Kiel Life Science

Kiel Life Science vertieft Kontakte in die Bay Area

14.03.2019

Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der CAU wirbt in San Francisco für engere Zusammenarbeit

Der San Francisco-Besuch einer schleswig-holsteinischen Delegation aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im vergangenen Sommer markierte den Auftakt zu einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen der kalifornischen Bay Area und dem nördlichsten deutschen Bundesland. Mit den Leitthemen Innovation, digitale Lehre und Transfer standen neben Wirtschaftskontakten insbesondere Austauschmöglichkeiten für Studierende und Forschende im Mittelpunkt der geführten Gespräche. Zur weiteren Vertiefung der Kooperation ist jetzt der Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), Professor Frank Kempken, nach San Francisco gereist. In der kalifornischen Metropole sprach er unter anderem mit Vertreterinnen und Vertretern der San Francisco State University (SFSU), des dortigen deutschen Generalkonsulats und des 2018 gegründeten örtlichen schleswig-holsteinischen Verbindungsbüros („Northern Germany Innovation Office“, NGIO) über wissenschaftliche und wirtschaftliche Anknüpfungspunkte. Kempken, der auch als Vertreter des CAU-Forschungsschwerpunkts Kiel Life Science (KLS) fungierte, warb insbesondere für eine vertiefte Zusammenarbeit in Forschung und Lehre und einen Austausch bei Entwicklung und Einsatz neuester lebenswissenschaftlicher Analysetechnologien. „Von den Kontakten mit den kalifornischen Partnerinnen und Partnern erhoffen wir uns wichtige Impulse für die lebenswissenschaftliche Forschung in Kiel“, betont KLS-Sprecher Professor Thomas Bosch.

Gemeinsames Zukunftsthema Next Generation Sequencing
Ein Themenfeld von großem Interesse für beide Regionen bilden zum Beispiel die sich rasant weiterentwickelnden Technologien zur Genomsequenzierung. Unter dem Begriff „Next Generation Sequencing“ (NGS) ist damit das schnelle Auslesen und Vergleichen riesiger Mengen an Erbinformationen zu Forschungs- und Diagnosezwecken gemeint. Der CAU gelang es im vergangenen Jahr, mit dem „Competence Centre for Genome Analysis Kiel“ (CCGA Kiel) eines von nur vier deutschlandweiten Zentren für Genomanalysen auf neuestem technischen Stand nach Schleswig-Holstein zu holen. In der kalifornischen Bay Area sind im Umkreis der dortigen Elite-Universitäten wie zum Beispiel Stanford oder Berkeley zahlreiche Technologie-Unternehmen in diesem Bereich entstanden und weltweit erfolgreich tätig. „Ein wichtiges Potenzial für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren amerikanischen Partnerinnen und Partnern sehe ich im Bereich der Genomsequenzierung. Die CAU ist darin einer der führenden wissenschaftlichen Standorte in Deutschland und für Unternehmen, die diese Technologien weiterentwickeln, von großem Interesse“, sagt Kempken.

Partneruniversität in San Francisco
Gespräche führte Kempken vor allem mit Vertreterinnen und Vertretern der SFSU: Dort traf er sich zum Beispiel mit Vizepräsident Dr. Yenbo Wu, um den Stand des akademischen Austausches beider Universitäten zu erörtern. Einerseits wolle man die internationalen Masterstudiengänge in Kiel, wie beispielsweise die Programme Molecular Biology & Evolution oder Medical Life Sciences, den kalifornischen Studierenden näherbringen. Andererseits böten die traditionell guten Kontakte zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beider Standorte Potenzial zur weiteren Vertiefung, so Kempken. Konkret wird ein Austauschprogramm für Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler mit mehrmonatigen gegenseitigen Besuchen diskutiert.

Transferpotenziale der Lebenswissenschaften
Auch ein Besuch im neuen norddeutschen Verbindungsbüro in San Francisco stand auf dem Programm. Im Gespräch mit dem NGIO-Leiter Tim Ole Jöhnk ging es um Kontakte zwischen den Kieler Lebenswissenschaften und möglichen Partnerfirmen in der Bay Area. Um diesen Transfer künftig in die Tat umzusetzen, ist bereits in wenigen Wochen ein Gegenbesuch des gebürtigen Schleswig-Holsteiners Jöhnk an der CAU geplant. Dort wird er mit der Leitung des Forschungsschwerpunktes KLS über Schnittstellen von Kieler Spitzenforschung und kalifornischen Technologieunternehmen sprechen. „Von der Weiterentwicklung der Genomsequenzierung bis hin zu künftigen therapeutischen Eingriffen in das menschliche Mikrobiom bieten die Kieler Lebenswissenschaften ein breites Potenzial für gemeinsame Entwicklungen mit den rund um das Silicon Valley ansässigen Unternehmen“, unterstreicht Kempken. Sein Besuch in der Bay Area lieferte damit einen wichtigen Beitrag, um die im vergangenen Jahr vereinbarte Partnerschaft der beiden Küstenregionen Schritt für Schritt mit Leben zu füllen.


Fotos stehen zum Download bereit:
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Bildunterschrift: Professor Frank Kempken (rechts), Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät an der CAU, mit dem für Internationalisierung zuständigen Vizepräsidenten der SFSU, Dr. Yenbo Wu.
© Prof. Frank Kempken

https://www.uni-kiel.de/fileadmin/user_upload/pressemitteilungen/2019/073-kls-bay-area-konsulat.jpg
Bildunterschrift: Besuch im deutschen Generalkonsulat in San Francisco: Konsulatsmitarbeiterin Dr. Sabine Blankenship sprach mit Kempken über Kooperationsmöglichkeiten in der Bay Area.
© Prof. Frank Kempken

https://www.uni-kiel.de/fileadmin/user_upload/pressemitteilungen/2019/073-kls-bay-area-ngio.jpg
Bildunterschrift: Kempken mit dem Leiter des 2018 gegründeten „Northern Germany Innovation Office“, Tim Ole Jöhnk, in San Francisco.
© Prof. Frank Kempken

Kontakt:
Prof. Frank Kempken
Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-7395
E-Mail:     dekan@mnf.uni-kiel.de

Pressekontakt:
Christian Urban
Wissenschaftskommunikation „Kiel Life Science"   
Tel.: 0431-880-1974
E-Mail: curban@uv.uni-kiel.de


 

 

 

 

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