Kiel Life Science

Kiel Oncology Network Workshop

01.06.2016

Foto Dormancy Workshop 2_modifiedAm 25.05.2016 veranstaltete das Kiel Oncology Network (KON) zusammen mit dem Max Planck Institut für Evolutionsbiologie in Plön einen Workshop zum Thema „Dormancy as evolutionary key process in the maintenance of phenotypic plasticity in tumors”.

Der Workshop setzte damit erfolgreich die Reihe von Veranstaltungen zum Thema  „Evolution & Cancer“ des Forschungsschwerpunkts Kiel Life Science (KLS) fort. Weiter lesen...

Dormanz, worunter ein reversibler Ruhezustand verstanden wird, ist ein zentraler Prozess der gesamten Tumorevolution und wird als die wesentliche Ursache für Rückfälle von Krebserkrankungen gesehen. Dormanz ist jedoch kein Tumor-spezifisches Phänomen, sondern ist in einer Vielzahl von Organismen bekannt. Spezies, die  in der Lage sind, unter ungünstigen Bedingungen einen solchen reversiblen Ruhezustand anzunehmen, können einen enormen Evolutionsvorteil erzielen. Daher kann Dormanz als ein Schlüsselbestandteil der Evolution betrachtet werden, durch den das Überleben unter ungünstigen Bedingungen gesichert wird.

Der Workshop “Dormancy as evolutionary key process in the maintenance of phenotypic plasticity in tumors” diente als interdisziplinäre Plattform, bei dem mehr als 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den verschiedenen Forschungsdisziplinen innerhalb von KON und KLS lebhaft und kontrovers diskutiert haben. Nach einer kurzen Einführung durch Susanne Sebens (Institut für Experimentelle Tumorforschung) wurde der Workshop durch einen inspirierenden Plenarvortrag des Evolutionsbiologen Frédéric Thomas, Direktor am Centre de Recherches Écologiques et Évolutives sur le Cancer in Montpellier (Frankreich) thematisch eingeleitet.  Danach folgten drei Kurzvorträge zum Thema Dormanz durch Denis Schewe (Klinik für Pädiatrie), Hinrich Schulenburg (Zoologisches Institut) und Arne Traulsen (Max Planck Institut für Evolutionsbiologie), die das Thema hervorragend aus medizinischer, biologischer und mathematischer Sicht vorgestellt haben. Im Anschluss wurde in vier Einzelworkshops mit unterschiedlicher Fokussierung das Thema interdisziplinär diskutiert und Strategien für eine weitere gemeinsame Bearbeitung entwickelt. Der Workshop erweiterte damit das Bewusstsein für die verschiedenen Aspekte von Dormanz unter besonderer Berücksichtigung evolutionsbiologischer Gesichtspunkte. Durch die gemeinsame Bearbeitung des Themas erhoffen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein neuartiges Verständnis des Phänomens Dormanz zu erzielen.

Foto Dormancy Workshop

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