciences vor. Aus insgesamt 12 Vorträgen und 36 Postern wählte die Jury jeweils die drei besten aus.

Kiel, 8. Dezember 2015 – Den mit 500 € dotierten Preis für den besten Vortrag erhielt Boris Pinchuk vom Pharmazeutischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für seinen Beitrag: „Photoaktivierbare Prodrugs des zugelassenen Kinaseinhibitors Vemurafenib“. Er stellte dar, wie man durch den Einsatz der photoaktivierbaren Prodrugs eine sowohl zeitlich als auch örtlich kontrollierbare Freisetzung des aktiven Wirkstoffs erreichen kann. Weiter lesen...

Bewerberrekord: Studierendentagung in Kiel startet mit vielversprechendem Programm

03.12.2015

Am 3. Dezember findet im Wissenschaftszentrum Kiel zum vierten Mal die Studierendentagung zu den Life Sciences statt. Die Veranstalter Life Science Nord und Kiel Life Science (KLS) haben im Vorfeld einen Bewerberrekord verzeichnet.

Kiel, 27. November 2015 – „Es freut uns sehr, dass das Konzept der „Studierendentagung zu den Life Sciences“ so gut ankommt und so viele Studierende motiviert hat, einen Beitrag einzureichen“, sagt Dr. Hinrich Habeck, Geschäftsführer der Clusteragentur Life Science Nord Management GmbH. Weiter lesen...

Neuer Sonderforschungsbereich „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ an der Universität Kiel bewilligt

24.11.2015

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Erforschung des Zusammenspiels von Organismus und symbiotischen Bakterien mit 10 Millionen Euro

 

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) stellt aktuell die Weichen für die Zukunft ihrer Forschung und kann auf diesem Weg einen weiteren Erfolg feiern: Auf Grundlage der überzeugenden Begutachtung vom Sommer dieses Jahres hat sich die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute (Donnerstag, 19. November) entschieden, den neuen Sonderforschungsbereich (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ zu fördern. Damit stehen den Forschenden aus acht beteiligten Institutionen des neuen Verbundprojekts über vier Jahre rund 10 Millionen Euro zur Verfügung. Weiter lesen...

Alternative Konzepte in der Krebsforschung

06.11.2015

Robert Gatenby vom Moffitt Cancer Center besuchte die Universität Kiel

Auf Einladung des Forschungsschwerpunkts “Kiel Life Science” besuchte der US-amerikanische Krebsforscher Robert A. Gatenby, M.D., Vorsitzender der Abteilung für Radiologie und Co-Direktor des „Cancer Biology and Evolution Program“ am Moffitt Cancer Center in Tampa jüngst die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Auf dem Programm des international renommierten Wissenschaftlers stand neben dem Gedankenaustausch mit zahlreichen Forschenden der CAU auch ein öffentlicher Abendvortrag vor gut 100 Zuhörerinnen und Zuhörern unter dem Titel „Cancer & Evolution“ am 5. November. Weiter lesen...

Den biochemischen Fingerabdrücken des Lebens auf der Spur

06.10.2015

„Kiel Life Science“ richtet ersten Metabolomics-Workshop an der Universität Kiel aus

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Jahrestagung der Gesellschaft für Genetik an der Universität Kiel

29.09.2015

Max-Delbrück-Preisträgerin 2015 ist Emanuelle Charpentier

Ab Montag, 28. September, findet die Jahrestagung der Gesellschaft für Genetik (GfG) anlässlich des 350-jährigen Jubiläums an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) statt. Die dreitägige Veranstaltung deckt ein breites Spektrum aktueller Themen von der Genetik der Rekombination und der Krebsentstehung bis hin zur Epigenetik ab. Neben diesen Fachbeiträgen gehört die Ehrung besonders verdienter Genetikerinnen und Genetiker mit der Max-Delbrück-Lecture, benannt nach dem Nobelpreisträger und Begründer der modernen molekularen Genetik, zum Programm der Jahrestagung. In diesem Jahr erhält Professorin Emanuelle Charpentier, künftige Direktorin des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin, als erste Wissenschaftlerin diesen renommierten Preis. Tagungsleiter ist Professor Frank Kempken, GfG-Präsident und Leiter der Abteilung für Botanische Genetik und Molekularbiologie an der CAU. Weiter lesen...

Verbundprojekt erforscht neuartige Züchtungstechnologien für Raps und Kartoffeln

23.09.2015



 An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ist kürzlich das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt „Neuartige Züchtungstechnologie in Raps und Kartoffel durch Implementation des TALEN- und CRISPR/Cas9 Systems zur gezielten Genom-Modifikation“ offiziell gestartet. Projektpartner sind neben der Abteilung für Molekulare Phytopathologie und Biotechnologie der CAU zwei Industriepartner, die Solana Research GmbH und die NPZ Innovation GmbH. Ziel des Verbundprojekts ist es, neue Methoden zur gezielten Gen-Inaktivierung im Kartoffel- und Rapsgenom zu erforschen. Weiter lesen...

Genomforschung für umweltverträglichen Pflanzenschutz

28.08.2015

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Internationale Tagung „Evolutionary Genomics of Plant Pathogens“ an der Universität Kiel


Seit dem gestrigen Mittwoch, 26. August, bis Freitag, 28. August, veranstaltet die Arbeitsgruppe „Environmental Genomics“ am Botanischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) unter der Leitung von Professorin Eva Stukenbrock die internationale Tagung „Evolutionary Genomics of Plant Pathogens“. Rund 50 Expertinnen und Experten von etwa 20 internationalen Universitäten und Forschungseinrichtungen kommen im Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB) zusammen, um den aktuellen Wissensstand in der Genomik von Pflanzenpathogenen, also bezüglich der Gesamtheit der Erbinformationen von Pflanzenschädlingen, zu diskutieren. Der Workshop in Kiel ist Teil einer europaweiten Initiative, die die Reduzierung des Pestizideinsatzes im Landbau durch die wissenschaftliche Weiterentwicklung des umweltverträglichen Pflanzenschutzes zum Ziel hat.
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Aktuelle Veranstaltungen und Termine des Forschungsschwerpunkts

Buyx zur Ethik des Genome Editing

29.12.2016

Chance auf Heilung oder Vermeidung schwerwiegender Erkrankungen oder unüberschaubares Risiko? Zwischen diesen Polen bewegt sich die in jüngster Zeit in Wissenschaft und Öffentlichkeit intensiv ausgetragene Debatte zur sogenannten CRISPR/Cas9-Technik, die auch als „Genome Editing“ bezeichnet wird. Dieses neuartige gentechnische Verfahren erlaubt es, in einer bisher nie dagewesenen Einfachheit Veränderungen an den Erbinformationen  vorzunehmen: Die auch als „Genschere“ bezeichnete Methode macht es möglich, DNA-Stränge gewissermaßen zu zerschneiden und neu zusammenzusetzen. Vielversprechend erscheint die daran geknüpfte Aussicht, in Zukunft möglicherweise erbliche Krankheiten lindern oder ganz vermeiden zu können. Auf der anderen Seite besteht womöglich die Gefahr, irreversible Eingriffe zum Beispiel in das menschliche Erbgut zu verursachen, deren Auswirkungen auf künftige Generationen heute kaum abzuschätzen sind. Die Erforschung und Weiterentwicklung des Genome Editing und sein in jeder Hinsicht gewaltiges Potenzial verlangen daher nach einem begleitenden Diskurs, der eine sorgfältige und kritische Abwägung der ethischen Implikationen sicherstellt.

Der Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ stellte sich dieser Diskussion und lud die Medizinethikerin Professorin Alena Buyx zu seiner diesjährigen Vollversammlung, dem KLS-Retreat 2016, ein. Buyx hat seit 2014 eine Professur für Medizinethik an der CAU inne und ist seit 2016 Mitglied im neu formierten Deutschen Ethikrat, der sich aktuell unter anderem mit den neuen Möglichkeiten des Zugriffs auf das menschliche Erbgut befasst. Buyx lieferte am Beispiel des neuen Verfahrens Denkanstöße, wie die moderne biomedizinische Forschung angesichts der Chancen und Risiken ethisch handeln kann und welche Anforderungen ein ethischer Umgang mit Innovationen wie dem Genome Editing an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellt. Ihr Vortrag und die anschließende lebhafte Diskussion mit den anwesenden Expertinnen und Experten aus den Lebenswissenschaften bildeten damit eines der Highlights des KLS-Retreats 2016.


 

Mit "verwirrten Bakterien" zum Gewinn - Studierendentagung 2016 in Kiel

05.12.2016

Den Gegner verwirren – Roderich Römhild gewinnt den Hauptpreis der Studierendentagung zu den Life Sciences in Kiel mit seinem Vortrag über Antibiotikaresistenzen

Auf der fünften Studierendentagung im Kieler Wissenschaftszentrum beeindruckten Jungwissenschaftler aus den Life Sciences auch im fünften Jahr mit spannenden Beiträgen. Bei der gemeinsamen Veranstaltung von Life Science Nord und Kiel Life Science (KLS) waren insgesamt acht Vorträge und 45 Poster an den Start gegangen. Weiter lesen...

Graduiertenkolleg „Gene, Umwelt und Entzündung“ geht in die nächste Runde

22.11.2016

DFG fördert Graduiertenausbildung in der Entzündungsforschung mit weiteren gut 3 Millionen Euro


Seit 2011 finanziert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das Graduiertenkolleg „Gene, Umwelt und Entzündung“ (RTG 1743). Dieser gemeinsame Forschungsverbund von Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und Universität zu Lübeck untersucht seitdem erfolgreich den Einfluss von Umweltfaktoren auf die Entstehung chronisch-entzündlicher Krankheiten wie zum Beispiel Morbus Crohn oder Psoriasis. Zudem sorgt er für die Ausbildung höchstqualifizierter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Die hervorragenden Ergebnisse der bisherigen Zusammenarbeit der Kieler und Lübecker Entzündungsforschenden und die strategische Einbettung des Graduiertenkollegs in den Exzellenzcluster Entzündungsforschung haben die DFG erneut überzeugt: Vergangene Woche sagte sie offiziell die Finanzierung für weitere viereinhalb Jahre zu und unterstützt das Vorhaben mit weiteren 3,2 Millionen Euro. Weiter lesen...

Kiel Life Science vergibt erstmals eigene Wissenschaftspreise

21.11.2016

Zweimal 6000 Euro für die besten Nachwuchsforschenden der Kieler Lebenswissenschaften

Am gestrigen Donnerstag, 17. November, vergab der Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) auf seiner Jahresversammlung zum ersten Mal Auszeichnungen für die besten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Die beiden sogenannten „Kiel Life Science-Postdoc Awards“ gingen an Dr. Eva Ellinghaus vom Institut für Klinische Molekularbiologie an der CAU in der Kategorie „Medizinische Forschung“ und an Dr. Philipp Rausch vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön für die „Nicht-Medizinische Forschung“. Weiter lesen...

Jugend auf den Spuren der Evolution

10.11.2016

Evolutionsbiologische Projekttage für Schülerinnen und Schüler in der Kieler Forschungswerkstatt


Vom 7. bis 9. November bot die Kieler Forschungswerkstatt gemeinsam mit dem Forschungszentrum „Kiel Evolution Center“ (KEC) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) evolutionsbiologische Kurse für Oberstufenschülerinnen und -schüler an. Unter dem Titel „Evolution – Arbeiten mit dem Modellorganismus Caenorhabditis elegans“ hatten insgesamt 58 Jugendliche aus Kiel und Flensburg an drei Tagen Gelegenheit, die Theorie und Arbeitsweisen der Evolutionsforschung kennenzulernen. Im sogenannten „life:labor“ der Forschungswerkstatt untersuchten die Schülerinnen und Schüler dazu selbständig den Fadenwurm C. elegans. Diesen durchsichtigen und einfach gebauten Wurm bevorzugen Evolutionsforschende für ihre Experimente: Seine Eigenschaften eignen sich ideal, um Entwicklungsprozesse zu untersuchen und er lässt sich gut im Labor halten. Weiter lesen...

Form und Funktion im Laufe der Evolution

07.11.2016

Erneut volles Haus beim Darwintag 2016 im Audimax der CAU

Am heutigen Freitag, 4. November, richtete das Zoologische Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit dem Zoologischen Museum Kiel den achten Kieler Darwintag aus. Rund 1.200 Schülerinnen und Schüler aus ganz Schleswig-Holstein folgten dem Ruf der Kieler Evolutionsforschenden ins Audimax der Uni, um in fünf spannenden Vorträgen in die Welt der Evolution einzutauchen. In diesem Jahr drehte sich alles um die Evolution von Form und Funktion und wie sie sich zum Beispiel bei Krebsen, Zugvögeln oder fliegenden Fischen entwickelt haben. CAU-Vizepräsidentin Professorin Ilka Parchmann hieß die Schülerinnen und Schüler willkommen. Sie machte deutlich, dass die Uni Kiel zu den weltweit führenden Standorten in der Evolutionsforschung zähle und die Jugendlichen hier genau richtig seien, um Einblicke in dieses Gebiet zu bekommen. Weiter lesen...

Neues Zentrum für Evolutionsforschung in Kiel

04.10.2016

Internationales Symposium zur Gründung des „Kiel Evolution Center“

Der heutige Freitag, 30. September, hat es in sich für den Wissenschaftsstandort Kiel: Während hunderte Forschende aus der Landeshauptstadt bei der „Nacht der Wissenschaft“ für ihre Arbeit werben, gründet die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zeitgleich ein neues Forschungszentrum. Das „Kiel Evolution Center“ (KEC) nimmt heute im Rahmen eines internationalen Symposiums mit über 100 Forschenden im Zoologischen Museum Kiel seine Arbeit auf. Die interaktive Wissenschaftsplattform setzt sich zum Ziel, Evolutionsforscherinnen und -forscher in der Region Kiel besser zu koordinieren. Daneben sollen unter dem Schlüsselbegriff „translationale Evolutionsforschung“ gezielt Brücken zwischen Grundlagenforschung und Anwendung geschlagen werden. Neben der Förderung der Wissenschaft stehen ausdrücklich auch Lehre und Öffentlichkeitsarbeit im Fokus des „Kiel Evolution Center“. Mehr lesen...

2016 DZG-Meeting at Kiel University

20.09.2016

Wichtigste deutsche Zoologie-Konferenz an der Uni Kiel

450 Forschende aus allen Bereichen der Zoologie tagen noch bis Samstag in der Landeshauptstadt

 

Seit dem heutigen Mittwoch, 14. September, läuft die Jahrestagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft (DZG) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Bis einschließlich Samstag haben rund 450 deutschsprachige und internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Gelegenheit, sich bei der größten europäischen Konferenz im Bereich der Zoologie auszutauschen. Die DZG-Tagung hebt sich besonders durch ihr umfassendes, sämtliche Disziplinen rund um die zoologische Forschung einschließendes Programm hervor. So geht es um aktuelle Entwicklungen und neueste Forschungsergebnisse unter anderem aus der Evolutionsbiologie, Ökologie, Physiologie oder Neurobiologie. Weiter lesen...

Europäische Nacht der Wissenschaft in der KielRegion

05.07.2016

Experimente zum Mitmachen, Laborführungen, Workshops, Ausstellungen, künstlerische Aktionen und bunte Vorträge über aktuelle Forschung, kurzum: Wissenschaft zum Anfassen. Das erwartet die Besucherinnen und Besucher der ersten Nacht der Wissenschaft an 11 Standorten in Kiel am 30. September 2016. Ein Jahr später, am 29. September 2017, präsentieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschung dann in der gesamten Region, in den Städten Eckernförde, Kiel, Plön, Preetz und Rendsburg. Jeweils von 15 Uhr bis spät in die Nacht geht es vor allem um eines: Spaß am Lernen und Forschen.


Die Europäische Nacht der Wissenschaft in der KielRegion soll dazu beitragen, dass die Menschen, die Wirtschaft und die Wissenschaft in der Region einander besser kennen und schätzen lernen. Deshalb gibt es in der Nacht der Wissenschaft Veranstaltungen für Kinder ab dem Kindergartenalter, für Schülerinnen und Schüler, Studierende und alle, die sich für Wissenschaft interessieren. Besucherinnen und Besucher können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ihrer Region treffen, Einblicke in deren Leben und Arbeiten bekommen und mehr über die Bedeutung der Forschung für unser direktes Lebensumfeld erfahren.

Die Schirmherrschaft für die Nacht der Wissenschaft in der KielRegion hat Ministerpräsident Torsten Albig übernommen.

Der Eintritt ist frei und in 2016 wird es einen kostenlosen Shuttle Service zwischen den Veranstaltungsorten geben.

Gefördert wird die Nacht der Wissenschaft über zwei Jahre durch die Europäische Union als Teil der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen im Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020.

Alle Veranstaltungsorte, das Programm und weitere Informationen finden Sie unter:
www.nacht-der-wissenschaft-kielregion.de

Kiel Life Science Award 2016

28.06.2016

Call for Proposals

Kiel Life Science Award 2016 – 2 Postdoc-Awards

Awards will be rewarded in the categories:

  • Medicine
  • Non-medical Life Sciences

with Deadline 31st August 2016


Criteria:

  • Outstanding doctoral thesis
  • Research activities must be focused on medical or non-medical life sciences
  • Excellent individual quality: outstanding assessment of written work and of oral exam
  • Application max. 3 years after having obtained the doctoral degree (date of document is determinant)
  • Excellent quality of the proposal
  • Letter of recommendation from PI
  • Additional references to publication activity, age, interdisciplinary significance of doctoral thesis is required


Endowment: 6.000 EURO per award (5.000 EURO for science plus 1.000 EURO at own disposal)
The winners will be invited to give a talk at the KLS Retreat on 17/18 November 2016

Submit your proposals only per e-mail (in one pdf: max. of 5 pages, Arial 11pt; 1.5 space) to the KLS Scientific Office, Mrs. Sonja Petermann: spetermann@uv.uni-kiel.de

kiel-life-science-award-2016.jpg

35 neue CIFAR-Mitglieder

27.06.2016

Das Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR) vereint führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, um an Lösungen für globale Probleme in Gesundheit, Technik und Umwelt zu arbeiten. Im Laufe des vergangenen Jahres hat das CIFAR 35 neue Mitglieder berufen. Insgesamt sind nun rund 400 herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von 129 führenden Institutionen aus 18 Ländern weltweit versammelt, um sich den wichtigsten und komplexesten Herausforderungen unserer Zeit zu stellen. Seit diesem Jahr ist auch Professor Thomas Bosch, Zell- und Entwicklungsbiologe an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), Sprecher sowohl des Forschungsschwerpunkts „Kiel Life Science“ als auch des Sonderforschungsbereichs 1182 (SFB) „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“, als „Senior Fellow“ Teil dieser Gemeinschaft wissenschaftlicher Vordenkerinnen und Vordenker.

https://www.cifar.ca/profiles/thomas-bosch/

Rückblick: Erfolgreiche erste Metaorganismus-Konferenz an der Uni Kiel

20.06.2016

Vergangene Woche fand das Kick off-Meeting des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ im Rahmen des internationalen Kiel Life Science-Symposiums 2016 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) statt – und damit die erste große wissenschaftliche Tagung zum noch jungen wissenschaftlichen Feld der Metaorganismus-Forschung in Kiel. Weiter lesen...

Erste internationale Tagung zur Metaorganismus-Forschung in Kiel

09.06.2016

Konferenz des SFB 1182 holt weltweit führende Expertinnen und Experten für Wirts-Bakterien-Beziehungen an die CAU

Seit dem heutigen Mittwoch, 8. Juni, läuft das internationale Kick off-Meeting des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) – und damit die erste große wissenschaftliche Tagung des noch jungen Verbundforschungsprojekts. Weiter lesen...

Buchvorstellung: Die Grundlagen des Metaorganismus-Prinzips

01.06.2016

Thomas Bosch und David Miller definieren die Grenzen der Biologie neu

In ihrem neuen englischsprachigen Buch „The Holobiont Imperative – Perspectives from Early Emerging Animals“ („Das Gebot des Metaorganismus – einfache Lebewesen zeigen neue Perspektiven auf“) stellen Professor Thomas Bosch, Zell- und Entwicklungsbiologe an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), und sein Co-Autor Professor David Miller vom australischen ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies die Grundzüge eines neuartigen wissenschaftlichen Feldes vor. Weiter lesen...

Kiel Oncology Network Workshop

01.06.2016

Am 25.05.2016 veranstaltete das Kiel Oncology Network (KON) zusammen mit dem Max Planck Institut für Evolutionsbiologie in Plön einen Workshop zum Thema „Dormancy as evolutionary key process in the maintenance of phenotypic plasticity in tumors”.  Der Workshop setzte damit erfolgreich die Reihe von Veranstaltungen zum Thema  „Evolution & Cancer“ des Forschungsschwerpunkts Kiel Life Science (KLS) fort. Weiter lesen...

Genetik und Biotechnologie im Raps

30.05.2016

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Thomas Bosch in bedeutendes internationales Wissenschaftskolleg berufen

23.05.2016

Kieler Zoologie-Professor wird Senior Fellow des Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR)

Es entspricht in seiner Bedeutung in etwa dem Wissenschaftskolleg zu Berlin, und zwar auf internationaler Ebene: Das Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR) vereint führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, um an Lösungen für globale Probleme in Gesundheit, Technik und Umwelt zu arbeiten. Weiter lesen...

Schnelle Anpassung an eine veränderliche Umwelt

28.04.2016

Kieler Biologe erhält mit zwei internationalen Kollegen 900.000 Euro für Forschung

Einen stattlichen individuellen Förderungserfolg kann der Kieler Biologe Dr. Sebastian Fraune aus der Arbeitsgruppe Zell- und Entwicklungsbiologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) verbuchen: Sein neues Forschungsprojekt konnte sich kürzlich gemeinsam mit sechs weiteren Vorhaben unter rund 200 Anträgen bei der diesjährigen Fördervergabe des internationalen „Human Frontier Science Program“ (HFSP) behaupten. Gemeinsam mit einem US-amerikanischen und einem australischen Kollegen wird Fraune sich nun mit der Frage beschäftigen, wie sich Lebewesen unter dem Einfluss des Klimawandels schnell an geänderte Umweltbedingungen anpassen können. Dem Kieler Biologen sowie Dr. Adam Reitzel und Dr. Sylvain Foret von den Universitäten Charlotte und Canberra stehen dafür nun umgerechnet rund 900.000 Euro an HFSP-Mitteln für die kommenden drei Jahre zur Verfügung. Weiter lesen...

Neues Kieler Analyse-Netzwerk bündelt naturwissenschaftliche Schlüsseltechniken

20.04.2016

Auftaktveranstaltung des neugegründeten „Spectromics-Network“ an der Uni Kiel

 

Am Freitag, 15. April, fand die Auftaktveranstaltung des neugegründeten “Kiel Network of Analytical Spectroscopy and Mass Spectrometry”, kurz „Spectromics-Network“, statt. Ziel des Netzwerks ist die Bündelung elementarer Analysemethoden aus dem Bereich der Spektroskopie und der Massenspektrometrie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Spektroskopische Methoden beruhen auf der Wechselwirkung von Strahlung verschiedener Art, zum Beispiel verschiedener Wellenlänge, mit Materie, zum Beispiel Molekülen. Weiter lesen...

Kleine Proteine in Prokaryoten: Die Erforschung einer neuen Welt

13.04.2016

CAU-Mikrobiologie koordiniert neues 6 Millionen Euro DFG-Schwerpunktprogramm

Erneuter Erfolg für den Forschungsstandort Schleswig-Holstein: Nach der Bewilligung gleich drei neuer Leibniz-WissenschaftsCampi Mitte März in Kiel ist es nun die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) weitere umfangreiche Förderung zusagt. Zur Einrichtung des neuen Schwerpunktprogramms (SPP) „Kleine Proteine in Prokaryoten, eine unbekannt Welt“ stellt die DFG einem interdisziplinären bundesweiten Forschungskonsortium unter der Leitung der CAU nun rund 6 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre zur Verfügung. Weiter lesen...

Kieler Medizinforschung erhält 1,7 Millionen Euro für Supercomputer

12.04.2016

Ob Bilddaten aus der Radiologie, Fotos von Gewebeschnitten, Proteinmessungen aus Massenspektrometern oder Sequenzdaten aus großen Sequenziervorhaben – täglich werden in der medizinischen Forschung neue Daten generiert. Um diese immer größer werdenden Datenmengen besser archivieren und nachhaltig nutzen zu können, ist es Forscherinnen und Forschern der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) in Zusammenarbeit mit dem Rechenzentrum der CAU nun gelungen, Fördermittel in Höhe von 1,7 Millionen Euro für einen Supercomputer einzuwerben. Bewilligt wurde die Hälfte der Fördersumme von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die andere Hälfte steuert das Land Schleswig-Holstein bei. Weiter lesen...

Neuer Leibniz-Campus zur Erforschung von Lungenkrankheiten bewilligt

18.03.2016

- Gemeinsame Presseinformation -

Diese Woche hat es in sich: Gleich drei WissenschaftsCampi richtet die Leibniz-Gemeinschaft am Universitätsstandort Kiel ein. Das hat der Senat der Leibniz-Gemeinschaft gestern (Donnerstag, 17. März) in Berlin entschieden. Mit dabei ist das neue evolutionsmedizinische Zentrum „Evolutionary Medicine of the Lung“ (EvoLUNG). Als erste Einrichtung ihrer Art in Deutschland erhält EvoLUNG in den kommenden vier Jahren (2016 bis 2020) eine Förderung von rund 4 Millionen Euro. Das Land Schleswig-Holstein trägt eine halbe Million Euro zur Finanzierung des vom Forschungszentrum Borstel (FZB), der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön (MPI-EB) getragenen Vorhabens bei.

Ziele des neuen WissenschaftsCampus EvoLUNG sind die interdisziplinäre Erforschung von schwerwiegenden Lungenerkrankungen anhand evolutionswissenschaftlicher Methoden und perspektivisch die Entwicklung neuer Therapien für Erkrankungen wie Asthma, Tuberkulose, Mukoviszidose oder chronische Bronchitis. In dieser neuen Initiative kommen die landesweit bedeutendsten biomedizinischen Forschungsinstitutionen zusammen, um ein beispielloses interdisziplinäres Forschungsumfeld in der Evolutionsmedizin zu erschaffen. „EvoLUNG ist ein weiteres herausragendes Beispiel für die interdisziplinäre Spitzenforschung im Norden – und die Zusammenarbeit verschiedener Forschungseinrichtungen. Die Entscheidung der Leibniz-Gemeinschaft ist ein Meilenstein für den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein“, sagt Wissenschaftsministerin Kristin Alheit.
 
Die wissenschaftliche Aufgabenstellung von EvoLUNG umfasst drei Hauptthemen: Der erste Forschungsbereich beschäftigt sich mit der Verbreitung und Herkunft von behandlungsresistenten Krankheitserregern in der Lunge. Der zweite Schwerpunkt erforscht die Evolution von krankheitsauslösenden Genen des Menschen, insbesondere solchen Krankheitsgenen, die Lungenerkrankungen begünstigen. Das dritte Forschungsgebiet untersucht das Zusammenspiel von Krankheitsgenen, Mikroorganismen, Krankheitserregern und Umwelt als Faktoren der Krankheitsentstehung in der Lunge.

„Trotz großer Fortschritte in Diagnostik und Behandlung sind Lungenkrankheiten weltweit weiterhin auf dem Vormarsch und gehören zu den häufigsten Todesursachen. Mit der interdisziplinären Erforschung der zugrundeliegenden evolutionären Mechanismen der Krankheitsentstehung eröffnen wir eine völlig neue Perspektive, dieser dringlichen medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderung zu begegnen“, beurteilt Professor Stefan Ehlers, Direktor des Borsteler Lungenforschungszentrums der Leibniz-Gemeinschaft, den Stellenwert der neuen Initiative.

Mit der Einrichtung des deutschlandweit einzigartigen evolutionsmedizinischen Forschungszentrums EvoLUNG leisten die Projektpartner FZB, CAU und MPI-EB Pionierarbeit am Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein. Das Potenzial des neuen Zentrums liegt insbesondere in der Verbindung der beteiligten Institutionen. „Die Standorte Borstel, Plön und die CAU stehen für besondere Forschungserfolge auf den Gebieten der Evolutionstheorie, der experimentellen Evolution und der evolutionären Genomik“, erläutert FZB-Professor Stefan Niemann, Sprecher des neuen Campus. Hinzu kommen besondere Kenntnisse in der funktionellen Analyse von Krankheitsgenen, in der Erforschung der Interaktionen von Wirt und Krankheitserregern und von chronisch-entzündlichen Lungenkrankheiten, vor allem der Tuberkulose und des Asthmas. Im EvoLUNG-Projekt vereinen sie diese Stärken, um die Erforschung schwerwiegender Lungenkrankheiten entscheidend voranzubringen.

„Das EvoLUNG-Zentrum macht es erstmals möglich, ein ganzes Spektrum von Lungenkrankheiten aus einer von Grund auf evolutionären Perspektive zu erforschen“, betont Professorin Tal Dagan von der CAU und Kiel Life Science-Mitglied. Professor Hinrich Schulenburg, ebenfalls von der CAU und KLS-Mitglied, sagt: „Mit Hilfe der Evolutionsmedizin möchten wir ein neues Verständnis von Lungenerkrankungen erzielen und so künftig neue Behandlungsansätze identifizieren“. John Baines, Professor am Plöner Max-PIanck-Institut und ebenfalls KLS-Mitglied, ergänzt: „Eine große Stärke dieses Forschungsverbundes liegt in der Ausgewogenheit von Krankheitsursachenforschung und evolutionstheoretischer Expertise. Wir am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie tragen dazu bei, indem wir in der biomedizinischen Forschung gebräuchliche Modellorganismen aus einer einzigartigen evolutionären Perspektive betrachten.“

Kontakt:

Prof. Stefan Niemann
Molecular and Experimental Mycobacteriology, FZB
Tel.: 04537 - 188 - 7620
E-Mail: sniemann@fz-borstel.de

Prof. Hinrich Schulenburg
Arbeitsgruppe Evolutionsökologie und Genetik,
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4141
E-Mail: hschulenburg@zoologie.uni-kiel.de


Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
E-Mail: ► presse@uv.uni-kiel.de, Internet: ► www.uni-kiel.de
Twitter: ► www.twitter.com/kieluni, Facebook: ► www.facebook.com/kieluni

Forschungszentrum Borstel, Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften
Dr. Bettina Brand, Vorstandsreferentin
Postanschrift: Parkallee 1-40, 23845 Borstel
Telefon: (04537) 188 – 4390 Telefax: (04537) 188 - 4060
E-Mail: ► bbrand@fz-borstel.de, Internet: ► www.fz-borstel.de

Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Kerstin Mehnert
Postanschrift: August-Thienemann-Straße 2, 24306 Plön
Telefon: (04522) 763-233, Telefax: (04522) 763-351
E-Mail: ► mehnert@evolbio.mpg.de, Internet: ► www.evolbio.mpg.de/

Text / Redaktion: Christian Urban




 

IMPRS bietet 15 PhD-Stellen an

14.03.2016

Die Internationale "Max Planck Research School for Evolutionary Biology" (IMPRS) schreibt 15 PhD-Stellen aus, siehe Ausschreibungstext. Die Bewerbungsfrist endet am 17. April 2016.

Weitere Informationen über die IMPRS und das Bewerbungsverfahren finden sich auf der  IMPRS-Website.

Prof. Peter C. Kjærgaard besuchte das Zoologische Museum an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU)

05.02.2016

Am Donnerstag, 4. Februar, besuchte Prof. Peter C. Kjærgaard, seit 2015 Direktor des Dänischen Naturkundemuseums an der Universität Kopenhagen, das Zoologische Museum Kiel an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Nikolaj Scharff, Kurator und Sammlungsleiter des Kopenhagener Museums, war Kjærgaard nach Kiel gekommen, um die Rückgabe der Kieler Fabricius-Sammlung zu vereinbaren. Die vom Entomologen und Linné-Schüler Johann Christian Fabricius im 18. Jahrhundert angelegte bedeutende Sammlung umfasst über 10.000 Arten, vorwiegend Insekten und Gliederfüßer. Das Zoologische Museum Kiel hatte sie im Jahr 1958 an das dänische Museum ausgeliehen, wo sie bis zum heutigen Tag verblieben war. Gemeinsam mit Dr. Dirk Brandis, Prof. Michael Kuhlmann und Prof. Thomas Bosch von der CAU einigten sich die dänischen Museumsvertreter darauf, Teile der Fabricius-Sammlung gemeinsam mit der Sammlung der dänischen Sammler Sehested und Tønder-Lund nach Kiel zu überführen. Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Rückübertragung der ursprünglichen Zusammenstellung der Fabricius-Sammlung nach Kiel nicht sinnvoll, da die Aufteilung insbesondere der Typusserien den wissenschaftlichen Zugang erheblich erschweren würde. Für die Zukunft haben daher das Zoologische Museum Kiel und das Dänische Naturkundemuseum an der Universität Kopenhagen eine enge Zusammenarbeit in Aufbereitung und Management der künftig auf die beiden Standorte verteilten Fabricius-Sammlung vereinbart.

KLS-Neujahrsempfang: Bestimmen Bakterien unser Leben?

28.01.2016

Am gestrigen Mittwoch versammelten sich rund 70 Gäste aus Universität und Kieler Gesellschaft zum Neujahrsempfang des Forschungsschwerpunkts „Kiel Life Science“ (KLS) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) im Zoologischen Museum Kiel. Zum Auftakt der Veranstaltung las der Berliner Schriftsteller Bernhard Kegel aus seinem aktuellen Buch „Die Herrscher der Welt. Wie Mikroben unser Leben bestimmen“. Damit setzte er das Thema für die anschließende Diskussion mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Forschungsschwerpunkts. Gemeinsam gelang es, dem Publikum die biologische und medizinische Bedeutung der Symbiose von Organismus und Bakterien zu vermitteln. Zum Abschluss des Abends lud Professor Thomas Bosch im Namen von „Kiel Life Science“ zu einem Empfang in die stimmungsvolle Wal-Halle des Museums ein. Weiter lesen...

Medikamente zum „Anknipsen“ – Studierendentagung zu den Life Sciences in Kiel kürt zum vierten Mal Life Science-Nachwuchs

08.12.2015

Auf der Studierendentagung zu den Life Sciences im Wissenschafts-zentrum Kiel am vergangenen Donnerstag stellte der wissenschaftliche Nachwuchs inzwischen zum vierten Mal seine Arbeiten im Bereich der Life Sciences vor. Aus insgesamt 12 Vorträgen und 36 Postern wählte die Jury jeweils die drei besten aus.

Kiel, 8. Dezember 2015 – Den mit 500 € dotierten Preis für den besten Vortrag erhielt Boris Pinchuk vom Pharmazeutischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für seinen Beitrag: „Photoaktivierbare Prodrugs des zugelassenen Kinaseinhibitors Vemurafenib“. Er stellte dar, wie man durch den Einsatz der photoaktivierbaren Prodrugs eine sowohl zeitlich als auch örtlich kontrollierbare Freisetzung des aktiven Wirkstoffs erreichen kann. Weiter lesen...

Neuer Sonderforschungsbereich „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ an der Universität Kiel bewilligt

24.11.2015

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Erforschung des Zusammenspiels von Organismus und symbiotischen Bakterien mit 10 Millionen Euro

 

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) stellt aktuell die Weichen für die Zukunft ihrer Forschung und kann auf diesem Weg einen weiteren Erfolg feiern: Auf Grundlage der überzeugenden Begutachtung vom Sommer dieses Jahres hat sich die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute (Donnerstag, 19. November) entschieden, den neuen Sonderforschungsbereich (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ zu fördern. Damit stehen den Forschenden aus acht beteiligten Institutionen des neuen Verbundprojekts über vier Jahre rund 10 Millionen Euro zur Verfügung.

Für CAU-Präsident Professor Lutz Kipp gewinnen die Lebenswissenschaften im Norden mit der Förderzusage eine zusätzliche tragende Säule. „Im Namen des gesamten Präsidiums möchte ich allen am SFB Beteiligten herzlich gratulieren! Die Konkurrenz war extrem stark. Am Ende hat es ein ambitioniertes Projekt aus Kiel geschafft. Mit ihrer positiven Begutachtung erkennt die DFG auch die exzellente Arbeit an, die wir über Jahre am Standort geleistet haben. Das hilft uns sehr, in Forschung und Innovation weiterhin internationales Niveau zu halten“, kommentierte CAU-Präsident Professor Lutz Kipp die Entscheidung von Deutschlands wichtigster wissenschaftlicher Förderinstitution.

Die DFG konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf Instituten der CAU, vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und von den Max Planck-Instituten für Evolutionsbiologie und Marine Mikrobiologie in Plön und Bremen mit ihrem sehr interdisziplinär ausgerichteten Forschungskonzept überzeugen. Gemeinsam bilden sie nun den SFB 1182 und beschäftigten sich mit der Frage, wie Pflanzen und Tiere einschließlich des Menschen gemeinsam mit hoch spezifischen Gemeinschaften von Mikroben funktionale Einheiten (Metaorganismen) bilden. Ziel des SFB ist es zu verstehen, warum und wie mikrobielle Gemeinschaften diese langfristigen Verbindungen mit ihren Wirtsorganismen eingehen und welche funktionellen Konsequenzen diese Wechselwirkungen haben.

„Wir wollen verstehen, wie ein Organismus und seine ihn besiedelnden Mikroben eine funktionale Einheit, den Metaorganismus, bilden. Das Funktionieren dieser multi-organismischen Einheit hat evolutionäre und ökologische Auswirkungen und beeinflusst so Lebenszyklus und Fitness aller Lebewesen. Damit spielt der Metaorganismus eine wichtige Rolle in der Balance von Gesundheit und Krankheit“, beschreibt SFB 1182-Sprecher Professor Thomas Bosch den Forschungsansatz des Verbundforschungsprojekts.

Der SFB „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ erstreckt sich auf 13 Teilprojekte und die drei Hauptthemen „Evolution und Ökologie“, „Erkennung und Kommunikation“ und „Funktion und Lebensgeschichte“, unter denen die Forschungsprojekte zusammengefasst sind. Zusätzlich beinhaltet der SFB infrastrukturelle Teilprojekte, die für die Forschungsprojekte unverzichtbare Services wie Datenmanagement, Bioinformatik oder modernste Sequenzierungstechnologien zur Verfügung stellen. Bei der positiven Förderentscheidung kamen dem neuen Sonderforschungsbereich auch die in den letzten Jahren in Kiel erfolgreich aufgebauten Strukturen auf diesen Gebieten zugute.

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Neben dem Menschen untersuchen die Forschenden vor allem Modellorganismen wie den Süßwasserpolypen Hydra, um das Zusammenspiel zwischen Mikroorganismen und vielzelligen Lebewesen besser zu verstehen.
Foto: Thomas Bosch

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SFB 1182-Sprecher Prof. Thomas Bosch (Mitte) und sein Stellvertreter Prof. Hinrich Schulenburg (rechts) stellten der DFG-Kommission das Forschungskonzept des Verbundprojekts vor.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Den Forschenden aus Kiel und ihren Kooperationspartnerinnen und -partnern gelang es, im mehrmonatigen DFG-Begutachtungsverfahren zu überzeugen.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Logo des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“

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Kontakt:
Prof. Thomas Bosch
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
E-Mail: ► presse@uv.uni-kiel.de, Internet: ► www.uni-kiel.de, Jubiläum: ► www.uni-kiel.de/cau350
Twitter: ► www.twitter.com/kieluni, Facebook: ► www.facebook.com/kieluni
Text / Redaktion: Christian Urban

Alternative Konzepte in der Krebsforschung

06.11.2015

Robert Gatenby vom Moffitt Cancer Center besuchte die Universität Kiel

Auf Einladung des Forschungsschwerpunkts “Kiel Life Science” besuchte der US-amerikanische Krebsforscher Robert A. Gatenby, M.D., Vorsitzender der Abteilung für Radiologie und Co-Direktor des „Cancer Biology and Evolution Program“ am Moffitt Cancer Center in Tampa jüngst die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Auf dem Programm des international renommierten Wissenschaftlers stand neben dem Gedankenaustausch mit zahlreichen Forschenden der CAU auch ein öffentlicher Abendvortrag vor gut 100 Zuhörerinnen und Zuhörern unter dem Titel „Cancer & Evolution“ am 5. November. Weiter lesen...

Den biochemischen Fingerabdrücken des Lebens auf der Spur

06.10.2015

„Kiel Life Science“ richtet ersten Metabolomics-Workshop an der Universität Kiel aus

 

Am heutigen Dienstag, 6. Oktober, veranstaltet der Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) den KLS-Metabolomics-Workshop. Unter dem Begriff Metabolomics fassen Forschende die Untersuchung aller Stoffwechselprodukte in einer Zelle oder einem Organismus zusammen. Die Analyse der biochemischen Vorgänge, die bei der Umwandlung dieser sogenannten Metabolite auftreten, vertieft die wissenschaftliche Kenntnis zellbiologischer Prozesse. So erlauben metabolomische Analysen, basierend auf Methoden der modernen analytischen Chemie, entscheidende Rückschlüsse für vielfältige biologische und medizinische Fragestellungen. Mehr als 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, vorrangig aus den verschiedenen Forschungsdisziplinen innerhalb von KLS, nehmen an der ersten Tagung dieser Art in Kiel teil.

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Jahrestagung der Gesellschaft für Genetik an der Universität Kiel

29.09.2015

Max-Delbrück-Preisträgerin 2015 ist Emanuelle Charpentier

Ab Montag, 28. September, findet die Jahrestagung der Gesellschaft für Genetik (GfG) anlässlich des 350-jährigen Jubiläums an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) statt. Die dreitägige Veranstaltung deckt ein breites Spektrum aktueller Themen von der Genetik der Rekombination und der Krebsentstehung bis hin zur Epigenetik ab. Neben diesen Fachbeiträgen gehört die Ehrung besonders verdienter Genetikerinnen und Genetiker mit der Max-Delbrück-Lecture, benannt nach dem Nobelpreisträger und Begründer der modernen molekularen Genetik, zum Programm der Jahrestagung. In diesem Jahr erhält Professorin Emanuelle Charpentier, künftige Direktorin des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin, als erste Wissenschaftlerin diesen renommierten Preis. Tagungsleiter ist Professor Frank Kempken, GfG-Präsident und Leiter der Abteilung für Botanische Genetik und Molekularbiologie an der CAU. Weiter lesen...

Neue Perspektiven für Biologie und Medizin: das Individuum als Metaorganismus - Öffentlicher Vortrag

23.09.2015

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<p>In einem
deutschsprachigen öffentlichen Abendvortrag innerhalb der Jahrestagung der
Gesellschaft für Genetik spricht Professor Thomas Bosch, Sprecher des
Forschungsschwerpunkts „Kiel Life Science“ an der CAU, zum Thema „Neue
Perspektiven für Biologie und Medizin: das Individuum als Metaorganismus“. Dazu
sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Montag, 28. September, um 20
Uhr, in den Frederik-Paulsen-Hörsaal des Audimax der Universität Kiel
eingeladen.</p>

Verbundprojekt erforscht neuartige Züchtungstechnologien für Raps und Kartoffeln

23.09.2015

 
 

 An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ist kürzlich das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt „Neuartige Züchtungstechnologie in Raps und Kartoffel durch Implementation des TALEN- und CRISPR/Cas9 Systems zur gezielten Genom-Modifikation“ offiziell gestartet. Projektpartner sind neben der Abteilung für Molekulare Phytopathologie und Biotechnologie der CAU zwei Industriepartner, die Solana Research GmbH und die NPZ Innovation GmbH. Ziel des Verbundprojekts ist es, neue Methoden zur gezielten Gen-Inaktivierung im Kartoffel- und Rapsgenom zu erforschen. Weiter lesen...

DFG-Begutachtung „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“

21.05.2015

Das Begutachtungsverfahren des bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingereichten Antrags für den Sonderforschungsbereich (SFB) „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) geht in die entscheidende Phase: Am 6. und 7. Juli findet die zweitägige Begutachtung durch die DFG-Prüfungsgruppe in Kiel statt. Dieses Gremium erarbeitet eine Entscheidungsempfehlung über die Einrichtung des Sonderforschungsbereichs, der die Grundlage für den zuständigen Bewilligungsausschuss bildet. Die für die Universität Kiel hoffentlich positive Entscheidung über die Einrichtung des SFB „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ wird bei der zweiten Sitzung des Bewilligungsausschusses der DFG Ende des Jahres fallen.

An der Antragstellung waren unter der Leitung von Professor Thomas Bosch vom Zoologischen Institut 26 Kolleginnen und Kollegen der Medizinischen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultäten sowie der Zentralen Verwaltung der CAU beteiligt. Daneben beteiligten sich Kolleginnen und Kollegen des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön, des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen und von der Universität Hamburg. Im Folgenden eine Kurzzusammenfassung zum Forschungsfeld des beantragten SFB:

Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen

Pflanzen und Tiere einschließlich des Menschen beherbergen hoch spezifische Gemeinschaften von Mikroben. Es mehren sich die Hinweise, dass die mit einem bestimmten Wirtsorganismus assoziierten Mikroben die Fitness ihrer jeweiligen Wirte beeinflussen, und letztlich einen Metaorganismus bilden, der sich aus dem vielzelligen Wirt und einer Gemeinschaft von assoziierten Mikroorganismen zusam-mensetzt. In Wirbeltieren wie in Wirbellosen hat eine komplexe Darmflora unterstützenden Einfluss nicht nur auf Stoffwechselvorgänge, sondern auch auf die Entwicklung des Immunsystems und neuro-nale Leistungen. Störungen dieser partnerschaftlichen Beziehung haben bei Wirbellosen wie beim Menschen erhebliche Konsequenzen. Trotz ihrer essenziellen Bedeutung sind die molekularen und zellulären Mechanismen, die die Interaktionen in einem solchen Metaorganismus kontrollieren, in vielen Aspekten noch unverstanden. Ziel des Sonderforschungsbereiches ist es zu verstehen warum und wie mikrobielle Gemeinschaften langfristige Assoziationen mit Wirtsorganismen aus unterschiedlichen taxonomischen Gruppen bilden. Wir sind insbesondere an den spezifischen funktionellen Konsequenzen der Wechselwirkungen interessiert, den grundlegenden regulatorischen Prinzipien, und in ausgewählten Wirtsorganismen auch an den sich daraus ergebenden evolutionären und ökologischen Auswirkungen auf den Lebenszyklus und die Fitness.


Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM): Ruth Schmitz-Streit wird erste Präsidentin

Auf ihrer Jahresversammlung in Würzburg wählten die VAAM-Mitglieder mit Professorin Schmitz-Streit (2.v.l.) zum ersten Mal eine Frau an ihre Spitze. Mit im Bild: VAAM-Vizepräsident Professor Zelder und Geschäftsführerin Muth (links). Foto: Dr. Anja Störik

17.03.2017

Kieler Professorin bei Jahrestagung der VAAM zur neuen Vorsitzenden gewählt

Die VAAM hat vergangene Woche auf ihrer Jahrestagung in Würzburg Ruth Schmitz-Streit, Professorin für molekulare Mikrobiologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), mit großer Mehrheit zu ihrer neuen Präsidentin gewählt. Schmitz-Streit, Direktorin des Instituts für Allgemeine Mikrobiologie an der CAU, ist die erste Frau, die auf diese renommierte Position berufen wird.

Die VAAM als Vereinigung der deutschsprachigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit mikrobiologischer Forschungsausrichtung ist eine der größten und bedeutendsten Fachgesellschaften im Bereich der Lebenswissenschaften. „Ich freue mich sehr, dass das Präsidentenamt der VAAM erstmals mit einer Frau besetzt ist”, bekräftigt Professor Oskar Zelder, Vizepräsident der VAAM, „mit ihren vielseitigen Forschungsinteressen wird Ruth Schmitz-Streit unsere Vereinigung erfolgreich repräsentieren." Professorin Karin Schwarz, CAU-Vizepräsidentin für Forschung, bewertet die prestigeträchtige Position: „Ruth Schmitz-Streits Ernennung zur Präsidentin der VAAM ist nicht nur eine große persönliche Auszeichnung, sondern auch eine weitere Bestätigung der erfolgreichen Arbeit am Wissenschaftsstandort Kiel.“

Mit ihrer Entscheidung votierten die VAAM-Mitglieder für eine besonders erfahrene und vielseitige Wissenschaftlerin an ihrer Spitze: Schmitz-Streits Forschungsarbeiten spannen einen Bogen von der Regulation des Stickstoffmetabolismus bei Bakterien und Archaeen über den Stickstoffkreislauf und die Identifizierung von neuen Wirkstoffen des Ozeans bis hin zu Untersuchungen von Wirt-Mikroorganismus-Interaktionen. Sie ist in zahlreichen Gremien und Forschungsverbünden an der Universität Kiel aktiv. Weiterhin steht sie dem Schwerpunktprogramm (SPP) 2002 „Kleine Proteine in Prokaryoten, eine unbekannt Welt“ als Sprecherin vor. Das SPP 2002 wird seit 2017 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert.

Über die VAAM:
In der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie e.V. sind etwa 3.500 mikrobiologisch orientierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammengeschlossen. Die 1985 in Würzburg gegründete Vereinigung fördert den wissenschaftlichen Informationsaustausch und die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder, mit dem Ziel, Forschungsergebnisse der Mikrobiologie zum Wohl der Gesellschaft und der Umwelt umzusetzen.

Zur Person:
Ruth Schmitz-Streit (Jahrgang 1965) studierte Biologie an der Universität Marburg und promovierte 1992 über Molybdän- und Wolframat-haltige Enzyme in methanogenen Archaeen bei Rolf Thauer. Es folgte eine zweijährige Postdoc-Zeit, in der sie an der University of California, Berkeley, im Labor von Sydney Kustu über die Regulation der Stickstofffixierung in Klebsiella pneumoniae arbeitete. 1996 kehrte sie nach Deutschland zurück an das Institut für Mikrobiologie und Genetik der Universität Göttingen und habilitierte sich 2001 bei Gerhard Gottschalk für das Fach Mikrobiologie. Von 2001 bis 2004 arbeitete Ruth Schmitz-Streit als unabhängige Gruppenleiterin und Heisenbergstipendiatin an der Universität Göttingen. Seit Oktober 2004 ist sie C4-Professorin für molekulare Mikrobiologie an der Universität Kiel.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
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Bildunterschrift: Ruth Schmitz-Streit, CAU-Professorin für molekulare Mikrobiologie, ist neue VAAM-Präsidentin.
Foto: Jürgen Haacks, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Auf ihrer Jahresversammlung in Würzburg wählten die VAAM-Mitglieder mit Professorin Schmitz-Streit (2.v.l.) zum ersten Mal eine Frau an ihre Spitze. Mit im Bild: VAAM-Vizepräsident Professor Zelder und Geschäftsführerin Muth (links).
Foto: Dr. Anja Störiko, VAAM

Kontakt:
Prof. Ruth Schmitz-Streit
Molekularbiologie der Mikroorganismen,
Institut für Allgemeine Mikrobiologie, CAU
Telefon: 0431 880-4334
E-Mail: rschmitz@ifam.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie e.V. (VAAM):
www.vaam.de
www.facebook.com/vaam.de

Molekularbiologie der Mikroorganismen (AG Schmitz-Streit),
Institut für Allgemeine Mikrobiologie, CAU
www.mikrobio.uni-kiel.de/de/ag-schmitz-streit

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
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Text / Redaktion: ► Christian Urban

Bakterien und der Begriff des Menschseins

Rund 70 Gäste versammelten sich zum Neujahrsempfang 2017 des Forschungsschwerpunkts „Kiel Life Science“ an der CAU. Foto: Christian Urban, Universität Kiel

08.02.2017

KLS-Neujahrsempfang 2017 im Zoologischen Museum Kiel

Am gestrigen Donnerstag, 2. Februar, versammelten sich rund 70 Gäste aus Universität und Kieler Gesellschaft zum Neujahrsempfang des Forschungsschwerpunkts „Kiel Life Science“ (KLS) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Der aus Deutschland stammende kanadische Anthropologe Professor Tobias Rees eröffnete die Festveranstaltung im Zoologischen Museum Kiel mit seinem Vortrag zur „Anthropologie der Gegenwart: Der Begriff des Menschen und das Mikrobiom“. Rees beschäftigte sich darin mit den Beziehungen zwischen der modernen lebenswissenschaftlichen Forschung und der Anthropologie.

Jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse, die zum Beispiel auf einen Einfluss symbiotischer Mikroben auf das Verhalten des Menschen hindeuten, bieten hier hochinteressante Anknüpfungspunkte. Die enge Verschränkung menschlichen und bakteriellen Lebens erfordere, so Rees, eine Neudefinition des menschlichen Individuums. Eingebettet in eine Geschichte der Menschheit als Trennungsgeschichte von der Natur entwarf Rees ein faszinierendes Bild vom Zusammenspiel von Sozialwissenschaft, Kunst und Naturwissenschaft als neue Form der disziplinübergreifenden Forschung.

Der KLS-Neujahrsempfang bot zudem Gelegenheit, auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurückzublicken: Unter dem Dach des Forschungsschwerpunkts konnte sich die lebenswissenschaftliche Spitzenforschung in Kiel weiter konsolidieren. Exzellente Verbundforschungsprojekte wie der neue Sonderforschungsbereich (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ oder das erneut bewilligte Graduiertenkolleg „Gene, Umwelt und Entzündung“ innerhalb des Exzellenzclusters Entzündungsforschung zeugen von einer sehr positiven Bilanz. Im bundesweiten Wettstreit der Wissenschaftsstandorte im Zuge einer neuen Exzellenzstrategie zeigen sich die Lebenswissenschaften an der Universität Kiel gut gerüstet.

Professor Thomas Bosch, Sprecher des Forschungsschwerpunkts KLS an der Landesuniversität, sagte: „Ziel unserer Forschung ist es, gesunde und kranke Prozesse verschiedenster Lebewesen in einem Gesamtzusammenhang zu verstehen und daraus in Zukunft neue Optionen für Prophylaxe und Therapie abzuleiten. Um damit Erfolg zu haben, müssen wir weit außerhalb der gewohnten Disziplingrenzen denken.“ Diesen Aspekt griff die Veranstaltung auf: Das ungewöhnlich erscheinende anthropologisch-philosophische Thema des Abends vermittelte den Anwesenden einen Eindruck von dieser Art einer besonders breit gefächerten und stark interdisziplinär ausgerichteten Forschungsarbeit, wie sie die Forschenden in Kiel gemeinsam mit ihren internationalen Partnerinnen und Partnern vertreten. Mit seiner „Anthropologie der Gegenwart“ lieferte Rees ein Beispiel, wie dieser neue Ansatz wissenschaftlicher Zusammenarbeit in Zukunft gelingen kann.

Zur Person:
Tobias Rees, geboren 1973 in Schwaben, ist Professor für Anthropologie an der McGill University in Montreal, Kanada. Er studierte unter anderem in Tübingen und Paris und erhielt 2006 seinen Doktortitel von der University of California, Berkeley. Rees ist unter anderem Mitglied des bedeutenden kanadischen Wissenschaftskollegs “Canadian Institute of Advanced Research” (CIFAR). Er erforscht die Berührungspunkte von Anthropologie, Kunstgeschichte, Wissenschaftsgeschichte und Philosophie und welche Rolle sie zum Beispiel in der Medizin oder den Biowissenschaften spielen. In seinem neuesten Buch „Plastic Reason – An Anthropology of Brain Science“ macht er den Versuch, das menschliche Gehirn aus der Perspektive der embryologischen Plastizität zu verstehen.

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Rund 70 Gäste versammelten sich zum Neujahrsempfang 2017 des Forschungsschwerpunkts „Kiel Life Science“ an der CAU.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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„Anthropologie der Gegenwart“: Prof. Tobias Rees entwarf ein faszinierendes Bild vom Zusammenspiel von Sozialwissenschaft, Kunst und Naturwissenschaft.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Prof. Thomas Bosch hieß die Gäste zum Neujahrsempfang im Zoologischen Museum Kiel willkommen.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Die zentrale Walhalle des Zoologischen Museums lieferte einen eindrucksvollen Rahmen für den diesjährigen KLS-Empfang.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Thomas Bosch
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“, CAU Kiel
www.kls.uni-kiel.de

Zoologisches Museum Kiel, CAU Kiel
www.zoologisches-museum.uni-kiel.de

Prof. Tobias Rees, Social Studies of Medicine, McGill University
www.mcgill.ca/ssom/staff/rees

Lebenswissenschaften in Kiel und Tartu arbeiten zusammen

10.02.2017

CAU setzt vereinbarte Kooperation der Wissenschaftsstandorte in die Praxis um

Am gestrigen Donnerstag, 9. Februar, trafen sich Forschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit Kolleginnen und Kollegen der estnischen Universität Tartu zu einem gemeinsamen Arbeitstreffen im Zentrum Molekulare Biowissenschaften (ZMB) der Landesuniversität. Die Zusammenkunft unter dem Titel „Evolving Health: Novel Perspectives in Genetics & Bioinformatics“ behandelte neueste Trends der Gesundheitsforschung in den Bereichen der Genetik und Bioinformatik. Mit dem Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) an der CAU und dem „Estonian Genome Center“ in Tartu stehen beide Universitäten für Spitzenforschung auf diesem Gebiet.

Das gemeinsam von KLS und vom Institut für Klinische Molekularbiologie (IKMB) an der CAU organisierte Treffen markiert den Beginn einer deutsch-estnischen Forschungskooperation, deren Ursprung der Besuch des damaligen estnischen Staatspräsidenten Toomas Hendrik Ilves in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt vor rund eineinhalb Jahren war. Dieser Staatsbesuch stand nicht nur symbolisch für eine engere Zusammenarbeit zwischen der Republik Estland und dem Land Schleswig-Holstein. Auch konkrete Kooperationsvorhaben wie eine intensivere Zusammenarbeit in der lebenswissenschaftlichen Forschung wurden damals auf den Weg gebracht.

„Das Estonian Genome Center in Tartu mit seiner hochmodernen Forschungsinfrastruktur entwickelt sich mehr und mehr zu einem international führenden lebenswissenschaftlichen Zentrum. Wir freuen uns, die dorthin geknüpften Kontakte nun in eine konkrete Zusammenarbeit überführen zu können. Die estnischen Kolleginnen und Kollegen und wir hier in Kiel werden in Zukunft von diesem intensiven Austausch profitieren“, sagte Professor Thomas Bosch, Sprecher des Forschungsschwerpunkts „Kiel Life Science“ und einer der geistigen Väter dieser Zusammenarbeit. Sein estnischer Kollege Professor Tõnu Esko, Vize-Direktor des „Estonian Genome Center“, bekräftigte: "Sehr gute Kontakte zu den Lebenswissenschaftlerinnen und Lebenswissenschaftlern an der Universität Kiel sind auch für das Estonian Genome Center wichtig. Aus unserer engen Zusammenarbeit mit Professor Frankes Kieler Arbeitsgruppe sind bahnbrechende Fortschritte in der Erforschung von Autoimmunerkrankungen, zum Beispiel Psoriasis, hervorgegangen. Unser Besuch in Kiel steht für den Anfang einer strategischen Zusammenarbeit, aktuell kooperieren wir zum Beispiel in der Durchführung einer großangelegten Mikrobiomstudie. Gemeinsam wollen wir so in Zukunft die Spitzenforschung auf diesem Gebiet vorantreiben.“

Der Workshop umfasste ein breites Programm mit Schwerpunktthemen wie personalisierte Medizin, genetische Bevölkerungsstudien oder die Untersuchung des menschlichen Mikrobioms als Schlüssel zu neuen Behandlungsansätzen bei schwerwiegenden Erkrankungen. Wichtiger Bestandteil des Austauschs zwischen deutschen und estnischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern waren zudem die jeweils zur Verfügung stehenden technischen Infrastrukturen, zum Beispiel Hochdurchsatztechnologien zur Genomsequenzierung. Eine gute Ausstattung in diesem Bereich ist zur Grundvoraussetzung für den Erfolg moderner lebenswissenschaftlicher Forschung geworden. Die Universität Tartu hat sich hier mit der Einrichtung des „Estonian Genome Center“ innerhalb weniger Jahre eine Vorreiterrolle erkämpft.

„Wir sind beeindruckt von den Forschungsleistungen der estnischen Kolleginnen und Kollegen. Sie sind in vielen Bereichen Weltklasse. Wir beobachten zudem mit besonderem Interesse, dass ein signifikanter Teil der Bevölkerung in Estland an biomedizinischen Studien teilnimmt und zum Beispiel Blut spendet. Solch eine hohe Spendenbereitschaft kennen wir nur von Patientinnen und Patienten, weniger von gesunden Personen der Normalbevölkerung“, sagte Professor Andre Franke vom IKMB.

Forschung und Wirtschaft fokussieren sich im Baltikum zunehmend auf die Lebenswissenschaften. Gute Kontakte dorthin spielen daher auch für die Spitzenforschung in Schleswig-Holstein eine wichtige Rolle. Dem trägt die CAU mit der jetzt anlaufenden lebenswissenschaftlichen Zusammenarbeit der Standorte Kiel und Tartu Rechnung und führt damit eine bald dreißigjährige Tradition in der Kooperation beider Universitäten fort.

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Die deutschen und estnischen Forschenden: Ingolf Cascorbi, Andres Metspalu, Wolfgang Lieb, Lili Milani, Andre Franke, Philip Rosenstiel, Tõnu Esko, Elin Org, Hinrich Schulenburg, Krista Fischer, Mait Metspalu (v.l.nr.).
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Die Forschenden aus Kiel und Tartu tauschten sich über den Einfluss von Genetik und Bioinformatik auf die Gesundheitsforschung aus.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Dr. Mait Metspalu aus Tartu erläuterte, wie sich die historische Bevölkerungsentwicklung anhand genetischer Muster verfolgen lässt.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Staatsbesuch des damaligen Präsidenten Toomas Ilves (2.v.l.) im Mai 2015 an der CAU: Hier wurde der Grundstein für die deutsch-estnische Forschungskooperation gelegt. Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Andre Franke
Institut für Klinische Molekularbiologie, CAU Kiel
Telefon: 0431-500-15110
E-Mail: a.franke@mucosa.de

Prof. Thomas Bosch
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Institut für Klinische Molekularbiologie, CAU Kiel
www.ikmb.uni-kiel.de

Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“, CAU Kiel
www.kls.uni-kiel.de

„Estonian Genome Center“, Universität Tartu
www.geenivaramu.ee

 

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
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Text / Redaktion: ► Christian Urban

Internationale entwicklungsbiologische Trends

Klaus Sander-Preisträgerin Professorin Ruth Lehmann (2.v.l) gemeinsam mit GfE-Präsident Professor Bosch (Mitte) und der Familie des Namensgebers. Foto: Christian Urban, Universität Kiel

16.03.2017

Gemeinsame Tagung der deutschen und japanischen Gesellschaften für Entwicklungsbiologie an der Uni Kiel

Seit dem heutigen Mittwoch, 15. März, findet die gemeinsame Tagung der deutschen Gesellschaft für Entwicklungsbiologie (GfE) und der Japanese Society of Developmental Biologists (JSDB) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) statt. Die rund 280 internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutieren noch bis einschließlich Samstag über die aktuellen Entwicklungen in der lebenswissenschaftlichen Kerndisziplin der Entwicklungsbiologie. Ein Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltung ist die Teilnahme des Nobelpreisträgers Professor Eric Wieschaus: Der US-amerikanische Entwicklungsbiologe von der Princeton University wurde für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Embryogenese ausgezeichnet. Wieschaus wird sich in einer Feierstunde im Kieler Rathaus am Freitagabend, 17. März, in Anwesenheit des Stadtpräsidenten Hans-Werner Tovar in das Goldene Buch der Landeshauptstadt eintragen und anschließend seine neuesten Forschungsergebnisse präsentieren.

Die im zweijährigen Turnus ausgerichtete Tagung hat sich zu einem der wichtigsten Foren für entwicklungsbiologisch arbeitende Forschende aus den Bereichen der Genetik, Molekularbiologie, Medizin, Zoologie und Botanik entwickelt. Als deren Dachorganisation im deutschsprachigen Raum setzt sich die GfE zum Ziel, die entwicklungsbiologische Forschung und deren Darstellung zu fördern und zu koordinieren. „In diesem Jahr dreht sich alles um die Fortschritte in der Entwicklungsbiologie in Japan und Deutschland. Forschende beider Nationen haben für viele wichtige Impulse auf unserem Gebiet gesorgt, dafür zollen wir insbesondere den japanischen Kolleginnen und Kollegen großen Respekt. Gleichzeitig sind wir stolz, ihnen unsere Erfolge am Spitzenforschungsstandort Kiel präsentieren zu können“, betont Professor Thomas Bosch, GfE-Präsident und Sprecher des Forschungsschwerpunkts “Kiel Life Science” an der CAU.

In insgesamt sechs Themenbereichen beleuchtet die Veranstaltung verschiedene aktuelle Aspekte der Entwicklungsbiologie von der Stammzellenforschung über die Entwicklung des Nervensystems bis hin zur Rolle der Umwelt einschließlich der Mikroben bei entwicklungsbiologischen Prozessen. Im Rahmen ihrer Tagungen ehrt die GfE zudem besonders verdiente Mitglieder: Am Donnerstag wird der mit 10.000 Euro dotierte Klaus Sander-Preis an die US-amerikanische Zellbiologin Ruth Lehmann vergeben, mit dem die Gesellschaft das Lebenswerk der Professorin von der New York University würdigt. An den Nachwuchs in der entwicklungsbiologischen Forschung richtet sich der sogenannte “Young Investigator’s Lunch” am Freitagmittag. Bei diesem gemeinsamen Mittagessen können sich junge Forschende mit Vertreterinnen und Vertretern der nationalen Forschungsförderung über Karrierewege und Finanzierungsmodelle austauschen. Weiterhin feiert die japanische Partnerorganisation JSDB beim Festakt im Kieler Rathaus am Freitagabend in Anwesenheit des japanischen Generalkonsuls Takao Anzawa gemeinsam mit ihren internationalen Kolleginnen und Kollegen ihr 50-jähriges Bestehen.

Einen weiteren wichtigen inhaltlichen Akzent liefert der seit Anfang 2016 an der CAU bestehende Sonderforschungsbereich (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“: Der dritte Tag der Konferenz widmet sich schwerpunktmäßig dem Einfluss ökologischer und evolutionärer Faktoren auf die Entwicklungsprozesse des Lebens. Diese Einflussgrößen sind von besonderer Bedeutung für die Arbeit des neuen SFBs: Um das Zusammenspiel von Lebewesen mit ihren mikrobiellen Symbionten besser zu verstehen, ist die Berücksichtigung von Evolution und Ökologie von entscheidender Wichtigkeit. Auf diesem Weg zielen die Forschenden des SFB 1182 darauf ab, die hochkomplexen Wechselwirkungen von Lebewesen, Mikroorganismen und Umwelt als Schlüssel zu Gesundheit oder Krankheit besser zu verstehen.

Über die GfE:
Die Gesellschaft für Entwicklungsbiologie e.V. (GfE) wurde 1975 gegründet und ist ein Zusammenschluss von entwicklungsbiologisch arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des deutschen Sprachraums. Neben der Durchführung wissenschaftlicher Tagungen unterstützt die GfE die Aktivitäten ihrer Mitglieder, zum Beispiel mit Workshops oder Symposien. Im zweijährigen Rhythmus findet zudem die GfE School statt, die die Förderung von Master-Studierenden, Promovierenden und jungen Postdocs zum Ziel hat. Aus Mitteln privater Stiftungen vergibt die GfE Wissenschaftspreise für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Entwicklungsbiologie. Die GfE ist Mitglied der International Society of Developmental Biologists (ISDB). Die Gesellschaft besteht zurzeit aus 380 Mitgliedern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.


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Rund 280 Entwicklungsbiologinnen und –biologen sind zur
deutsch-japanischen Tagung an der CAU zusammengekommen.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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GfE-Präsident Professor Thomas Bosch begrüßt die japanischen Kolleginnen und Kollegen und internationalen Teilnehmenden in Kiel.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Der Präsident der japanischen Entwicklungsbiologie-Gesellschaft JSDB, Professor Naoto Ueno, lobt die Vorteile des internationalen wissenschaftlichen Austauschs.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Zum Auftakt der Tagung spricht Professorin Janet Rossant von der Universität Toronto über die Entwicklung der Pluripotenz in menschlichen Embryonen.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Klaus Sander-Preisträgerin Professorin Ruth Lehmann (2.v.l) gemeinsam mit GfE-Präsident Professor Bosch (Mitte) und der Familie des Namensgebers. Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Thomas Bosch
Tagungsleiter GfE/JSDB-Konferenz 2017,
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Tagungs-Website:
www.gfe-meeting.de/

Gesellschaft für Entwicklungsbiologie e.V.:
www.vbio.de/der_vbio/fachgesellschaften/gfe_entwicklungsbiologie/index_ger.html

Japanese Society of Developmental Biologists (JSDB):
www.jsdb.jp/

Sonderforschungsbereich 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“, CAU Kiel:
www.metaorganism-research.com

Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“, CAU Kiel
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Kieler Wissenschaftspreis 2017 geht an Ruth Schmitz-Streit

Professorin Ruth Schmitz-Streit, Trägerin des Wissenschaftspreises 2017 der Stadt Kiel, im Labor. Foto: Stefan Kolbe

24.03.2017

Landeshauptstadt ehrt CAU-Mikrobiologin für herausragende Leistungen

Vergangene Woche befanden die Ratsmitglieder der Landeshauptstadt über die Vergabe des Wissenschaftspreises 2017 der Stadt Kiel. Sie entschieden sich einstimmig für Ruth Schmitz-Streit, Professorin für molekulare Mikrobiologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Mit dem Wissenschaftspreis ehrt die Landeshauptstadt hervorragende wissenschaftliche Leistungen; der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung erfolgt am 25. Juni in einer Feierstunde im Rathaus. Stadtpräsident Hans-Werner Tovar informierte die Preisträgerin bereits jetzt über die Entscheidung der Ratsversammlung und gratulierte ihr im Namen der Landeshauptstadt Kiel.

Ruth Schmitz-Streit forscht und lehrt seit 2004 am Institut für Allgemeine
Mikrobiologie der CAU, dem sie als Direktorin vorsteht. Ihre Forschungsarbeiten spannen einen Bogen von der Regulation des Stickstoffmetabolismus bei Bakterien und Archaeen über den Stickstoffkreislauf und die Identifizierung von neuen Wirkstoffen des Ozeans bis hin zu Untersuchungen von Wirt-Mikroorganismus-Interaktionen. Sie ist in zahlreichen Gremien und Forschungsverbünden an der Universität Kiel aktiv. Weiterhin steht sie dem Schwerpunktprogramm (SPP) 2002 „Kleine Proteine in Prokaryoten, eine unbekannt Welt“ als Sprecherin vor. Das SPP 2002 wird seit 2017 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. Seit wenigen Tagen bekleidet sie zudem als erste Frau die Position der Präsidentin der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Sie ist eine der größten und bedeutendsten deutschsprachigen Fachgesellschaften im Bereich der Lebenswissenschaften.

Ruth Schmitz-Streit tritt als Trägerin des Kieler Wissenschaftspreises die Nachfolge von Professor Rainer Herges an. Der Direktor des Otto Diels-Instituts für Organische Chemie an der CAU wurde 2015 ausgezeichnet. Die Landeshauptstadt verleiht ihren Wissenschaftspreis gemeinsam mit dem neu geschaffenen Innovationspreis im jährlichen Wechsel mit dem Kulturpreis. Die Kandidatinnen und Kandidaten für diese Ehrungen werden jeweils vom Kultur- und Wissenschaftssenat vorgeschlagen.

Zur Person:
Ruth Schmitz-Streit (Jahrgang 1965) studierte Biologie an der Universität Marburg und promovierte 1992 über Molybdän- und Wolframat-haltige Enzyme in methanogenen Archaeen bei Rolf Thauer. Es folgte eine zweijährige Postdoc-Zeit, in der sie an der University of California, Berkeley, im Labor von Sydney Kustu über die Regulation der Stickstofffixierung in Klebsiella pneumoniae arbeitete. 1996 kehrte sie nach Deutschland zurück an das Institut für Mikrobiologie und Genetik der Universität Göttingen und habilitierte sich 2001 bei Gerhard Gottschalk für das Fach Mikrobiologie. Von 2001 bis 2004 arbeitete Ruth Schmitz-Streit als unabhängige Gruppenleiterin und Heisenbergstipendiatin an der Universität Göttingen. Seit Oktober 2004 ist sie C4-Professorin für molekulare Mikrobiologie an der Universität Kiel.

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Bildunterschrift: Professorin Ruth Schmitz-Streit, Trägerin des Wissenschaftspreises 2017 der Stadt Kiel, im Labor.
Foto: Stefan Kolbe

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Bildunterschrift: Die Arbeitsgruppe Schmitz-Streit, Molekularbiologie der Mikroorganismen, am Institut für Allgemeine Mikrobiologie.
Foto: AG Schmitz-Streit

Kontakt:
Prof. Ruth Schmitz-Streit
Molekularbiologie der Mikroorganismen,
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Weitere Informationen:
Molekularbiologie der Mikroorganismen (AG Schmitz-Streit),
Institut für Allgemeine Mikrobiologie, CAU
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Kieler Lebenswissenschaften auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017

Kiel Life Science präsentiert lebenswissenschaftliche Spitzenforschung auf der weltgrößten Industriemesse

Wenn am kommenden Montag, 24. April, die Hannover Messe in der niedersächsischen Landeshauptstadt beginnt, betritt die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit ihrem dortigen Messeauftritt Neuland: Erstmals präsentieren sich die vier CAU-Forschungsschwerpunkte Lebenswissenschaften, Nanowissenschaften und Oberflächenforschung, Meereswissenschaften und Kultureller Wandel dem Publikum der größten Industriemesse der Welt. Der lebenswissenschaftliche Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) trägt mit einem attraktiven Programm aus Exponaten und Vorträgen dazu bei, Kieler Spitzenforschung und ihre Schnittstellen zu Gesellschaft und Anwendung darzustellen.

KLS-Sprecher Professor Thomas Bosch betont: „Ziel unserer Forschung ist es, die Entstehung gesunder und kranker Prozesse verschiedenster Lebewesen im Zusammenspiel mit ihrer Umwelt zu verstehen. Daraus hoffen wir, in Zukunft neue Optionen für Prophylaxe und Therapie abzuleiten. In Hannover möchten wir präsentieren, wie unsere stark interdisziplinär ausgerichtete Forschungsarbeit künftig zur Lösung grundlegender Probleme in Gesundheit, Umwelt und Ernährung beitragen wird.“

Als Vertreterinnen und Vertreter der Kieler Lebenswissenschaften diskutieren zum Auftakt des CAU-Messeauftritts in der Halle 2, „Research & Technology“, Forschende des „Kiel Evolution Center“ (KEC): Unter dem Titel „Translationale Evolutionsforschung zur Lösung gesellschaftlicher Probleme“ zeigen Dr. Olivia Roth (GEOMAR) und Professor Hinrich Schulenburg (CAU) am Montag um 10 und nochmals um 12 Uhr auf, wie die Erforschung und Anwendung evolutionärer Prinzipien dabei helfen können, die Ausbreitung Antibiotika-resistenter Keime oder die Übernutzung schwindender Fischbestände zu bekämpfen.

Insgesamt präsentiert „Kiel Life Science“ in Dialogveranstaltungen und mit verschiedenen Exponaten exemplarische Einblicke aus verschiedenen Bereichen der lebenswissenschaftlichen Spitzenforschung an der schleswig-holsteinischen Landesuniversität. Dazu zählt unter anderem das Exponat „Perspektive Mikrobiom“, das die Bedeutung der Erforschung der mikrobiellen Besiedlung des menschlichen Körpers hervorhebt: Ziel des von Studierenden der Muthesius Kunsthochschule gemeinsam mit dem Exzellenzcluster Entzündungsforschung entwickelten Bakterien-Selbsttests ist es, die Diagnostik von Mikroorganismen im menschlichen Körper künftig für eine individuelle Krankenversorgung zu nutzen. Vorgestellt wird außerdem der Prototyp der mobilen Medizin-Anwendung „eHealth-App: Tagesaktuellen Gesundheitsstatus per Smartphone erfassen“. Diese Smartphone-Anwendung soll künftig medizinische Daten im alltäglichen Leben von Patientinnen und Patienten erheben und zielt damit auf die Entwicklung präziserer Behandlungsansätze bei verschiedenen schwerwiegenden Erkrankungen ab.

Folgende repräsentative Leitthemen stellt der Forschungsschwerpunkt auf der Hannover Messe beispielsweise vor: die Übertragung der Forschungsergebnisse vom Labor bis hin zum Krankenbett, die Erforschung des menschlichen Mikrobioms in Gesundheit und Krankheit oder der Einfluss evolutionärer Prozesse auf Umwelt und Gesundheit. Im Mittelpunkt steht dabei die individualisierte Medizin, deren Ziel eine an individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientierte Krankenversorgung ist. Insgesamt hoffen die Kieler Lebenswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, vielfältige Einblicke in ihre exzellente Forschungsarbeit gewähren und so die Bedeutung der Spitzenforschung für Gesellschaft und Innovation hervorheben zu können.

Das vollständige Programm der Kieler Präsentation bei der Hannover Messe vom 24. bis 28. April 2017 finden Sie hier:
www.uni-kiel.de/hannovermesse

www.hannovermesse.de/aussteller/christian-albrechts-universitaet-zu-kiel

Den Stand der Universität Kiel finden Sie in Halle 2, C07
www.uni-kiel.de/hannovermesse/de/hallenplan

Über „Kiel Life Science“:
Das interdisziplinäre Zentrum für angewandte Lebenswissenschaften – „Kiel Life Science“ (KLS) – vernetzt an der CAU Forschungen aus den Agrar- und Ernährungswissenschaften, den Naturwissenschaften und der Medizin. Es bildet einen von vier Forschungsschwerpunkten an der Universität Kiel und will die zellulären und molekularen Prozesse besser verstehen, mit denen Lebewesen auf Umwelteinflüsse reagieren. Im Mittelpunkt der Forschung stehen Fragen, wie sich landwirtschaftliche Nutzpflanzen an spezielle Wachstumsbedingungen anpassen oder wie im Zusammenspiel von Genen, dem individuellen Lebensstil und Umweltfaktoren Krankheiten entstehen können. Gesundheit wird dabei immer ganzheitlich im Kontext der Evolution betrachtet. Unter dem Dach des Forschungsschwerpunkts sind derzeit rund 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 40 Instituten und sechs Fakultäten der CAU als Vollmitglieder versammelt.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
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Bildunterschrift: Der Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ stellt seine Leitthemen in Hannover auch in Form einer interaktiven digitalen Präsentation vor.
Grafik: KLS, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Eines der Messe-Exponate: Mit dem Selbsttest „Perspektive Mikrobiom“ lassen sich Mikroorganismen im menschlichen Körper bestimmen.
Copyright: Yannick Kaiser/studioungleich.de

Kontakt:
Prof. Thomas Bosch
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“, CAU Kiel
www.kls.uni-kiel.de

„Kiel Evolution Center“, CAU Kiel
www.kec.uni-kiel.de

Exzellenzcluster Entzündungsforschung:
inflammation-at-interfaces.de

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Alena Buyx zur Ethik in den Lebenswissenschaften

09.05.2017

Öffentlicher Abendvortrag der Möbius-Gesellschaft im Zoologischen Museum

Die moderne lebenswissenschaftliche Forschung, zum Beispiel im Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), verzeichnete in jüngster Zeit zahlreiche technologische Durchbrüche. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versprechen sich daher Problemlösungen auf verschiedenen den Menschen und die Gesellschaft betreffenden Gebieten. Die Lebenswissenschaften rücken zum Beispiel die Chance auf Heilung schwerwiegender Erkrankungen, gesteigerte Erträge in der Landwirtschaft oder präzise, an individuellen Bedürfnissen des einzelnen Menschen orientierte Behandlungsansätze in greifbare Nähe. Dieses Potenzial bringt zugleich eine enorme Verantwortung mit sich. Denn neben diesen Chancen birgt die lebenswissenschaftliche Forschung auch Risiken, deren Tragweite in der Gegenwart nicht immer sicher abzuschätzen ist. Ein Beispiel dafür ist der Einsatz gentechnischer Methoden und die dadurch möglicherweise irreversible Veränderung des genetischen Pools. Um auf dieses Spannungsfeld hinzuweisen, veranstaltet die Möbius-Gesellschaft als Förderverein des Zoologischen Museums Kiel gemeinsam mit KLS am Mittwoch, 10. Mai, einen öffentlichen Vortragsabend mit der Kieler Medizinethikerin Professorin Alena Buyx. Sie spricht ab 18 Uhr im Hörsaal des Zoologischen Museums, im Anschluss lädt die Möbius-Gesellschaft zu einem Empfang in die Walhalle des Museums ein.

CAU-Professorin Buyx wird sich in ihrem allgemeinverständlichen Vortrag zum Beispiel mit den ethischen Implikationen im Bereich der sogenannten „Citizen Science“, also der gesellschaftlichen Beteiligung an wissenschaftlichen Experimenten, beschäftigen. Dabei beleuchtet sie, welche Rolle ethische Grundsätze zum Beispiel in der partizipativen medizinischen Forschung spielen – etwa im Falle der Nutzung von Patientendaten in Biobanken. Weiterhin widmet sie sich dem sogenannten „Nagoya-Protokoll“. Dieses von den Vereinten Nationen im Jahre 2010 beschlossene Abkommen regelt den Umgang mit und die Nutzung der Gesamtheit der auf der Erde vorhandenen genetischen Informationen. Die – auch kommerzielle – Nutzung dieser Ressource wirft ebenfalls zahlreiche ethische Fragen auf.

In Veranstaltungen wie diesem Vortragsabend und in Form der seit 2014 an der CAU eingerichteten Professur für Medizinethik stellen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der schleswig-holsteinischen Landesuniversität den ethischen Herausforderungen, die ihre Forschungsarbeiten mit sich bringen. Zentrale Expertin ist hierbei Professorin Buyx am Institut für Experimentelle Medizin der CAU. Sie interpretiert ihr Arbeitsgebiet bewusst interdisziplinär und arbeitet intensiv mit Kolleginnen und Kollegen aus den Naturwissenschaften und klinischen Bereichen, aus den Rechts- und Sozialwissenschaften, genauso wie aus der Philosophie, der Ökonomie und der Theologie zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Forschungsarbeiten in einem breiten inhaltlichen Spektrum im Einklang mit ethischen Grundsätzen zu planen und durchzuführen.

Zur Person:
Prof. Dr. med. Alena Buyx, ist seit April 2014 Professorin für Medizinische Ethik und stellvertretende Sprecherin des Instituts für Experimentelle Medizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Alena Buyx bearbeitet die gesamte Breite der biomedizinischen Ethik und Theorie, von klassischen medizinethischen Fragen aus der klinischen Praxis, über Herausforderungen durch biomedizinische Behandlungsinnovation und Forschung; bis hin zu ethischen und Gerechtigkeitsfragen in modernen Gesundheitssystemen. Sie ist zudem Mitglied des Deutschen Ethikrats, dessen Auftrag die Befassung mit ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft sind.

Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich zur Berichterstattung über den Vortrag von Professorin Buyx eingeladen. Wir bitten um vorherige Anmeldung bei der Pressestelle der CAU unter Telefon 0431/880-2104 oder per E-Mail an presse@uv.uni-kiel.de.

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Bildunterschrift: Alena Buyx ist seit 2014 Professorin für Medizinethik an der Universität Kiel.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Thomas Bosch,
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

PD Dr. Dirk Brandis
Zoologisches Museum Kiel, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-5170
E-Mail: brandis@zoolmuseum.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Möbius-Gesellschaft, Zoologisches Museum Kiel
www.zoologisches-museum.uni-kiel.de/index.php/moebius-gesellschaft

Medizinethik, Institut für Experimentelle Medizin, CAU Kiel
www.iem.uni-kiel.de/de/medizinethik

Zoologisches Museum Kiel, CAU Kiel
www.zoologisches-museum.uni-kiel.de/

Forschungsschwerpunkt Kiel Life Science, CAU Kiel
www.kls.uni-kiel.de

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
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Text / Redaktion: Christian Urban

Karl August Möbius-Fellowship 2017 geht an Angela Douglas

03.05.2017

Anlässlich der Preisverleihung eröffnete Kieler Sonderforschungsbereich Metaorganismus-Kunstausstellung

Der Sonderforschungsbereich 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ (SFB 1182) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) verlieh am gestrigen Dienstag, 2. Mai, erstmals den neu geschaffenen Wissenschaftspreis „Karl August Möbius Fellowship“. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ging an Professorin Angela Douglas von der US-amerikanischen Cornell University, die damit für ihre Verdienste um die Erforschung der symbiotischen Beziehungen von Lebewesen und Mikroorganismen geehrt wurde. Douglas, die als eine der Vordenkerinnen dieses noch jungen wissenschaftlichen Feldes gilt, eröffnete aus diesem Anlass gemeinsam mit dem SFB die Ausstellung „Art of Metaorganisms“ im Zentrum Molekulare Biowissenschaften (ZMB) der CAU. In beeindruckenden Bildern vermittelt die Schau die wechselseitigen Beziehungen zwischen Tieren, Pflanzen und Bakterien und macht so das abstrakte Thema der Metaorganismus-Forschung auch für Laien zugänglich. Ab heute können Besucherinnen und Besucher die Ausstellung montags bis donnerstags von 7:30 bis 16:00 Uhr und freitags von 8:00 bis 14:00 Uhr im Foyer des ZMB besichtigen.

Die Preisträgerin Douglas ist Professorin für Physiologie und Toxikologie der Insekten und arbeitet an der Cornell University an den Beziehungen zwischen Mikroben und höheren Lebewesen. Aus der Erforschung dieser Interaktionen möchte sie biomedizinische Modelle ableiten, die den positiven Einfluss von Bakterien auf die Gesundheit von Mensch und Tier nutzbar machen sollen. Die international renommierte Wissenschaftlerin ist damit eine würdige erste Trägerin des neuen Kieler Wissenschaftspreises, mit dem der SFB 1182 die Bedeutung der Metaorganismus-Forschung auch international hervorheben möchte. 

„Angela Douglas spielt eine herausragende Rolle im neuen Wissenschaftsgebiet der Metaorganismus-Forschung. Wir sind stolz, sie als erste Preisträgerin mit dem Karl August Möbius-Fellowship unseres Sonderforschungsbereichs ehren und darüber hinaus auch wissenschaftlich eng mit ihr zusammenarbeiten zu können“, betonte Professor Thomas Bosch, Sprecher des SFB 1182. Douglas ist regelmäßig zu Gast an der CAU und verbrachte erst kürzlich den mit dem „Karl August Möbius-Fellowship“ verbundenen mehrwöchigen Forschungsaufenthalt in Kiel, um sich mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Sonderforschungsbereichs auszutauschen. 

Karl August Möbius als Namensstifter des Preises ist mit Bedacht gewählt: Der Zoologe und Ökologe entdeckte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Kiel mit dem Konzept der Biozönose die gegenseitige Abhängigkeit von unterschiedlichen Lebewesen innerhalb einer Lebensgemeinschaft. Die heutigen Metaorganismus-Forschenden in Kiel und ihre Partnerinnen und Partner weltweit führen die von Möbius geschaffene Forschungsrichtung fort, indem sie das Konzept der multiorganismischen Beziehungen und seine Bedeutung für Gesundheit und Krankheit von Mensch, Tier und Pflanze weiterentwickeln. 

Mit der Ausstellung „Art of Metaorganisms“, zu der neben Forschenden des SFB 1182 auch internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beigetragen haben, möchten Douglas und ihre Kieler Kolleginnen und Kollegen ihr Thema der Öffentlichkeit in künstlerischer Interpretation vermitteln. Das Zusammenspiel von Körper und Kleinstlebewesen wird in ästhetischen und ausdrucksstarken Aufnahmen auch für fachfremde Besucherinnen und Besucher greifbar. Die Ausstellung, so hofft das Organisationsteam, soll dabei helfen, Bakterien als unverzichtbare Stütze für Gesundheit und Wohlbefinden auch des menschlichen Körpers zu verstehen. Damit ist sie eines von zahlreichen Formaten, mit denen die Forschenden des SFB 1182 zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit vermitteln möchten.

Über den SFB 1182
Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ beschäftigt sich mit der Frage, wie Pflanzen und Tiere einschließlich des Menschen gemeinsam mit hoch spezifischen Gemeinschaften von Mikroben funktionale Einheiten (Metaorganismen) bilden. Ziel des SFB ist es zu verstehen, warum und wie mikrobielle Gemeinschaften diese langfristigen Verbindungen mit ihren Wirtsorganismen eingehen und welche funktionellen Konsequenzen diese Wechselwirkungen haben. Im SFB 1182 sind insgesamt rund 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf Fakultäten der CAU, vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und von den Max Planck-Instituten für Evolutionsbiologie und Marine Mikrobiologie in Plön und Bremen zusammengeschlossen.

Bildmaterial steht zum Download bereit:
1. www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-136-1.jpg 
Bildunterschrift: Cornell-Professorin Angela Douglas ist die erste Preisträgerin des Kieler „Möbius-Fellowships“. Links im Bild: Professor Thomas Bosch, Sprecher des SFB 1182.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

2. www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-136-2.jpg 
Bildunterschrift: Angela Douglas wurde für ihre herausragende Forschung zu den Beziehungen von Lebewesen und Symbionten geehrt. 
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

3. www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-136-3.jpg 
Bildunterschrift: Teil der Preisverleihungszeremonie am Dienstagabend war ein Fachvortrag von Professorin Douglas über die Rolle der mikrobiellen Besiedlung des Körpers.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

4. www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-136-4.jpg 
Bildunterschrift: Im Anschluss an die Preisverleihung eröffneten Douglas und Bosch die Ausstellung „Art of Metaorganisms“ im Zentrum Molekulare Biowissenschaften.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

5. www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-136-5.jpg 
Bildunterschrift: In faszinierenden Bildern vermittelt die Ausstellung Einblicke in die Erforschung der wechselseitigen Beziehungen von Tieren, Pflanzen und Bakterien.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Thomas Bosch, 
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Sonderforschungsbereich 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“, CAU Kiel:
www.metaorganism-research.com

Douglas Lab, Department of Molecular Biology & Genetics, Cornell University
angeladouglaslab.com/


Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski, Text: Christian Urban 
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Das Mikrobiom – Der Mensch ist nicht allein.

22.05.2017

Der Exzellenzcluster „Entzündungsforschung“ und die Muthesius Kunsthochschule eröffneten die Ausstellung “Das Mikrobiom – Der Mensch ist nicht allein.” in Kiel. Bis Ende Februar 2018 wird in der Medizin- und Pharmaziehistorischen Sammlung eine vielfältige und ganz andere Sichtweise auf die Entzündungsforschung gezeigt. Zur Eröffnung am 18. Mai besichtigte Wissenschafts-Staatssekretär Rolf Fischer gemeinsam mit Dr. Arne Zerbst (Präsident der Muthesius Kunsthochschule) und dem Sprecher des Exzellenzclusters, Professor Stefan Schreiber, die Ausstellung. Pünktlich zum internationalen Museumstag am Sonntag, 21. Mai, öffnet die Sammlung ihre Türen für die Öffentlichkeit. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.

Billionen Bakterien und andere Mikroorganismen auf unserem Körper bilden unser Mikrobiom. Um zukünftige, erfolgreiche Strategien zur Therapie chronisch-entzündlicher Erkrankungen zu schaffen ist ein umfangreiches Wissen über die Zusammensetzung und Funktion dieses zusätzlichen „Organs“ unerlässlich. Diese komplexe Forschung an die Bevölkerung zu vermitteln stellt eine enorme Herausforderung dar. Hier waren die Studierenden der Muthesius Kunsthochschule als eine Art Vermittler tätig, denn sie übersetzten die komplexen Forschungsinhalte in eine verständliche, künstlerische Sprache.

Nach Besuchen im Labor und in der Klinik, bei denen ein inhaltlicher Austausch mit Cluster-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern stattfand, entstanden insgesamt 18 Projekte, darunter Fotografien, Comics, Malerei und Installationen. Dabei handelt es sich nicht um eine Visualisierung medizinischer Forschungsthemen. Vielmehr haben die verschiedenen Erkrankungen die Studierenden intuitiv und persönlich berührt; diese Empfindungen sind in die künstlerische Umsetzung mit eingeflossen. Auf diese Weise entstanden zahlreiche, jeweils einzigartige Blickpunkte auf die medizinische Entzündungsforschung am Patienten.

Informationen zur Ausstellung:
Titel: Das Mikrobiom – Der Mensch ist nicht allein.
Laufzeit: 21.05.2017 – 28.02.2018
Ort: Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung der Universität Kiel (Brunswiker Str. 2, 24105 Kiel)
Öffnungszeiten: Di-Fr 10 -16 Uhr, So 12-16 Uhr

Weitere Informationen: www.mikrobiom-cluster.de


 

Podiumsdiskussion „Exzellenz4“

12.04.2017

Kieler Kurs der Spitzenforschung wird auf der Hannover Messe vorgestellt

Vier Mal Spitzenforschung aus Kiel: Die Vertreter der Forschungsschwerpunkte Lebenswissenschaften, Nanowissenschaften und Oberflächenforschung, Meereswissenschaften und Kultureller Wandel an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) kommen am Dienstag, 25. April, um 15.30 Uhr auf der Hannover Messe zusammen. Gemeinsam skizzieren sie dort auf dem CAU-Stand in der Halle 2, Research & Technology, den Kieler Weg der Spitzenforschung. „Seit ihrer Gründung im Jahr 1665 hat sich die CAU Stück für Stück in eine Universität der verbundenen Wissenschaftskulturen entwickelt. Über bewährte Partnerschaften mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind über die Jahre unsere vier Forschungsschwerpunkte entstanden. Sie vereinen heute die wissenschaftliche Exzellenz der Fakultäten in sich. Jetzt beginnt eine neue Phase, in der sie neue dynamische Schnittstellen zwischen den Natur-, Sozial-, Technischen und Geisteswissenschaften schaffen und leben“, beschreibt CAU-Präsident Professor Lutz Kipp die Strategie, mit der aus sich die Kieler Universität für die neue Phase der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder positioniert.

Auf der Hannover Messe diskutiert Kipp mit den Sprechern der Kieler Forschungsschwerpunkte Professor Rainer Adelung (Nanowissenschaften und Oberflächenforschung), Professor Thomas Bosch (Lebenswissenschaften), Professor Lutz Käppel (Kultureller Wandel) und Professor Martin Visbeck (Meereswissenschaften) über Aspekte, die für den Wissenschaftsstandort Kiel und Norddeutschland in Zukunft immer bedeutsamer werden. Dabei geht es unter anderem um die vertiefte interdisziplinäre Zusammenarbeit über bestehende Schwerpunkte hinweg, Big Data und Digitalisierung oder die gesellschaftliche Relevanz von Forschungsergebnissen. Der Besuch der Veranstaltung ist für Besucherinnen und Besucher der Hannover Messe kostenfrei.

Das Wichtigste in Kürze:
Was: Podiumsdiskussion „Exzellenz4“ auf der Hannover Messe 2017
Wann: Dienstag, 25.04.2017, 15:30 Uhr
Wo: Hannover Messe, Halle 2, Research & Technology, Messestand C07,
30521 Hannover

Informationen zum Programm unter:
www.uni-kiel.de/hannovermesse

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
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Bildunterschrift: CAU-Präsident Professor Lutz Kipp spricht auf der Hannover Messe mit den Sprechern der Kieler Forschungsschwerpunkte über den Wissenschaftsstandort Kiel.
Foto/Copyright: Axel Schön, CAU

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Bildunterschrift: Professor Rainer Adelung ist Sprecher des Kieler Forschungsschwerpunktes Nanowissenschaften und Oberflächenforschung.
Foto/Copyright: pur.pur, CAU

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Bildunterschrift: Professor Thomas Bosch ist Sprecher des Kieler Forschungsschwerpunktes Lebenswissenschaften.
Foto/Copyright: Tebke Böschen, CAU

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Bildunterschrift: Professor Lutz Käppel ist Sprecher des Kieler Forschungsschwerpunktes Gesellschaft, Umwelt, Kultur im Wandel.
Foto: privat

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Bildunterschrift: Professor Martin Visbeck ist Sprecher des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“. Copyright: GEOMAR


 

Deutsch-Französischer Studiengang besuchte das Kiel Evolution Center

09.05.2017

Molekularbiologie-Studierende aus Strasbourg und dem Saarland informierten sich über Evolutionsforschung in Kiel

Vergangene Woche öffnete das „Kiel Evolution Center“ (KEC) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) seine Türen für eine Gruppe von deutsch-französischen Biologiestudierenden. Ein Dutzend angehende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus dem binationalen Studiengang Molekularbiologie der Université de Strasbourg und der Universität des Saarlandes waren nach Kiel gekommen, um sich über die Evolutionsforschung und das lebenswissenschaftliche Studienangebot an der schleswig-holsteinischen Landesuniversität zu informieren.

Sie folgten einer Einladung des KEC-Sprechers Professor Hinrich Schulenburg, der ihnen an Beispielen aus Medizin, Umwelt und Landwirtschaft die Bedeutung der sogenannten „Translationalen Evolutionsforschung“ näher brachte. Mit ihrem neuartigen Forschungskonzept wollen die Kieler Forschenden gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern in Zukunft nachhaltige Lösungsansätze für gesellschaftlich bedeutsamen Probleme finden, wie zum Beispiel die Evolution von Resistenzen in Medizin und Landwirtschaft oder die Veränderung in Fischpopulationen durch Überfischung. „Der Besuch der Studierendengruppe ist ein Beispiel für das intensive Bestreben des KEC, Studierende, Schülerinnen und Schüler bereits früh auf die zentrale Bedeutung der Evolution hinzuweisen und sie für das Forschungsfeld zu begeistern“, so Schulenburg.

Der Besuch in Kiel war Teil eines sogenannten interkulturellen Seminars, das die Studierenden des binationalen integrierten Bachelor-Studiengangs Molekularbiologie selbst gestalten konnten. Dieser von deutschen und französischen Studierenden belegte Studiengang wird gemeinsam von der Universität des Saarlandes und der Université de Strasbourg angeboten. Finanziert wird das deutsch-französische Studienangebot von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH), die die Mobilität und die Begegnung junger Forscherinnen und Forscher aus Deutschland und Frankreich fördert.

Der Vize-Rektor für deutsch-französische Angelegenheiten von der Université de Strasbourg, und zugleich auch französischer Programmbeauftragter des integrierten Studienganges, Dr. Joern Pütz, begleitete die Studierenden auf ihrer Reise in den Norden. Die Wahl für den wissenschaftlichen Teil des Besuchsprogramms fiel auf die CAU, „um den Studierenden den interdisziplinären Charakter der Evolutionsforschung zu demonstrieren“, unterstrich Pütz. Dies sei wichtig, um Gesamtzusammenhänge etwa in der Medizin oder dem Naturschutz besser verstehen zu können, so Pütz weiter.

Mit den internationalen Masterstudiengängen „Molecular Biology and Evolution“ und „Medical Life Sciences“ und der internationalen Graduiertenschule für Evolutionsbiologie (IMPRS) am Max-Planck-Institut in Plön ist der Standort Kiel im Bereich der Evolutionsbiologie und -medizin für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler attraktiv aufgestellt. Bei ihrem Besuch an der CAU zeigten die deutsch-französischen Studierenden großes Interesse an diesen weiterqualifizierenden Angeboten.

Über das KEC:
Das „Kiel Evolution Center“ (KEC) als interaktive Wissenschaftsplattform an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) setzt sich zum Ziel, Evolutionsforscherinnen und -forscher in der Region Kiel besser zu koordinieren. Daneben sollen unter dem Schlüsselbegriff „Translationale Evolutionsforschung“ gezielt Brücken zwischen Grundlagenforschung und Anwendung geschlagen werden. Neben der Förderung der Wissenschaft stehen ausdrücklich auch Lehre und Öffentlichkeitsarbeit im Fokus des „Kiel Evolution Center“. Daran beteiligt sind neben der CAU auch Forschende vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön (MPI EB) und dem Forschungszentrum Borstel (FZB), Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften.

Es stehen Materialien zum Download bereit:
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Bildunterschrift: Die deutsch-französische Studierendengruppe bei ihrem Besuch an der CAU. In der ersten Reihe: Dr. Joern Pütz (ganz links) aus Strasbourg und Prof. Hinrich Schulenburg von der CAU (2.v.l.). Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Schulenburg präsentierte den Gästen aus Strasbourg und Saarbrücken das Kieler Konzept der „Translationalen Evolutionsforschung“.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Hinrich Schulenburg
Sprecher „Kiel Evolution Center“ (KEC), CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4141
E-Mail: hschulenburg@zoologie.uni-kiel.de

Dr. Joern Pütz
Programmbeauftragter deutsch-franz. „Bachelor of Sciences“,
Université de Strasbourg
Tel.: +33 6 33 61 00 83
E-Mail: j.puetz@unistra.fr

Weitere Informationen:
Forschungszentrum „Kiel Evolution Center“, CAU Kiel:
www.kec.uni-kiel.de

Master of Science in Molecular Biology & Evolution, CAU Kiel:
www.biologie.uni-kiel.de/en/studying/mambe

Master of Science in Medical Life Sciences, CAU Kiel:
www.medlife.uni-kiel.de

International Max Planck Research School (IMPRS)
for Evolutionary Biology:
www.evolbio.mpg.de/imprs

Exzellenzstudiengang „Bachelor of Science Molekularbiologie“,
Université de Strasbourg/ Universität des Saarlandes:
www.bionational.eu/study/courses.php?sel=bsc

Podiumsdiskussion auf der Hannover Messe: „Spitzenforschung als Innovationsmotor in Deutschland“

28.04.2017


Fotostrecke zur Hannover Messe auf flickr

Immer mehr technische und soziale Innovationen kommen aus dem kreativen Umfeld von Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Am Dienstag, 25. April, diskutierte Professor Lutz Kipp, Präsident der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), auf der Hannover Messe mit Fachleuten über „Spitzenforschung als Innovationsmotor in Deutschland“ und die neue Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Auf dem CAU-Stand in der Halle 2, „Research & Technology“ stellte Kipp gemeinsam mit den Vertretern der vier Forschungsschwerpunkte an der Universität Kiel einem intenationalen Publikum den Kieler Weg der Spitzenforschung vor.

Der Kieler Weg zeichnet sich durch ein hohes Maß an transdisziplinärer Forschung aus. Dabei arbeiten Forschende nicht allein über Fächergrenzen hinweg. „Naturwissenschaften und Kulturwissenschaften interagieren vielmehr auch intensiv miteinander“, lobte der Sprecher des Kieler Forschungsschwerpunktes Gesellschaft, Umwelt und Kultur im Wandel Professor Lutz Käppel. In Kiel sei die Planung von Wissenschaft ein Gemeinschaftsprojekt, betonte Kipp. Dafür werde ein komplexes Verständnis von den Dingen benötigt. "Dieses komplexe Verständnis und neue wissenschaftliche Lösungsansätze zum Beispiel in Form technologischer Neuerungen bedürfen jedoch eines besonderen soziologischen, kulturellen oder psychologischen Verständnisses“, ergänzte der Sprecher des lebenswissenschaftlichen Schwerpunktes Professor Thomas Bosch. „Ob Technologie, Medizin, Energie oder Klimawandel: Interdisziplinarität braucht einen langen Atem“, stellte Professor Rainer Adelung, Sprecher des Kieler Forschungsschwerpunktes Nano- und Oberflächenforschung fest. Der Vertreter des meereswissenschaftlichen Schwerpunktes, Professor Martin Visbeck, mahnte: „Wissenschaft ist Vielsprachigkeit. Universität schafft Spezialsprachen. Im Gegenzug muss eine universelle Wissenschaftssprache hergestellt werden. Nur so können wir Antworten auf die großen Fragen der Zeit finden. Dafür braucht es vor allem eines: Kommunikation. Exzellenzcluster sind dafür ein guter und erprobter Weg.“ Erfolgreiche Spitzenforschung brauche außerdem Glaubwürdigkeit, verlässliche Strukturen und gute Lösungsansätze für Fragen mit gesellschaftlicher Relevanz, betonte Bosch.

Im Anschluss beleuchteten Sophia Hatzelmann vom Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU), der Berliner Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung Steffen Krach und Jean-François Ricci, Campus Development Manager der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), mit Universitätspräsident Kipp, wie das ideale Zusammenspiel zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik für mehr Innovation und Beschäftigung gelingen kann.
„Der Mittelstand war und ist der wichtigste Innovationsträger der deutschen Wirtschaft. Wir brauchen einen besseren Kontakt und einen unbürokratischen Transfer zwischen Spitzenforschung und kleinen und mittelständischen Unternehmen. Denn nur so sind diese Unternehmen auch in Zukunft der Schlüssel für den Erfolg der Wirtschaft in Deutschland“, betonte Hatzelmann. Innovationskapital bereitzustellen, zum Beispiel zur Finanzierung von Stiftungsprofessuren, sei für kleine und mittelgroße Unternehmen schwierig. Vielen gehe es derzeit zwar sehr gut. Bestimmte Geschäftsmodelle seien jedoch bedroht. „Anlagenbau, Mobilität oder Energie sind Bereiche, die noch gut verdienen, aber schnell unter Druck geraten könnten“, warnte Hatzelmann. Es brauche daher dringend neue Geschäftsmodelle. Gute Unternehmen würden dies erkennen und entsprechend handeln.

Für Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung in Berlin, hat „der Exzellenzwettbewerb eine große Dynamik im Wissenschaftssystem insgesamt ausgelöst.“ Mit dem Konzept „Brain City Berlin“ werden Wissenschaft und Forschung noch deutlicher zum Markenzeichen Berlins – als Ausdruck der Leistungsfähigkeit der Stadt und einer innovativen Wissensmetropole Berlin. Organisatorischer Fixpunkt sei in Berlin neben einem neuen Wissenschaftsstadtteil Adlershof die Einsteinstiftung als Finanzierungsstruktur für Spitzenforschung. In diesem Programm werden ein Euro private Investition vom Land Berlin um je 50 Cent ergänzt: „So sind jüngst 50 Juniorprofessuren im Bereich der Digitalisierung entstanden“. Krach regte außerdem an, flächendeckend Vizepräsidenten für den Technologietransfer an Hochschulen zu installieren. So könnten noch mehr Startups entstehen. Berlin sei inzwischen Startup-Hautstadt. Kapital sei genügend vorhanden. „Es braucht aber neue Konzepte für die kritische Phase nach drei bis fünf Jahren“, sagte der Berliner Wissenschaftsstaatssekretär.

Den Blick von außen brachte Jean-François Ricci, Campus Development Manager der Schweizer École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), in die Diskussion ein: „Wissenschaft und Technologie spielen eine immer wichtigere Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung von Regionen. Sie werden immer komplexer und zunehmend international. Eine internationale Gesellschaft muss deshalb die Grenzen ihres Wissens unermüdlich erweitern, denn aus diesem Wissen entsteht Innovation. Wissenschaft ist ihrem Wesen nach global.“
Die Unabhängigkeit der Wissenschaft, die wissenschaftliche Freiheit, so der Schweizer, dürfe das allerdings nicht berühren.

Damit sich die Universitäten der Wirtschaft besser öffnen können, braucht es Orte, an denen dieser Austausch stattfinden kann. In Kiel wäre dafür ein Kongresszentrum auf dem Uni-Campus denkbar, überlegte Kipp. Denkbar seien auch neue Veranstaltungsformen wie TED-Talks oder Wissenschafts-Slams. "Nach wie vor gehen viele Unternehmen nicht in Universitäten, wenn es um Innovationen geht“, stellte Hatzelmann fest. Universitäten sollten sich deshalb ruhig öffnen: „Wir brauchen Orte, an denen Wirtschaft und Wissenschaft im engen Alltagskorsett in Kontakt kommen können. Kurze knappe Informationen sind uns dabei wichtig. Denn Zeit ist für uns Geld.“

„Damit wir in der neuen Exzellenzstrategie des Bundes und Länder weiter erfolgreich sein können, ist es für uns wichtig zu erfahren, welche Erwartungen Wirtschaft und Politik an das System Wissenschaft haben. Dieser Themenabend hat uns in dieser Hinsicht viele wertvolle Einsichten und Ideen verschafft. Das verdanken wir den sehr engagierten und fundierten Beträgen unserer Gäste“, fasste CAU-Präsident Kipp einen rundum gelungenen Abend zusammen.

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Podiumsdiskussion zur Exzellenz hoch 4 mit den Vertretern der Forschungsschwerpunkte (von links nach rechts): Heike Schmoll, Moderation, Thomas Bosch, KLS, Rainer Adelung, KiNSIS, Martin Visbeck, KMS, Lutz Käppel, SECC, Lutz Kipp, Präsident.
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Lutz Kipp präsentiert den Kieler Weg der Spitzenforschung auf der Hannover Messe 2017.
Foto, Copyright: Claudia Levetzow, CAU
 

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Podiumsdiskussion zur Spitzenforschung als Innovationsmotor (von links nach rechts): Heike Schmoll, Sophia Hatzelmann, Steffen Krach, Jean-François Ricci, Lutz Kipp.
Foto, Copyright: Claudia Levetzow, CAU
 

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Text / Redaktion: ► Dr. Boris Pawlowski

Impressionen Erstes Nachtkonzert im Zoologischen Museum Kiel

02.06.2017

Am vergangenen Freitag fand eine außergewöhnlich Musikveranstaltung im Zoologischen Museum Kiel statt: Zu später Stunde veranstaltete die Karl-August-Möbius-Gesellschaft gemeinsam mit Kiel Life Science ein Cello-Konzert mit der Kieler Philharmonikerin Frauke Rottler-Viain mit Werken von Bach bis Prokofjew. Die besonderen architektonischen Möglichkeiten der zentralen Walhalle sorgten bei diesem ersten Abend der neuen Klassik-Reihe Nachtkonzerte im Zoologischen Museum Kiel für eine besondere Atmosphäre.

Zu den Impressionen

Kiel Life Science auf der Hannover Messe 2017

12.04.2017

Auf der Hannover Messe präsentieren die Kieler Lebenswissenschaften in Dialogveranstaltungen und mit verschiedenen Exponaten exemplarische Einblicke aus der lebenswissenschaftlichen Spitzenforschung an der schleswig-holsteinischen Landesuniversität. Leitthemen sind: Die Translation von Forschungsergebnissen vom Labor bis hin zum Krankenbett, die Erforschung des menschlichen Mikrobioms in Gesundheit und Krankheit sowie der Einfluss evolutionärer Prozesse auf die Entstehung und Behandlung von Krankheiten. Im Mittelpunkt steht zudem die individualisierte Medizin, deren Ziel eine an individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientierte Krankenversorgung ist.

Weitere Informationen: KLS auf der Hannover Messe

Gesamtprogramm der CAU

CAU auf der Website der Hannover Messe

 

 

Kieler Evolutionsforschung auf der Hannover Messe 2017

26.04.2017

Kieler Forschende präsentieren ihr Konzept der „Translationalen Evolutionsforschung“

Am heutigen Montag, 24. April, startete in der niedersächsischen Landeshauptstadt die Hannover Messe 2017. Erstmals ist dort auch die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit einem eigenen Stand in der Halle 2, „Research & Technology“, vertreten: Noch bis zum 28. April präsentiert sie ihre vier Forschungsschwerpunkte. Der lebenswissenschaftliche Schwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) stellte zum Messeauftakt am Montag, 24. April, das „Kiel Evolution Center“ (KEC) auf der Messe vor. Expertinnen und Experten des KEC berichteten dem interessierten Fachpublikum vom Kieler Konzept der „Translationalen Evolutionsforschung zur Lösung gesellschaftlicher Probleme“. Dr. Olivia Roth (GEOMAR) und Professor Hinrich Schulenburg (CAU) diskutierten mit Publikum und Moderator Jan-Martin Wiarda, Wissenschaftsjournalist aus Berlin, über das Anwendungspotenzial evolutionärer Prinzipien in Gesundheit, Umwelt und Landwirtschaft.

So verdeutlichten sie, dass zum Beispiel die Ausbreitung Antibiotika-resistenter Keime, die Übernutzung schwindender Fischbestände oder Ernteeinbußen durch Pflanzenschädlinge eine gemeinsame Ursache haben können: Der Mensch greift durch sein Handeln in die natürliche Selektion ein und beeinflusst damit evolutionäre Prozesse. Das Ergebnis sind häufig stark negative Langzeitfolgen, denen die Kieler Forschenden durch eine stärkere Berücksichtigung der Evolution in Forschung und Anwendung begegnen möchten. „Evolution trägt zentral zu den aktuellen Problemen bei, wird bei der Entwicklung von neuen Maßnahmen aber nur selten berücksichtigt. Das wollen wir ändern, denn nur so können wir nachhaltige Lösungsansätze finden“, bekräftigte Professor Hinrich Schulenburg, Sprecher des „Kiel Evolution Center“, in Hannover.

Neben dieser Diskussionsrunde gestaltete das KEC zudem den Messestand des lebenswissenschaftlichen Forschungsschwerpunkts mit: Die gesellschaftliche Relevanz der Translationalen Evolutionsforschung wird darin anhand anschaulicher Beispiele aus Medizin, Umwelt und Landwirtschaft deutlich. Zudem stellten sich Expertinnen und Experten des KEC vor Ort den Fragen des Messepublikums und sorgten für Sichtbarkeit ihres Forschungskonzepts und des Wissenschaftsstandorts Kiel als bundesweit einzigartiger Schwerpunkt in der Evolutionsforschung.

Die Exponate des Forschungsschwerpunktes „Kiel Life Science“ sind über die gesamte Messewoche zu erleben. Das vollständige Programm der Kieler Präsentation bei der Hannover Messe vom 24. bis 28. April 2017 finden Sie hier:

www.uni-kiel.de/hannovermesse
www.hannovermesse.de/aussteller/christian-albrechts-universitaet-zu-kiel/P412512

Den Stand der Universität Kiel finden Sie in Halle 2, C07
https://www.uni-kiel.de/hannovermesse/de/hallenplan

Über das KEC
Das „Kiel Evolution Center“ (KEC) als interaktive Wissenschaftsplattform an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) setzt sich zum Ziel, Evolutionsforscherinnen und -forscher in der Region Kiel besser zu koordinieren. Daneben sollen unter dem Schlüsselbegriff „Translationale Evolutionsforschung“ gezielt Brücken zwischen Grundlagenforschung und Anwendung geschlagen werden. Neben der Förderung der Wissenschaft stehen ausdrücklich auch Lehre und Öffentlichkeitsarbeit im Fokus des „Kiel Evolution Center“. Daran beteiligt sind neben der CAU auch Forschende vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön (MPI EB) und dem Forschungszentrum Borstel (FZB), Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:
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Bildunterschrift: Zum Messeauftakt in Hannover präsentierten Forschende des „Kiel Evolution Center“ (KEC) das Konzept der „Translationalen Evolutionsforschung“.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Dr. Olivia Roth (GEOMAR) und Professor Hinrich Schulenburg (CAU) diskutierten mit Publikum und Moderator Jan-Martin Wiarda über das Anwendungspotenzial der Evolutionsforschung.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Dr. Olivia Roth (GEOMAR) hob die evolutionäre Bedeutung der Schwangerschaft für Mensch und Tier hervor.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Professor Hinrich Schulenburg (CAU) verdeutlichte, wie die Evolutionsforschung in Zukunft zur Lösung der Antibiotikakrise beitragen könnte.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Hinrich Schulenburg
Sprecher „Kiel Evolution Center“ (KEC), CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4141
E-Mail: hschulenburg@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Forschungszentrum „Kiel Evolution Center“, CAU Kiel:
www.kec.uni-kiel.de

Forschungsschwerpunkt Kiel Life Science, CAU Kiel:
www.kls.uni-kiel.de
 

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
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Text / Redaktion: ► Christian Urban

IMPRS Evolutionary Biology: 10 PhD positions and fellowships

03.04.2017

The International Max Planck Research School for Evolutionary Biology is offering up to 10 PhD positions and fellowships.

The graduate school is dedicated to highest level of research and training in all areas of contemporary Evolutionary Biology. It is a joint initiative of the Max Planck Institute for Evolutionary Biology, Kiel University and the GEOMAR Helmholtz Center for Ocean Research Kiel. The school offers an internationally competitive research environment with state of art facilities. The participating groups are working on a broad variety of scientific topics including molecular, behavioral, theoretical and organismal approaches.

The graduate program starts with a rotation period of three months followed by a PhD project of three years including seminars, courses and workshops. The language of the graduate school is English. Financial support is provided throughout the program.


To obtain further information about our PhD program and application details (only online application possible), please visit our website at http://www.evolbio.mpg.de/imprs.
Well-motivated and highly-qualified students from all countries are welcome to apply. A Master of Science degree or a Diploma as well as a strong interest in Evolutionary Biology and flexibility in the research project are prerequisites for entering the program. We are looking forward to your online application for a PhD project in the beautiful landscape of Northern Germany.

The deadline for applications is April 23, 2017.
The selection week will be held from June 26– 30 and
the program itself starts on September 18, 2017.

Contact:
Dr. Kerstin Mehnert,
August-Thienemann-Str. 2, 24306 Plön, Germany
email: imprs@evolbio.mpg.de phone: +49(0)4522 763 233

Learn more: http://www.evolbio.mpg.de/imprs

 

Wirte und Bakterien unter extremen Umweltbedingungen

Professor Heribert Hirt von der König-Abdullah-Universität spricht über Mikroorganismen, die Agrarpflanzen das Überleben in der Wüste ermöglichen. Foto: Christian Urban, Universität Kiel

29.03.2017

Gemeinsames Arbeitstreffen des Kieler SFB 1182 mit der saudi-arabischen Eliteuniversität KAUST 

Seit dem gestrigen Dienstag, 28. März, läuft der bilaterale Workshop „Metaorganisms in Extreme Environments“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Auf Einladung des Sonderforschungsbereichs  (SFB) 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ an der CAU ist derzeit eine Abordnung der saudi-arabischen König-Abdullah-Universität für Wissenschaft und Technologie (KAUST) zu Gast an der schleswig-holsteinischen Landesuniversität. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des SFB 1182 erörtern sie die Bedeutung des Zusammenspiels von Lebewesen mit ihrer bakteriellen Besiedlung für das Leben unter extremen Umweltbedingungen. Ziel der Forschenden ist es, sich über neueste Ergebnisse auf dem noch jungen Gebiet der Metaorganismus-Forschung auszutauschen und die Zusammenarbeit der Wissenschaftsstandorte zu intensivieren.

 

Vom Pflanzenbau in besonders trockener Umgebung über die Rolle mikrobieller Symbionten im Ökosystem Korallenriff bis hin zu sauerstoffarmen Lebensräumen im Meer: Die thematische Bandbreite des Arbeitstreffens unterstreicht die universelle Bedeutung des Metaorganismus-Konzepts in den Lebenswissenschaften. Neben seiner zentralen Anwendung in der Gesundheitsforschung berührt es die Gesamtheit der Lebensprozesse und ist damit ein fundamentaler Aspekt in den modernen Lebenswissenschaften. „Mikrobielles Leben dominierte unseren Planeten lange bevor sich erste höhere Lebewesen entwickeln konnten. Es bildet auch heute noch den Kontext, in dem sich das Leben insgesamt abspielt. Unsere zentrale Herausforderung ist es daher, die herausragende Rolle des symbiotischen Zusammenspiels von Organismus und Bakterien in seiner gesamten Breite und in den verschiedensten Ausprägungen zu untersuchen“, betont Professor Thomas Bosch, Sprecher des SFB 1182. 

In diesem Zusammenhang widmen sich die Forschenden von der saudi-arabischen Universität dem Metaorganismus-Prinzip in besonderer Weise: Unter dem Einfluss der vorherrschenden extremen Lebensbedingungen in ihrer Heimat beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der KAUST unter anderem mit der Frage, wie bakterielle Symbionten Agrarpflanzen bei der Anpassung an besonders trockene Wüstenstandorte unterstützen können. Als noch junge Eliteuniversität stellt sich die vom saudischen Königshaus geförderte Universität schwerpunktmäßig gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Nahrungs- und Wasserversorgung einer wachsenden Weltbevölkerung oder der Verbesserung bestehender oder der Entwicklung neuer Formen der Energiegewinnung. Ausdrückliches Ziel des wissenschaftlichen Arbeitstreffens im Zentrum Molekulare Biowissenschaften (ZMB) der Uni Kiel ist auch die Vorbereitung einer künftig dauerhaften Forschungskooperation zwischen den beiden Wissenschaftsstandorten, um gemeinsam Fortschritte auf dem Gebiet der Metaorganismus-Forschung zu erzielen. 


Bildmaterial steht zum Download bereit:

1. www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-090-1.jpg 
Professor Heribert Hirt von der King-Abdullah-Universität spricht über Mikroorganismen, die Agrarpflanzen das Überleben in der Wüste ermöglichen.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

2. www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-090-2.jpg 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des bilateralen Workshops „Metaorganisms in Extreme Environments“ an der Uni Kiel.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Thomas Bosch, 
Zoologisches Institut, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Sonderforschungsbereich 1182 „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“, CAU Kiel:
www.metaorganism-research.com


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Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski, Text: Christian Urban 
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Facebook: www.facebook.com/kieluni, Instagram: www.instagram.com/kieluni

Ringvorlesung: Cancer and Evolution

05.11.2015

Metabolomics-Workshop

06.10.2015

CAP 3, Hörsaal 2

Jahrestagung der Gesellschaft für Genetik

28.09.2015 um 12:00 bis 30.09.2015 um 16:00

Audimax

„Forschung zum Anfassen“ - Tag der offenen Tür am MPI Plön

05.09.2015 von 10:00 bis 18:00

Workshop „Evolutionary Genomics of Plant Pathogens“

26.08.2015 um 09:00 bis 28.08.2015 um 12:30

Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB)

DFG-Begutachtung „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“

21.05.2015

Origin and Function

Das Begutachtungsverfahren des bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingereichten Antrags für den Sonderforschungsbereich (SFB) „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) geht in die entscheidende Phase: Am 6. und 7. Juli findet die zweitägige Begutachtung durch die DFG-Prüfungsgruppe in Kiel statt. Dieses Gremium erarbeitet eine Entscheidungsempfehlung über die Einrichtung des Sonderforschungsbereichs, der die Grundlage für den zuständigen Bewilligungsausschuss bildet. Die für die Universität Kiel hoffentlich positive Entscheidung über die Einrichtung des SFB „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ wird bei der zweiten Sitzung des Bewilligungsausschusses der DFG Ende des Jahres fallen. Hier weiterlesen...

Aktuelle Sicht auf Evolution und Krebs

19.06.2015

aktuelle-sicht-auf-evolution-und-krebsGemeinsamer wissenschaftlicher Workshop von Kiel Oncology Network und Kiel Life Science

Das kürzlich gegründete Kiel Oncology Network (KON) und der Forschungsschwerpunkt Kiel Life Science (KLS) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel veranstalteten am 16. und 17. Juni gemeinsam den internen „Evolution & Cancer“-Workshop. Zu Beginn hielt Professor Christoph Röcken vom Pathologischen Institut am Dienstagabend einen Plenarvortrag über die Krebsevolution und die Rolle von Stammzellen. Hier weiterlesen...

Evolution & Cancer-Workshop

16.06.2015 um 17:00 bis 17.06.2015 um 18:00

Zoologisches Museum, CAU, Hegewischstr. 3, 24105 Kiel

Ringvorlesung: A Functional Perspective on Bacterial Individuality

15.06.2015 von 15:00 bis 18:00

Audimax, Hörsaal D

Estlands Staatspräsident zu Gast am Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB)

20.05.2015

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Estnischer Staatsbesuch im ZMB.
Foto: Christian Urban, Uni Kiel

Genau eine Woche, nachdem die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) den israelischen Präsidenten Reuven Rivlin begrüßen durfte, besuchte nun sein estnischer Amtskollege, Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves, die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt. Begleitet wurde er unter anderem von der estnischen Botschafterin in Deutschland, Kaja Tael. Der Staatsbesuch auf Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck stand in Kiel ganz im Zeichen der Wissenschaft, Mittelpunkt des Aufenthalts an der Universität Kiel war der Besuch des Präsidenten im Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB).Hier weiterlesen...

Aktuelle Trends in der Ernährungsforschung

12.05.2015

Karin Schwarz 

 Vom heutigen Dienstag, 12. Mai, bis Mittwoch, 13. Mai, veranstaltet das Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde im Rahmen des 350. Jubiläums der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) das internationale Symposium „Food-Nutrition-Health“. Rund 120 Expertinnen und Experten aus Lebensmittelforschung, Ernährungswissenschaften und Medizin von etwa 20 Institutionen nehmen teil. Sie tauschen sich über aktuelle Entwicklungen rund um die Aspekte Biofunktionalität, technologische Eigenschaften und gesundheitliche Prävention von Lebensmitteln und Ernährung aus. „Das Symposium hat sich seit 2004 als ein Format für wissenschaftlichen Austausch und Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft bewährt“, betont Professorin Karin Schwarz, CAU-Vizepräsidentin und Leiterin der Abteilung Lebensmitteltechnologie, die Bedeutung der Veranstaltung. Hier weiterlesen...

Food-Nutrition-Health Symposium

12.05.2015 bis 13.05.2015

CAP 3, Hörsaal 1

Professor Sophien Kamoun zu Gast am MPI für Evolutionsbiologie

21.04.2015 von 00:00 bis 12:00

Bewerbungsschluss für IMPRS-Doktorandinnen und Doktoranden

19.04.2015

Emeritierter Kieler Pathologe erhält Deutschen Krebspreis

25.03.2015

Zu den renommiertesten Auszeichnungen in der deutschen Krebsmedizin zählt der Deutsche Krebspreis. In der Sparte „Klinische Forschung“ ging diese hohe Auszeichnung in diesem Jahr an Professor Günter Klöppel, Emeritus der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Der Preis wurde ihm gestern (Mittwoch, 18. März) anlässlich des 18. Internationalen Kongresses der Arbeitsgemeinschaft Experimentelle Krebsforschung (AEK) in Heidelberg verliehen.

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Faszinierende Errungenschaften aus 350 Jahren: Medizinische Fakultät zeigt Jubiläumsausstellung

25.03.2015

Unterschiedliche Medienstationen machen die „Universitätsmedizin Kiel 350“ zu einem echten Erlebnis. Foto/Copyright: Birgit Rautenberg/CAU

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TV-Beitrag: Schleswig-Holstein 18:00

25.03.2015

Genforscher an der Universität Kiel unterstützen das UKSH im Kampf gegen Krankheiten. Auch den multiresistenten Keim aus dem UKSH konnten sie untersuchen und genauer bestimmen.

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  • ganztägig: KLS auf der Kieler Woche 2017
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  • ganztägig: KLS auf der Kieler Woche 2017
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  • ganztägig: KLS auf der Kieler Woche 2017
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23
  • ganztägig: KLS auf der Kieler Woche 2017
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  • ganztägig: KLS auf der Kieler Woche 2017
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