Kiel Life Science

DFG-Begutachtung „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“

21.05.2015

Origin and Function

Das Begutachtungsverfahren des bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingereichten Antrags für den Sonderforschungsbereich (SFB) „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) geht in die entscheidende Phase: Am 6. und 7. Juli findet die zweitägige Begutachtung durch die DFG-Prüfungsgruppe in Kiel statt. Dieses Gremium erarbeitet eine Entscheidungsempfehlung über die Einrichtung des Sonderforschungsbereichs, der die Grundlage für den zuständigen Bewilligungsausschuss bildet. Die für die Universität Kiel hoffentlich positive Entscheidung über die Einrichtung des SFB „Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen“ wird bei der zweiten Sitzung des Bewilligungsausschusses der DFG Ende des Jahres fallen. Hier weiterlesen...

An der Antragstellung waren unter der Leitung von Professor Thomas Bosch vom Zoologischen Institut 26 Kolleginnen und Kollegen der Medizinischen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultäten sowie der Zentralen Verwaltung der CAU beteiligt. Daneben beteiligten sich Kolleginnen und Kollegen des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön, des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen und von der Universität Hamburg. Im Folgenden eine Kurzzusammenfassung zum Forschungsfeld des beantragten SFB:

Entstehen und Funktionieren von Metaorganismen

Pflanzen und Tiere einschließlich des Menschen beherbergen hoch spezifische Gemeinschaften von Mikroben. Es mehren sich die Hinweise, dass die mit einem bestimmten Wirtsorganismus assoziierten Mikroben die Fitness ihrer jeweiligen Wirte beeinflussen, und letztlich einen Metaorganismus bilden, der sich aus dem vielzelligen Wirt und einer Gemeinschaft von assoziierten Mikroorganismen zusam-mensetzt. In Wirbeltieren wie in Wirbellosen hat eine komplexe Darmflora unterstützenden Einfluss nicht nur auf Stoffwechselvorgänge, sondern auch auf die Entwicklung des Immunsystems und neuro-nale Leistungen. Störungen dieser partnerschaftlichen Beziehung haben bei Wirbellosen wie beim Menschen erhebliche Konsequenzen. Trotz ihrer essenziellen Bedeutung sind die molekularen und zellulären Mechanismen, die die Interaktionen in einem solchen Metaorganismus kontrollieren, in vielen Aspekten noch unverstanden. Ziel des Sonderforschungsbereiches ist es zu verstehen warum und wie mikrobielle Gemeinschaften langfristige Assoziationen mit Wirtsorganismen aus unterschiedlichen taxonomischen Gruppen bilden. Wir sind insbesondere an den spezifischen funktionellen Konsequenzen der Wechselwirkungen interessiert, den grundlegenden regulatorischen Prinzipien, und in ausgewählten Wirtsorganismen auch an den sich daraus ergebenden evolutionären und ökologischen Auswirkungen auf den Lebenszyklus und die Fitness.


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