Kiel Life Science

Kiel Life Science vergibt Preise für den wissenschaftlichen Nachwuchs

17.11.2017

Ehrung für die besten Postdoktoranden der Kieler Lebenswissenschaften des Jahres 2017

Am gestrigen Donnerstag, 16. November, verlieh der Forschungsschwerpunkt „Kiel Life Science“ (KLS) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) seine Auszeichnungen für die besten Nachwuchsforschenden aus den Lebenswissenschaften 2017. Auf der KLS-Jahresversammlung wurden Dr. Marcus Schewe vom Physiologischen Institut und Dr. Camilo Barbosa aus der Arbeitsgruppe Evolutionsökologie und Genetik der CAU mit den „Kiel Life Science-Postdoc Awards“ geehrt. Barbosa nahm den Preis für seine herausragenden Leistungen im Bereich der nicht-medizinischen Forschung entgegen. Schewe, dessen Preis sein Doktorvater Professor Thomas Baukrowitz vom Physiologischen Institut stellvertretend für ihn entgegennahm, wurde mit dem Preis für die beste medizinische Forschung ausgezeichnet. Die Preisträger erhalten eine Fördersumme von je 6.000 Euro, die sie überwiegend in ihre weiteren Forschungsvorhaben investieren werden.

Beide Wissenschaftler haben sich bereits früh in ihrer akademischen Laufbahn mit herausragenden Leistungen empfohlen: Evolutionsökologe Barbosa konnte in seiner Dissertation wichtige Mechanismen in der Resistenzevolution von Krankheitskeimen identifizieren. Er beschrieb zum Beispiel das Phänomen der „Kollateralen Sensitivität“, bei dem die Resistenzbildung eines Krankheitskeimes gegen ein bestimmtes Medikament den Erreger zugleich anfällig für einen anderen Wirkstoff machen kann. In Zukunft wird Barbosas Arbeit dazu beitragen, neue Behandlungsstrategien gegen antibiotikaresistente Krankheitserreger zu entwickeln und damit einer der gegenwärtig dramatischsten medizinischen Herausforderungen zu begegnen.

Dem studierten Pharmazeuten Schewe gelang es, einen Mechanismus zu beschreiben, mit dem sogenannte Kalium-Ionenkanäle, die zentral an Transportprozessen in menschlichen Zellen beteiligt sind, auf Veränderungen der elektrischen Spannung der Zellmembran reagieren. Damit trug er dazu bei, die besondere Bedeutung dieser zellulären Abläufe für zahlreiche Funktionen des menschlichen Körpers besser zu verstehen: So spielen Ionenkanäle zum Beispiel für physiologische Prozesse wie Temperaturwahrnehmung oder Hormon-Sekretion und bei diversen Krankheitsbildern, zum Beispiel Epilepsie oder Migräne, eine wichtige Rolle. Die beiden Nachwuchswissenschaftler lieferten damit bedeutende Beiträge, die das exzellente Profil der CAU in den Lebenswissenschaften weiter schärfen.

„Talentierte junge Forschende sind entscheidend für die Zukunft der Spitzenforschung in Kiel. Daher möchten wir bestmögliche Bedingungen für unseren wissenschaftlichen Nachwuchs schaffen. Mit den KLS-Postdoc Awards tragen wir dazu bei, die Entscheidung für eine Karriere in den Lebenswissenschaften an der CAU attraktiver zu machen“, sagte Professor Thomas Bosch, Sprecher des Forschungsschwerpunkts. Die Wissenschaftspreise wurden in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben und sind ein zentraler Teil der KLS-Nachwuchsförderung. Dazu zählen weiterhin zum Beispiel die vor kurzem erstmals vergebenen sogenannten „ZMB Young Scientist Grants“, mit denen das Zentrum Molekulare Biowissenschaften (ZMB) unter dem Dach des Forschungsschwerpunkts junge Forschende substantiell unterstützt. Die Nachwuchsförderung setzt sich insgesamt aus einem mehrgliedrigen und an den akademischen Karrierestufen orientierten Förderprogramm zusammen.

Es stehen Fotos/Materialien zum Download bereit:

www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-360-1.jpg
Bildunterschrift: Dr. Camilo Barbosa (links) nahm seinen "KLS-PostDoc Award" vom Sprecher des Forschungsschwerpunkts, Professor Thomas Bosch, entgegen.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

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Bildunterschrift: Barbosa stellte den KLS-Mitgliedern vor, wie seine Forschung zur Entwicklung neuer Behandlungsstrategien gegen antibiotikaresistente Krankheitserreger beitragen könnte.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

www.uni-kiel.de/download/pm/2017/2017-360-3.jpg
Bildunterschrift: Professor Thomas Baukrowitz (rechts) vom Physiologischen Institut der CAU nahm den Preis für Dr. Marcus Schewe entgegen stellvertretend.
Foto: Christian Urban, Universität Kiel

Kontakt:
Prof. Thomas Bosch,
Vorsitzender Karl-August-Möbius-Gesellschaft, CAU Kiel
Tel.: 0431-880-4170
E-Mail: tbosch@zoologie.uni-kiel.de

Dr. Kirsten Emmert
Nachwuchsförderung, Gender-Aspekte und Forschungskoordination
Geschäftsstelle „Kiel Life Science“
Tel.: 0431-880-4839
E-Mail: kemmert@uv.uni-kiel.de

Weitere Informationen:
Forschungsschwerpunkt Kiel Life Science, CAU Kiel
www.kls.uni-kiel.de

Über die Nachwuchsförderung im Forschungsschwerpunkt KLS:
www.kls.uni-kiel.de/de/karriere-und-ausbildung

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
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Text / Redaktion: ► Christian Urban

 

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